iPhone-X-Vorstellung: So rechtfertigt Apple den Face-ID-Fail

Florian Matthey
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Stolz wollte Craig Federighi präsentieren, wie zuverlässig Face ID funktioniert – und dann fragte ihn das iPhone X nach seinem Passcode. Apple liefert jetzt die Erklärung zu diesem „Fail“.

Apples Face-ID-„Fail“ vor laufender Kamera

Apple hat sich bei der Präsentation des iPhone X viel Mühe gemacht, um zu erklären, wie komfortabel, einfach und sicher Face ID ist. Der wohl von dem Umständen erzwungene Wechsel von Touch ID zu Face ID sollte für alle wie ein Fortschritt wirken. Da war es besonders wichtig, dass die anschließende Demonstration von Face ID besonders gut funktioniert.

Leider kam es dann aber ganz anders: Federighi nahm ein iPhone X in die Hand, um Face ID zu demonstrieren. Es funktionierte allerdings nicht: Das Gerät fragte ihn nach seinem Passcode. Apples Software-Chef musste auf ein „Backup“-iPhone X umsteigen, mit dem Face ID dann aber sofort funktionierte.

Das Ganze war nicht nur in dem Moment für Federighi sichtbar peinlich. Im Anschluss begann auch die Diskussion darum, was wohl schief gelaufen sein könnte. Vor allem aber, ob Face ID vielleicht doch noch nicht wirklich zuverlässig funktioniert und ob es Apple schaffen wird, das System bis zur Veröffentlichung des iPhone X noch zu optimieren.

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iPhone X im Hands-On

Apples Erklärung: Face ID hat zuverlässig funktioniert

Apple hat jetzt jedoch eine Erklärung für den Vorfall geliefert, der zufolge das System doch wie gewollt funktioniert hat. Allerdings sei bei der Organisation des Events ein Fehler unterlaufen: Apple-Mitarbeiter, die die Präsentation vorbereitet haben, hätten das Demonstrations-iPhone X zuvor in die Hand genommen. Ohne, dass sie es bemerkten, habe dieses versucht, Federighis Gesicht zu erkennen – und bemerkt, dass eben eine andere Person das Smartphone in der Hand hält.

Letztendlich hat das iPhone X dann so reagiert, wie wir es auch von Touch ID kennen, wenn wir mehrmals hintereinander den falschen Finger auflegen: Das iPhone X zeigte – auf Englisch – die bekannte Meldung „Dein Code wird benötigt, um Face ID zu aktivieren“. Bei Face ID wird diese Meldung nach zweimaliger fehlgeschlagener Gesichtserkennung angezeigt; bei Touch ID ist es erst nach fünfmaligem Fingerauflegen der Fall.

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Apple ist sich sicher, dass dies der Grund für den „Fail“ war: Man habe sich die Log-Dateien des Demonstrations-iPhone X genauer angesehen und fehlgeschlagene Face-ID-Scans vor der Präsentation festgestellt. Face ID hat also genau so funktioniert, wie es sollte. iPhone-Besitzer können die Meldung von iOS nachvollziehen. Die Negativ-PR nach dem Event dürfte aber ihre Wirkung schon gehabt haben ...

Quelle: Yahoo via Mac Rumors, Mobiflip

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