Apple hat eingestanden, dass die Leistung mancher iPhones nach einiger Zeit reduziert wird. So prüft man, ob das eigene Gerät betroffen sein könnte:

Drosselt Apple dein iPhone? 6 Kennzeichen zum Prüfen

Zunächst einmal sollte man wissen: Warum drosselt Apple die Leistung der iPhones? Neben niedrigem Batterieladestand und niedriger Umgebungstemperatur kann ein hohes chemisches Alter des Akkus dazu führen, dass der Akku versagt. Das iPhone schaltet sich dann ganz plötzlich aus, weil das Gerät mehr Power vom Akku verlangt, als dieser bereitstellen kann.

Um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, das das Gerät sich abschaltet, verhindert iOS auf einem iPhone mit älterem Akku Leistungsspitzen. Damit ist das Gerät in manchen Anwendungsfällen langsamer – mehr dazu im Folgenden. (Im Normallfall dagegen werde das iPhone laut einer Studie dagegen nicht langsamer.)

Verlangsamt Apple dein iPhone?

Betrifft das nun dein persönliches Gerät? Diese Frage kann man nicht einfach beantworten – in iOS gibt es nämlich keinen eindeutigen Hinweis. Zudem regelt die Energieverwaltung von iOS die Leistung dynamisch: Mal wird das iPhone gedrosselt, meist aber nicht – je nach Situation.

Eine Reihe von Indizien können verraten, ob das persönliche Gerät wahrscheinlich in seiner Leistung herabgesetzt wird oder nicht.

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1. „Systemvoraussetzungen“ für das Drosseln des iPhones

Die dynamische Drosselung gibt es seit iOS 10.2.1 auf iPhone 6 (Plus) und 6s (Plus) sowie iPhone SE. Mit iOS 11.2 hat diese Energieverwaltung auch auf iPhone 7 (Plus), hier folgend im Video, Einzug gehalten.

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Wer also ein iPhone 5s oder iPhone 8 besitzt, kann diese Art der Drosselung schon mal ausschließen. (Das heißt aber nicht, dass er nicht trotzdem einen neuen Akku brauchen könnte …).

2. Alter des iPhones

Wer sich erst jetzt ein neues iPhone 6s oder iPhone SE kauft, wird wohl ebenfalls nicht so schnell mit der Drosselung konfrontiert. Denn die Energieverwaltung von iOS berücksichtigt das chemische Alter des Akkus, heißt: Je stärker er beansprucht wird, desto schneller altert er. Und bei einem Neugerät ist der Akku nun mal frisch.

Eines der Kennzeichen, wie stark ein Akku beansprucht wurde, ist die Zahl der Ladezyklen. Die kann man über einen Rechner nachprüfen. Da es aber keinen Schwellwert gibt, ab wann iOS das iPhone zeitweise verlangsamen könnte, hilft das nicht wirklich weiter.

3. Äußere Umstände bewerten

Sitzt du im wohlig warmen Wohnzimmer und der iPhone-Akku ist gut betankt? Dann ist es unwahrscheinlich, dass iOS just in diesem Moment die Leistung des iPhones drosselt. Je niedriger die Umgebungstemperatur und je niedriger der Batterieladestand, desto wahrscheinlicher aber die Leistungsreduzierung.

Eine dauerhafte Herabsetzung der Leistung gibt es allerdings auch, bei chemisch stark gealtertem Akku. Hier können die weiteren Indizien aufklären:

4. Leistungsdrosselung im Alltag aufspüren

Auch wenn iOS nur Leistungsspitzen vermeiden will, kann das im Alltag bemerkbar sein. Konkrete Anzeichen sind laut Apple unter anderem:

  • langsames Starten von Apps,
  • niedrige Bildrate beim Scrollen oder in anderen Apps,
  • niedrigere Hintergrundbeleuchtung,
  • niedrigere Lautstärke,
  • deaktivierter Blitz, laut Apple nur in Extremfällen und mit einem Hinweis in der Kamera-App.

Die Qualität von Telefonie, Fotos und Videos, die Ortung und anderen Sensordaten werde laut Hersteller nie vom Energieverwaltungssystem beeinflusst.

Überprüfen kann man die Leistung außerdem wie folgt:

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