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LG G Flex im Test: Krummer Gigant mit ein paar Haken

Frank Ritter
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Wie grenzt man sich in der High End-Klasse der Smartphones von der Konkurrenz ab? Das LG G Flex wuchert zu diesem Zweck mit frischen Ideen: Das 6-Zoll-Phablet besitzt eine gebogene Grundform und eine selbstheilende Rückseite, die auch Gehäusekratzern den Garaus machen soll. Im umfangreichen Testbericht zum G Flex überprüfen wir, ob diese Neuerungen auch in der Praxis halten, was sie versprechen.

LG G Flex im Test: Krummer Gigant mit ein paar Haken

Auch interessant: Der Nachfolger LG G Flex 2 im Test.

Immer mehr Teilnehmer mischen am Smartphone-Markt mit, gleichzeitig gibt es aber immer weniger technische Merkmale, mit denen sich die Geräte voneinander unterscheiden können. Insbesondere die Dominanz von Qualcomm im Bereich der Prozessoren, die etwa seit Ende 2012 herrscht und seit knapp einem Jahr keine nennenswerten Leistungssprünge mehr hervorgebracht hat, bewirkt, dass die Hersteller auf der Suche nach neuen Merkmalen sind, über die sie sich von den Konkurrenten abgrenzen können.


Mit dem Flaggschiff LG G2 (Test) haben die Südkoreaner im Herbst vergangenen Jahres einige frische Ideen umgesetzt: Neben der praktischen (wenngleich von anderen Herstellern übernommenen) Knock-Funktion, die bewirkt, dass man das Display per Doppeltap ein- oder ausschalten kann, sind insbesondere die Hardware-Buttons an der Rückseite zu nennen. Diese erleichtern die Bedienung in manchen Situationen und ermöglichen überdies eine kompaktere Bauform für größere Displays. Einer der Gründe, warum uns das LG G2 im Test so zu überzeugen wusste, war dessen Display-to-Body-Ratio, also der hohe Display-Anteil an der Front – so konnte in einem Gerät von der Größe eines 5-Zollers ein üppiges 5,2-Zoll-Display untergebracht werden. Daneben wusste uns der fantastische Akku zu überzeugen, der Laufzeiten aus Alltagsszenarien herauszuholen vermochte, die nach wie vor ihresgleichen suchen.

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Innovationsgeist und Angriffslust sind bei LG also vorhanden. Nun legt der koreanische Konzern nach und präsentiert im LG G Flex noch einen Schwung weiterer Ideen: Der Sechszoller ist an der Querachse gebogen und sieht damit im Profil ein wenig aus wie eine Banane – was dem Gerät in unserer Redaktion einige mehr oder weniger gelungene Kosenamen einbrachte. Möglich wird diese Bauform in erster Linie dank Durchbrüchen bei zwei Komponententypen: dem Display – hier kommt ein Biegbares P-OLED-Panel zum Einsatz, und den Akkus, denn auch der ist gebogen. Vorteile der abgerundeten Form ist – so argumentiert LG –, dass das Gerät eher dem Gesicht und Sichtfeld des Nutzers entspricht und das Mikrofon beim Telefonieren näher am Mund liegt. Sowohl beim Blick auf das Display als auch beim Telefonieren soll das G Flex also herkömmlichen Geräten mit geraden Displays überlegen sein. Daneben hat das LG G Flex auch eine neuartige, selbstheilende Beschichtung auf der Rückseite. Diese soll dazu in der Lage sein, kleine Kratzer selbst zu reparieren. Ob diese Versprechen stimmen und, falls ja, ob sie auch praxisrelevant sind, klärt unser Testbericht.

Wir haben die schwarz-graue Version des LG G Flex getestet. Als Betriebssystem kam die im Testzeitraum aktuelle Android 4.2.2-basierte Firmware D95510a-262-02 zum Einsatz.

Optik, Haptik und Verarbeitung

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Bereits die Packung des LG G Flex ist an der Oberseite konkav gebogen – ein netter Gag. Holt man das Gerät aus der Schachtel und macht es zum ersten Mal an, fällt zweierlei auf: Ja, das Gerät ist gebogen, ein unmittelbarer Vorteil, ein Aha-Erlebnis ist das aber zunächst nicht. Dann: Das Gerät ist mit Maßen von 160,5 x 81,6 x 8,7 mm zunächst einmal groß – um nicht zu sagen riesig. Klar, niemand erwartet von einem 6-Zoller einen Hosentaschenschmeichler, aber dieses Gerät ist dann noch eine Spur weniger praktisch als zum Beispiel das Samsung Galaxy Note 3 (Test).

