Design-Fail: Offizielle iPhone-X-Lederhülle deckt Mikrofon ab, Gespräche kaum möglich

Simon Stich
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109 Euro kostet die offizielle Hülle „Leder Folio“ für das iPhone X. Ein stolzer Preis für ein schickes Design. Leider können Nutzer dann nicht mehr richtig telefonieren. Es ist nicht der erste Design-Fail der letzten Jahre.

Design-Fail: Offizielle iPhone-X-Lederhülle deckt Mikrofon ab, Gespräche kaum möglich

iPhone X: Lederhülle deckt Mikrofon ab

Beim „Leder Folio“ handelt es sich um ein Flipcase, das heißt die Rückseite des Smartphones ist dauerhaft bedeckt. Die Frontseite hingegen lässt sich aufklappen – und zur Benutzung wird diese eben nach hinten geklappt. Ein einfaches Prinzip, dass seit Jahren millionenfach im Einsatz ist. Apple hat es jetzt aber verbockt.

Wird der Deckel der Lederhülle ganz nach hinten umgeklappt, sinkt die Gesprächsqualität enorm. Nutzer beklagen sich im offiziellen Support-Forum, dass ihre Gesprächspartner sie nicht mehr verstehen können. Der Grund dafür dürfte das Mikrofon auf der Rückseite des iPhone X sein, dass der Erfassung und Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen dient. Es befindet sich zwischen den Kameralinsen und wird durch ein komplett umgeklapptes „Leder Folio“ leider verdeckt, die Funktion wird beeinträchtigt und somit auch das Telefonat.

Bei unserem Hands-On zum iPhone X war das Flipcase zum Glück nicht mit dabei:

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iPhone X im Hands-On

Es ist nicht das erste Mal, dass Apple mit einem wenig durchdachten Design auffällt. Kaum vorstellbar, dass ein solch fehlerhaftes Produkt zu Lebzeiten von Steve Jobs den Weg in die Apple Stores gefunden hätte. Ein Blick in die jüngste Geschichte zeigt, dass Apple nicht immer Form und Funktion gleichermaßen im Blick hat.

Apples Design-Fails der letzten Jahre

Wer erinnert sich nicht an die Magic Mouse 2? Ein tolles Gerät im schicken Design – wenn da nicht der absurde Ladeanschluss an der Unterseite des Geräts wäre. Aufladen ist nur möglich, wenn die Maus auf der Seite oder dem Rücken liegt. Laden und Benutzen gleichzeitig? Unmöglich.

Auch mit kleineren Fehlern hat Apple für Amüsement gesorgt. Da wäre zum Beispiel die löchrige Hülle für das iPhone 5c, die nicht nur wegen des Aussehens auf viele Nutzer bizarr wirkte, sondern auch den Schriftzug „iPhone 5c“ so verdeckte, dass nur noch „hon“ oder „non“ zu lesen war.

Mit Hüllen ist Apple schon oft ins Fettnäpfchen getreten. Das Smart Battery Case hat manche Apple-Jünger schier zur Verzweiflung getrieben. Dieser unschöne Buckel auf der Rückseite – das soll von Apple stammen? Immerhin hat der zweite Akku das getan, was er sollte: Die Akkulaufzeit wurde erhöht. Der Buckel des Smart Battery Case hat dann schnell andere Assoziationen geweckt, wie unsere Bilderstrecke zeigt:

Die Hässlichkeit des Seins: Apple Smart Battery Case auf die Schippe genommen

Zuletzt wurde sich noch über das Design der Aufbewahrungsboxen für die drahtlosen AirPods lustig gemacht. Die Fachwelt war sich hier allerdings uneinig, ob hier die Ersatzbürsten für elektronische Zahnbürsten platziert werden sollten oder es sich doch um eine reine Zahnseidenverpackung handelte.

Quelle: Apple Support Communities via golem.de

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