iPhone X: Face-ID-Kamera der Android-Konkurrenz um 2,5 Jahre voraus

Florian Matthey
18

Apple ist nicht das erste Unternehmen, dessen Smartphone Gesichtserkennung bietet. Allerdings ist das Kamera- und Sensorensystem für Face ID sehr fortschrittlich. Offenbar so sehr, dass die Konkurrenz erst in Jahren aufholen wird.

iPhone X: Face-ID-Kamera der Android-Konkurrenz um 2,5 Jahre voraus

Face ID im iPhone X: Android-Konkurrenz liegt 2,5 Jahre zurück

Der KGI-Securities-Analyst Ming-Chi Kuo hat sich Apples TrueDepth-Kamera-System im iPhone X genauer angesehen. Die Kombination aus Kamera, Infrarot-Projektor und -Kamera und weiteren Sensoren ermöglicht die Gesichtserkennung Face ID und AR-Features sowie Gimmicks wie Apples neue Animojis – also animierte Emojis, die die Bewegung des Gesichts des Benutzers nachvollziehen. Das System befindet sich in dem schwarzen Balken am oberen Rand des iPhone-X-Displays – genannt „Notch“ –, den ihr euch in unserem Video genauer ansehen könnt:

107.006
iPhone X im Hands-On

Laut Kuo ist das TrueDepth-System so fortschrittlich, dass Apples Konkurrenten zweieinhalb Jahre benötigen werden, um ein ähnlich leistungsfähiges Feature zu ermöglichen. Gesichtserkennung gibt es bekanntlich schon länger in anderen Geräten; das Apple-System ist aber deutlich zuverlässiger und sicherer.

Vor der Präsentation des iPhone X hatte Kuo noch prognostiziert, dass Apples Konkurrenz ein bis zwei Jahre brauchen würde, um ein ähnliches System zu entwickeln – dass Apple ein solches ins iPhone X integrieren würde, war ja schon vorher bekannt. Nachdem Kuo bei der Präsentation gesehen hat, wie leistungsfähig das Apple-Feature wirklich ist, hat er seine Prognose aber revidiert – und den Zeitraum eben auf zweieinhalb Jahre erhöht.

XXL-Nachfolger: So könnte ein iPhone X Plus aussehen

iPhone X: TrueDepth-Kamera-System sorgt für Lieferengpässe

Offenbar war nicht nur die Entwicklung des Systems für Apple eine Herausforderung: Auch die Produktion soll dem Unternehmen Probleme bereiten. Das System soll der Hauptverantwortliche für die Lieferengpässe des neuen Flaggschiff-iPhone sein.

Trotz dieser Lieferschwierigkeiten glaubt der Analyst Kuo an hohe iPhone-X-Verkaufszahlen: Im Jahr 2017 werde Apple noch 30 bis 35 Millionen Exemplare ausliefern – deutlich weniger als die von Experten erwarteten 50 Millionen Vorbestellungen. Zuvor hatte Kuo noch mit 40 Millionen ausgelieferten Exemplaren gerechnet. In Zukunft würde das TrueDepth-System aber für hohe Verkaufszahlen sorgen. Der Analyst glaubt also, dass das Feature für Kunden ein echtes Kaufargument ist. Wie sieht es bei euch aus: Seid ihr am iPhone X gerade auch wegen TrueDepth und Face ID interessiert?

Quelle: Mac Rumors

Weitere Themen: Apple