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Das LG G Flex (jeweils links) im Größenvergleich zum Samsung Galaxy Note 3

Abgesehen von wirklich großen Exemplaren ragt es aus praktisch jeder Hosentasche, egal ob an der Seite oder dem Gesäß, unschön heraus und zieht diese dank eines Gewichts von 177 Gramm schwerkraftbedingt auch ein bisschen stärker nach unten als andere Smartphones – wohl dem, der eine Jacke, ein Jacket oder Sacko trägt, das Innentaschen aufweist.

Bauformbedingt kommt beim G Flex aber noch ein weiteres Problem hinzu: die Kopfhörerbuchse befindet sich an der Unterseite rechts. Das bedeutet, dass man das Gerät zum einen grundsätzlich falsch herum (Oberseite nach unten) in die Tasche stecken muss, wenn man kabelgebundene Kopfhörer oder Headsets nutzt, andererseits, dass der Kopfhörerstecker gerne mal mit der Taschenfalte kollidiert, wenn das Gerät an der für die meisten Nutzer naheliegenden rechten Hosentasche steckt – und das fordert mittelfristig Kabelbrüche heraus. Umdrehen, das heißt mit der Displayseite nach außen in die Hosentasche stecken, kann man das Gerät aufgrund seiner Bananenform natürlich nicht. Aus unserer Sicht ist die Positionierung der Buchse ein Fehler in der Konzeption des Gerätes.

Stationär gibt es weniger Probleme als beim Transport. Auf geraden Flächen liegt das G Flex sowohl auf der Display- als auch auf der Rückseite gut und wackelt nicht. Legt man das Gerät auf der Rückseite ab, bieten die leicht hervorstehenden „Knubbel“ für den Power-Button wie ein Sockel zusätzlichen Halt – zwischen Kameralinse und Boden gibt es dankenswerterweise keine Berührung, auch der Mono-Lautsprecher liegt nicht plan auf und tönt daher lauter.

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Und schon sind wir mittendrin beim wichtigsten Thema, dem im wohl prägendsten Merkmal des Gerätes: Das LG G Flex ist aufgrund seiner Form ein Novum (zumindest hierzulande, wo das an der Längsachse gebogene Samsung Galaxy Round nicht erhältlich ist). Mancher mag einwenden, dass schon das Galaxy Nexus (2011, Test) eine konkave Front hatte. Dessen Display war jedoch nicht gebogen, lediglich das Glas darüber. Verglichen mit dem LG G Flex kommt die Biegung des GNex dann auch eher einem leichten Ballflattern als einer waschechten Bananenflanke gleich.

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Ja, das G Flex ist krumm – wenngleich nicht so stark wie es die etwas im wortwörtlichen Sinn „hingebogen“ wirkenden Pressebilder suggerieren mögen. Das wirkt sich in erster Linie auf die Optik des Displays aus – dazu gleich mehr. Vorteile beim Telefonieren durch eine angeblich bessere Anpassung an die natürliche Kopfform des Nutzers konnten wir nicht ausmachen.

Das Gerät ist nicht nur krumm, sondern auch flexibel. Legt man es mit der Displayseite nach unten auf eine ebene Fläche, kann man es mit der flachen Hand und einigem Kraftaufwand gerade durchdrücken. Im Netz kursieren Berichte, laut denen man dies nicht zu oft durchführen sollte, da ansonsten die Technik Schaden nimmt – wir haben das nicht nachgeprüft, denn für einen Dauertest dieses in unseren Augen gimmickhaften Features sahen wir keinen Anlass und das bedrohliche Knarzen bei zwei, drei Versuchen gemahnte uns zur Zurückhaltung. Fazit: Gut zu wissen, dass es geht – abseits von Angebereien auf dem Schulhof, in der Kneipe oder in der Bürokantine hat das namensgebende Feature des LG G Flex aber keine Bewandtnis.

