Erstaunliche Technik: So will Apple noch dünnere iPhones bauen

Holger Eilhard
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Während OLED-Displays mit der Apple Watch und seit kurzem dem iPhone X auch in Apples Geräten massentauglich geworden sind, arbeitet der Hersteller bereits an einem Nachfolger.

Erstaunliche Technik: So will Apple noch dünnere iPhones bauen

micro-LED: Dünner und energiesparender als OLED

Die sogenannte micro-LED-Technologie gilt derzeit als der wahrscheinlichste Nachfolger der OLED-Panels. Bereits seit einigen Jahren gibt es Berichte, dass Apple an der Technik Interesse hat und in Taiwan unter anderem ein eigenes Labor betreibt.

Laut jüngsten Berichten kooperiert Apple nun auch mit dem Chip-Partner TSMC, welcher zumindest für Teile der Produktion verantwortlich sein soll. Gleichzeitig will die DigiTimes von seinen Quellen aber auch erfahren haben, dass Apple sein Personal im oben genannten Labor in Taiwan reduziert hat.

Während das iPhone X, hier unser Hands-On, das erste Smartphone von Apple mit OLED-Display ist, arbeitet das Unternehmen aus Kalifornien bereits an der neuen Bildschirmtechnologie:

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iPhone X im Hands-On

Zeitgleich bedeutet dies jedoch nicht, dass Apple sein Interesse an der micro-LED verloren hat. Die DigiTimes-Quellen gaben an, dass das Unternehmen die Forschung lediglich ins Hauptquartier in Cupertino verlegt haben könnte.

micro-LED als möglicher OLED-Nachfolger

Mit Hilfe der micro-LED lassen sich dünnere Display fertigen, die gleichzeitig noch weniger Strom verbrauchen als vergleichbare OLED-Lösungen. Probleme wie das bei OLED vorhandene Einbrennen gibt es bei micro-LED nicht.

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Aufgrund der Komplexität und Schwierigkeiten bei der Produktion ist der Einsatz derzeit vor allem bei kleineren Geräten, zum Beispiel in einer Apple Watch oder einem kommenden iPhone, sinnvoll. Dies könnte sich in den kommenden Monaten und Jahren jedoch schnell ändern. Neben Apple hat unter anderem auch Oculus Interesse an der Technik. Schnellere Reaktionszeiten und höhere Auflösungen sind bei den VR-Headsets sehr gefragt.

Einige Analysten erwarten erste Geräte mit micro-LED für das Jahr 2018 oder 2019. Momentan sind die Preise im Vergleich zu derzeitigen Technologien noch zu hoch für eine Massenproduktion.

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