LG G Flex ist tatsächlich flexibel - die Vorteile

Ende Oktober wurde das LG G Flex offiziell präsentiert und hat durch die Namengebung für etwas Verwirrung gesorgt. Wieso nennt man ein Smartphone Flex, wenn es zwar, wie das Samsung Galaxy Round, gebogen ist, es sich aber nicht biegen lässt? Lässt es nämlich doch – zumindest bis zu einem gewissen Punkt. Dadurch bestätigen sich gleich mehrere Annahmen, die von LG bisher so noch nicht kommuniziert wurden. So ist nämlich nicht nur das OLED-Panel flexibel, sondern viele andere Komponenten und Werkstoffe, die LG zur Herstellung genutzt wurden.

Neben dem 6 Zoll großen 720p-OLED-Display ist nämlich auch der Akku flexibel und ermöglicht so in dem gewölbten Gehäuse eine Kapazität von 3.500 mAh. Das sind noch einmal 500 mAh mehr als beim normalen LG G2. Doch das ist noch nicht alles, denn auch die weiteren Werkstoffe, wie das Display Glas, welches vermutlich Kunststoff ist, das Gehäuse und die Innereien lassen sich ohne Probleme etwas verbiegen. Das LG G Flex ist dabei so gebogen wie eine Banane und lässt sich auf einem Tisch gerade drücken, ohne dass es bricht oder beschädigt wird. Das wird im folgenden Video sehr schön dargestellt.

Diese Flexibilität hat natürlich den Vorteil, dass das Smartphone bei einem Sturz nachgeben kann und so nicht zerstört wird. Weiterhin besteht auch keine Gefahr einer Beschädigung, wenn man sich beispielsweise auf das Smartphone setzt, da es auch dabei einfach etwas nachgeben kann. Besonders bei einem 6 Zoll großen Display ist das nicht unerheblich, da es allein durch die Größe nicht ohne Weiteres in jede Hosentasche passt.

Generell haben gebogene Displays einen weiteren Vorteil bei der Darstellung von Inhalten und der daraus resultierenden höheren Akkulaufzeit. Durch das etwas gebogene Display können kaum Reflexionen entstehen. Man bekommt so nicht nur eine bessere Darstellung der Inhalte, sondern muss auch im Freien nicht so viel Energie aufwenden, um das Display zu beleuchten, weil es selbst im direkten Sonnenlicht kaum spiegelt. Das sorgt dann wieder dafür, dass das Smartphone insgesamt weniger Energie verbraucht und somit länger hält. Das Display gehört bei einem Smartphone immer noch zu den größten Energiefressern.

Die Entwicklung von flexiblen Displays und Smartphones ist also nicht ganz sinnlos. Die Vorteile sind schon gegeben, die Hersteller wissen anscheinend nur noch nicht wirklich, diese auch verständlich zu machen.

Quelle: engadget

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