Praxisrelevanter ist da schon die Frage nach der Rückseite. Denn so sehr man sich auch wünscht, dass es nicht passiert, hat jedes Smartphone, das ungeschützt in Gebrauch ist, irgendwann einmal Kratzer. Sei es, weil man es aus Versehen in dieselbe Hosentasche gesteckt hat wie den Haustürschlüssel, oder weil auf dem Glastisch, auf dem man das Gerät abgelegt hat, ein paar unauffällige Sandkörner liegen, sei es, weil das Gerät auf Asphalt fiel und dabei einige Meter weit rutschte. Damit das LG G Flex mit seinen gigantischen Ausmaßen nicht in ein es noch größer werden lassendes Case gepresst werden muss, hat LG sich überlegt, eine neu entwickelte „selbstheilende“ Oberfläche auf die Rückseite zu bringen, die kleinere Kratzer selbständig nach einigen Stunden reparieren soll.

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Und – funktioniert’s? Jein. Säubert man das Gerät gründlich von allem Fingerfett, das die leider glatte Plastikrückseite permanent unansehnlicherweise säumt, fallen auch nach Wochen der Benutzung keine Mikrokratzer auf. Ein etwas größerer Kratzer blieb freilich jedoch sichtbar. Dieses Feature mag also auf dem Papier gut klingen, in der Realität ist man jedoch wohl mit einem Gerät besser beraten, dessen Rückseite sich nach Bedarf einfach austauschen lässt, das dafür jedoch eine bessere Haptik bietet. Immerhin sieht das Gerät an der Rückseite hübsch aus – ein subtiles Schraffurmuster lässt sich unter bestimmten Blickwinkeln ausmachen und erinnert entfernt an gebürstetes Aluminium.

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Das G Flex spricht, sieht man mal von Größe und Krümmung ab, weitgehend die Formsprache des LG G2. Das bedeutet: Eine leicht abgerundete Grundform, extrem schmale Bezel (Ränder zwischen Display und Gehäuserand), Software-Buttons und das LG-Logo auf der Unterseite; auf der Rückseite die bereits erwähnten Hardware-Buttons unter der im oberen Drittel zentrierten Kameralinse. Das Gerät besitzt keine abnehmbare Rückseite, zwischen Plastik und Glas gibt es keine erkennbaren Spaltmaße. Fussel können sich höchstens in den eingefrästen Kerben für Lautsprechermuschel (vorne) und Lautsprecher (Rückseite) sammeln, sowie den Buchsen für micro USB-/Ladekabel und Kopfhörer (beide unten). Die micro SIM-Karte wird über einen Tray auf der linken Seite eingeführt – ein spitzer Gegenstand ist dafür nicht notwendig, mit etwas Fingerspitzengefühl reicht ein Daumennagel.

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Beim Telefonieren bieten die gut ertastbaren Buttons mit ihren sehr guten Druckpunkten kleine Vorteile, verglichen mit den seitlich platzierten Power-Buttons und Lautstärkewippen anderer Hersteller. Wenn man das Gerät in der Hand hält und auf das Display blickt, sind sie jedoch deutlich weniger ergonomisch. Praktisch hingegen ist die Tatsache, dass die Buttons bei deaktiviertem Display auch als Shortcuts für einen Schnellstart der Kamera-App (länger nach unten drücken) sowie von LGs Notiz-App (länger nach oben drücken) fungieren. Außerdem ist die im Power-Button integrierte zweite Benachrichtigungs-LED ein echter Hingucker.

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Kleine Unterschiede des LG G Flex gegenüber dem LG G2 sind noch der IR-Blaster, der die Kamera auf der Geräte-Rückseite gegenüber dem Blitz-LED säumt und der Mono-Lautsprecher, der sich beim LG G Flex an der Unterseite versteckt.

Unter dem Strich ist das Gerät haptisch, trotz der neuartigen Form keine Offenbarung. Das liegt zum einen daran, dass das Gerät einfach sehr groß ist, selbst für Menschen, die Geräten im 6 Zoll-Format grundsätzlich offen gegenüberstehen. Dies bewirkt, dass die rückseitigen Buttons schwerer zu erreichen sind und die Tatsache, dass die krumme Bauform die Transportmöglichkeiten einschränkt, kommt erschwerend hinzu. Der andere Grund ist schlicht, dass das LG G Flex eine von uns schon bei zahlreichen anderen Geräten gescholtene glatte Rückseite hat. Das sieht nicht nur aufgrund der stets sichtbaren Fingerschweiß-Abdrücke schlecht aus, das Gerät neigt auch in längeren Telefongesprächen zum Rutschen.

