Animoji: Dieses iPhone-X-Feature könnte Apple teuer zu stehen kommen

Holger Eilhard

Im September präsentierte Apple im Rahmen seiner Keynote mit den sogenannten Animoji eines der prominentesten Features des iPhone X. Nun steht dem iPhone-Hersteller jedoch Ärger ins Haus.

Animoji: Dieses iPhone-X-Feature könnte Apple teuer zu stehen kommen

iOS-Entwickler reicht Klage wegen „Animoji“ ein

Das iPhone X ist noch nicht auf dem Markt, da sorgt eines der angepriesenen Features, die Animoji, schon jetzt für Probleme. Der in Japan lebende Amerikaner Enrique Bonansea, Chef von Emonster k.k., wirft dem Unternehmen aus Cupertino vor, den Namen seiner App ohne seine Erlaubnis zu verwenden. Die App des Entwicklers ist seit dem Jahr 2014 im App Store verfügbar. Die App, welche das Versenden von animierten Textnachrichten erlaubt, wurde seitdem mehr als 18.000 Mal geladen.

Bonansea hatte den Markennamen im Jahr 2014 beim United States Patent and Trademark Office angemeldet und im Frühjahr 2015 zugesprochen bekommen. Vor Gericht will der Entwickler nun unter anderem eine einstweilige Verfügung durchsetzen, um Apple von der Nutzung des Namens Animoji abzuhalten.

So sehen Apples Animoji aus:

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Animojis im iPhone X

Angebliche Tarnfirmen wollen Namensrechte kaufen

Der Entwickler wirft Apple vor, dass dem Unternehmen bekannt war, dass der Name ihm gehört. Im Sommer soll er unter anderem von Firmen mit Namen wie „The Emoji Law Group LLC“ mehrere Angebote zum Verkauf der Namesrechte erhalten haben, welche Bonansea abgelehnt hatte. Er glaubt, dass Apple hinter diesen Unternehmen steckt. Apple versteckt sich gerne hinter derartigen Firmen, um etwaige Pläne geheim halten zu können und die Preise nicht in die Höhe zu treiben.

XXL-Nachfolger: So könnte ein iPhone X Plus aussehen

Einen Tag vor der Vorstellung des iPhone X, am 11. September 2017, habe Apple daraufhin die Annullierung der Rechte für „Animoji“ beantragt. Als Grund gab der iPhone-Hersteller an, dass das im Jahr 2014 angegebene Unternehmen emonster, Inc. zu dem Zeitpunkt der Anmeldung nicht existiert hat. Hierbei soll es sich jedoch nur um einen Formfehler gehandelt haben. Der Versuch von Bonansea diesen zu beheben, scheiterte jedoch, da Apple bereits die Annullierung beauftragt hatte.

Apples Animoji erlauben mit Hilfe der für Face ID genutzten Gesichtserkennung animierte Emoji auf Basis der Gesichtsausdrücke des Anwenders zu erstellen. Das Feature ist nur im iPhone X, welches ab dem 3. November verfügbar sein wird, verfügbar. Die Vorbestellungen beginnen am 27. Oktober 2017.

Quelle: MacRumors, Klageschrift (PDF)

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