Ein iPhone 8 mit USB-C? Diese 5 Gründe sprechen dafür

Sven Kaulfuss
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Ich höre das Gezeter der Bedenkenträger schon lärmen: Apple killt den lieb gewonnen Lightning-Anschluss am iPhone, dafür gibt's jetzt dieses dumme USB-C – die Schweine! Nur ruhig meine kleinen Hitzköpfe, dieser Schritt ist nämlich mehr als nur willkommen.

Ein iPhone 8 mit USB-C? Diese 5 Gründe sprechen dafür

Schenkt man den neuesten Kreationen der Gerüchteküche glauben, dann droht der iPhone-Gemeinde in naher Zukunft ein herber Verlust. Der im Herbst 2012 eingeführte Lightning-Anschluss muss demnach weichen und macht Platz für USB-C. Für mich eigentlich ein nachvollziehbarer Schritt, immerhin gehörte Apple mit dem MacBook 2015 zur ersten Garde der Unterstützer des neuen, universellen Anschlusses. Im letzten und auch in diesem Jahr wurde die Strategie mit Thunderbolt 3 an der Mac-Front fortgeführt, welches sich der Form von USB-C bedient und die Technologie inkludiert.

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iPhone-8-Dummy im Hands-On

5 Gründe für ein iPhone mit USB-C

Doch vergessen wir an dieser Stelle mal die Industrie, ihre Ausrichtung und großen Pläne. Lieber widme ich mich den Kunden zu. Zwar mag der Wechsel auf USB-C zunächst hier und da für Verärgerung sorgen, dennoch bietet dieser Schritt nicht zuletzt enorme Vorteile.

1. USB-C verfügt über dieselben Eigenschaften wie Lightning (bspw. beidseitig steckbar, audiofähig), ist dafür aber noch schneller und über Systemgrenzen hinweg verbreitet. Vorteil für den Kunden: Kein Funktionsverlust gegenüber Lightning.

2. Bestehendes Lightning-Zubehör lässt sich per Adapter sicherlich weiterverwenden – dies ging auch schon damals 2012 beim Wechsel vom Dock Connector auf Lightning. Vorteil für den Kunden: Investitionssicherheit.

3. USB-C wird sich mit der Entscheidung noch weiter am Markt durchsetzen – Apple hat schließlich Vorbildcharakter. Eine hohe Verbreitung vergünstigt langfristig die Produktion von Zubehörprodukten – die Preise werden fallen, auch weil Hersteller nicht mehr separat auf Lightning adaptieren müssen. Vorteil für den Kunden: Günstigere Preise.

4. USB-C ist zukunftssicherer als Lightning, weil es eben nicht nur von Apple verwendet wird. Vorteil für den Kunden: Erneut Investitionssicherheit für viele Jahre.

5. USB-C macht den Weg frei für leistungsfähigere iPhones und iPads beziehungsweise Akkus – der Standard kann mit höheren Stromstärken beim Ladevorgang umgehen. Vorteil für den Kunden: Das nächste iPhone was man kauft, hält länger ohne „nachzutanken“ durch.

Die Quintessenz der Geschichte: Jault nicht rum!

Kurzum: Kommt aus der Ecke hervor, hört auf zu weinen und freut euch lieber über die neuen Möglichkeiten. USB-C ist für Apple nur konsequent, für Kunden vorteilhaft und sichert am Ende noch den Weltfrieden. In Ordnung, beim letzten Punkt bin ich vielleicht übers Ziel hinausgeschossen.

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Das Contra-Wort

Übrigens: Die Gegenstimme zum Thema kommt selbstredend auch zu Wort. Kollege Kaan Guerayer schwingt  die Feder und widerspricht mir aus tiefstem Herzen in seinem Artikel: Ein iPhone 8 mit USB-C? 5 Gründe, warum Apple bei Lightning bleibt

Weitere Themen: USB 3.1 Typ C, Apple Lightning, Apple