Das Display des LG G Flex

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Sehr gespannt waren wir auf das Display im LG G Flex: Würde man Konzessionen dafür eingehen müssen, das das Panel für die Grundform des G Flex biegbar sein muss? Ja, das ist leider der Fall. Bevor wir aber in epischer Breite herummosern, sei zumindest erwähnt, dass die Biegung auf eine gewisse Weise beeindruckend ist: Insbesondere am Anfang der Benutzung hat man aufgrund des nicht-planen Panels den surrealen Eindruck, dass das Display gewissermaßen dreidimensionale Bilder zeigt. Im Porträt-Modus scheinen etwa die Buchstaben der Software-Tastatur hervorzustechen, schaut man sich im Landscape ein Video an, wirkt das, nun ja, einfach richtig. In dieser Hinsicht spielt die Bauform des Gerätes am deutlichsten ihre Stärken aus.

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Für sich betrachtet ist das P-OLED-Panel mit 6-Zoll-Diagonale aber nicht in jeder Hinsicht gut. Zum einen liegt das daran, das es nur in 1.280 x 720, also in HD auflöst. Mit einer Pixeldichte von 245 ppi weist das Gerät damit eine Schärfe auf, die nur knapp über dem ersten Samsung Galaxy S liegt. Das ist heutzutage nicht mehr zeitgemäß und leider auch häufig sichtbar, insbesondere wenn man das Display mit einem Samsung Galaxy Note 3 oder anderen aktuellen Geräten vergleicht. Nein, das bedeutet nicht, dass man auf dem Display einzelne Pixel erkennen könnte, gerade bei kleinem Text auf dem Bildschirm, sieht man den Unterschied zu Full HD-Displays aber durchaus. Weiterhin irritiert, dass das Panel ein deutliches Ghosting aufweist: Findet ein schneller Bildwechsel von dunkel auf hell statt, ist das vorangegangene dunkle Bild für einige Sekunden weiterhin erahnbar – irritierend.

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Die Krümmung des Displays wirkt sich übrigens nur wenig auf die Reflexionseigenschaften aus. Allenfalls wird das eigene Gesicht bei abgeschaltetem Display in der Spiegelung etwas langgezogen. Das Display ist OLED-typisch nicht allzu hell, aber in der Sonne zumindest noch erkennbar. Das Farbbild kann im Vergleich zum Note 3 als ebenfalls intensiv, aber etwas kälter, da blau- und graustichiger bezeichnet werden. Bei seitlichen Blickwinkeln kommt diese Farbtendenz dezent stärker zur Geltung, der Bildschirm bleibt aber weiterhin gut ablesbar. Das Panel bietet davon abgesehen aber gute Kontraste und ein sattes Schwarz.

Unterm Strich ist das Display aber der größte Pferdefuß des G Flex. Auch wenn die HD-Auflösung von der noch in den Kinderschuhen steckenden Display-Technologie bedingt wird, ist diese eines High-End-Gerätes im Preissegment über 500 Euro eigentlich nicht würdig. Von der Auflösung und den genannten Ghosting-Problemen abgesehen ist das Display solide, reißt aber auch keine Bäume aus.

Die Kamera im LG G Flex

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Mit seinem 13 MP-Sensor bewegt sich das LG G Flex nominell im aktuellen Standard für Kameras in High End-Smartphones. Im Gegensatz zum LG G2, das ebenfalls einen 13 MP-Sensor besitzt, fehlt aber ein optischer Bildstabilisator. Im Effekt kann das LG G Flex damit bei guten Lichtverhältnissen brillante Bilder aufnehmen, …

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… sobald es aber an üppigem Tageslicht fehlt, werden die Ergebnisse durchwachsen.

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Im Vergleich etwa zu Bildern, die mit dem Galaxy Note 3 geschossen werden, wirken Hauttöne etwas zu blass, wandern Rottöne zu stark ins Blaue und Violette ab, es tritt verstärkt Bildrauschen und ein leichter Grauschleier auf und Schüsse „aus der Hüfte“ neigen zum Verwackeln. Hier noch einige Bilder:

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Die Kamera-App ist minimalistisch und brauchbar, nach dem Druck auf den Auslöser wird das Foto schnell angefertigt und wichtige (wie auch unwichtige) Funktionen und Einstellungen erreicht man ohne größere Suchaktionen. Makrofotos gelingen dank der Touch-to-Focus-Funktion, die ähnlich wie bei HTC-Geräten auch gleich die Helligkeit anpasst, gut. Schade ist allerdings, dass wie aktuell bei den meisten Geräten, die Serienbildfunktion extra aktiviert werden muss, auch um den HDR-Modus zu starten muss man erst in das „Modus“-Menü wechseln. Diese beiden für Smartphone-Kameras essentiellen Features sollte LG in künftigen Iterationen seiner Software leichter zugänglich machen.

Nett ist der in den Einstellungen versteckte Modus zur Gesichtserkennung: Wer ein Selfie nicht per Front-, sondern mit der Rückkamera aufnehmen möchte, aktiviert den Modus und dreht das Gerät herum. Wenn die Kamera fokussiert, leuchtet das Licht gelb; sobald das Gesicht scharf ist, grün. Nun muss nur noch auf die Lautstärke leiser-Taste gedrückt werden und das Telefon schießt ein Selfie-Foto in 13 MP.

Videos nimmt das LG G Flex in guter Qualität und in Auflösungen bis zu 4K auf, in Full HD auf Wunsch gar mit 60 FPS. Hier fällt allerdings auf, dass die automatische Helligkeitsanpassung mitunter zu aggressiv agiert. Dunkle Szenerien werden zu dunkel aufgenommen, helle zu hell – die Übergänge sind eine Spur zu hart.

Die Frontkamera löst mit 2 MP auf und macht passable Bilder, ohne freilich an die Weitwinkel-Fähigkeiten der HTC One-Geräte heranzureichen.

Fazit: Die Kamera des LG G Flex ist keine Offenbarung, aber in Ordnung. LG hat nach unserer Einschätzung durchaus die Chance, mit zukünftigen Software-Updates noch mehr herauszuholen.


Die Software des LG G Flex

Auf unserem Testgerät kam noch die veraltete Android-Version 4.2.2 zum Einsatz, bis zum Ende der Testphase ließ sich das in Korea offenbar schon verteilte Update auf die aktuelle Android-Iteration 4.4.2 nicht blicken. Soll heißen: Wir haben es hier – noch – mit einem Featureset zu tun, das dem Stand des Android-OS von Mitte Februar 2013 entspricht. Immerhin wird die Software von LG um jede Menge Funktionalität erweitert. Bedeutet: Der Software-Stand des LG G2 wird hier nicht nur erreicht, sondern gar noch übertrumpft.

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Vorinstallierte LG-Apps (v.l.): Kalender, Backup, Notebook

Wie wir in der androidnext-Redaktion zum Thema Featuritis stehen, ist bekannt: Ein Android-Gerät sollte unserer Auffassung nach mit einem gesunden Grundstock an Software und Funktionalität ausgestattet sein, aber mit Augenmaß. Maßstab sind dabei die Kunden: Ein noch so tolles Feature, das aber lediglich von 10 Prozent aller Nutzer eines Gerätes verwendet wird, führt in der Tendenz zu Verwirrung und Überforderung der übrigen Nutzer, zehrt überflüssig an Systemressourcen und sollte lieber in externe Apps ausgelagert werden. Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass mancher das anders sieht und hier auch kulturelle eine Rolle spielen; wir glauben aber, dass für den Otto-Normal-Verbraucher eine Geräte-Software optimal ist, die etwa dem Stand von Stock-Android (okay, abzüglich solcher Spielereien wie Daydreams und Lockscreen Widgets) entspricht.

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Vorinstallierte LG-Apps (v.l.): Sprach-Memo, Uhr/Wecker, der Sprachassistent Voice Mate

Eine kurze Auflistung der Apps, die LG auf seinem Gerät vorinstalliert: Eine Aufgaben-Verwaltung, den Client für den Cloudspeicher-Dienst Box, zwei Notizen-Apps, einen Office Viewer, eine eigene Übersetzungs-App, eine Fernbedienungs-App, ein Mediencenter, eine Software-Tastatur (mit der unheimlich nervigen Eigenschaft, die Position der Satzzeichen erratisch zu vertauschen), ein Backup-Tool, eine Radio-App, ein Taschenrechner, eine Fernwartungs-App, eine Notfall-App, einen App-Empfehlungs-App, eine Diktaphon-App, ein Assistent zum Dokumentieren wichtiger Lebensereignisse über soziale Netzwerke, ein Sprachassistent, der nur Englisch spricht, eine Wetter-App und ein Wörterbuch. Dazu die obligatorischen Google-Apps wie Chrome Maps, Play Store und Gmail sowie überarbeitete Versionen der AOSP-Apps, etwa für SMS, MP3-Player E-Mail, Kontakte, Kalender und (Stock-) Browser. Insbesondere letztere sind nicht sonderlich hübsch, vor allem schwarz und grau, gestaltet. Unter dem Strich hätten wir uns gewünscht, dass LG ein wenig zurückhaltender gewesen wäre, was die vorinstallierten Apps angeht.

Auch bezüglich weiterer Funktionalität klotzt LG richtig ran. Das vierseitige Einstellungsmenü enthält erhebliche Möglichkeiten zur Anpassung des Smartphones. Einige davon sind sehr sinnvoll, so kann man etwa die Software-Buttons mit einer gut versteckten Einstellung per Wischbewegung links oder rechtsbündig statt zentral platzieren lassen (EinstellungenAllgemeinEinhandbedienungÜber die vorderen Touch-Buttons wischen). Mit einer weiteren Option (EinstellungenNetzwerkeTeilen & VerbindenDrahtlose Freigabe) ist es möglich, auf den Speicher des Geräts per SMB-Protokoll über einen PC im selben Netzwerk zuzugreifen. Gut gefallen hat uns auch, dass man in Screenshots auf Wunsch die unnötigen Software-Tasten abschneiden kann.

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Links das Theme „LG“, rechts „Flex“

Daneben hat LG eine Theming-Engine installiert, mit der man die Optik des Gerätes über vorgefasste Themen verändern kann, inklusive Lockscreen der Icons für die vorinstallierten Apps – es sind allerdings nur zwei davon vorinstalliert, weitere sind derzeit noch nicht zu haben. Überdies sind auch die Software-Buttons in der Navigation Bar umfassend in Position und Gestaltung anpassbar. Was nicht geht ist freilich, den Menü-Button loszuwerden – LG hat sich auch beim LG G Flex mit Android 4.2 noch nicht dazu durchringen können, den Google-Empfehlungen zu folgen und statt der obsoleten Menütaste den Overflow-Button in Apps anzuzeigen – dies wird mutmaßlich erst das Android 4.4-Update ändern.

LG verwendet in der Benachrichtigungsleiste nicht das von Google präferierte „Zwei-Finger-Menü“ für Schnelleinstellungen. Stattdessen finden sich die Quick-Buttons als horizontale, durchscrollbare Leiste. Das ist aber noch nicht alles: Direkt darunter erhält der Nutzer Zugriff auf Regler für Lautstärke und Displayhelligkeit, optional kann er auch zusätzliche QSlide-Apps anzeigen lassen, die als Hover-Fenster über dem aktuellen Bildschirminhalt angezeigt werden, sowie die so genannte Quick Remote, eine Fernbedienungs-App – die letzten beiden sind optional zuschaltbar. Sind all diese Optionen aktiv, muss man, wie schon beim LG G2, komplett herunterscrollen, um die eigentlichen Benachrichtigungen zu sehen. Bei der Benachrichtigungsleiste fehlt leider die Option sie durch Berührung an einer freien Stelle wieder nach oben zu ziehen – unkomfortabel.

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Gelungen ist hingegen das Einstellungsmenü. Alle Optionen sind in vier Reitern angeordnet: Netzwerke, Klang, Anzeige und Allgemein. Zwischen den Reitern kann man mit horizontalen Wischbewegungen hin- und herwechseln. Die Kategorisierung der Optionen mag nicht der Weisheit letzter Schluss sein, übersichtlicher als bei Samsung – und dankenswerterweise horizontal durchwischbar – ist das „proppenvolle“ Einstellungsmenü in jedem Fall. Wo wir beim Thema Klang sind: Die Trällereien der Wiener Sängerknaben als Standardweise für Klingelton und Benachrichtigung („Life is Good“) sind wie schon beim G2 anstrengend – LG sollte sich endlich dazu aufraffen, ein wenig dezentere Standardklingeltöne zu wählen.

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App-Drawer und Homescreen erinnern in weiten Teilen an Samsung TouchWiz UI. Mit einem Langdruck auf eine freie Stelle des Homescreens erhält man jedoch eine einfache Möglichkeit, weitere Elemente wie App-Icons und Widgets zum Homescreen hinzuzufügen – vergleichbar zum Menü, das beim Google Now-Launcher beispielsweise auf dem Nexus 5 erscheint. Insgesamt ist der Launcher bei LG etwas flexibler und anpassbarer als bei Samsung – sieht aber noch inkonsistenter aus.

Lobend erwähnt werden soll, dass LG mit seiner KnockOn-Funktion eine höchst hilfreiche Option mitliefert. Mit einem Doppeltap auf den deaktivierten Bildschirm springt dieser an, tappt man doppelt auf eine leere Stelle am Homescreen oder dem Lockscreen, wird das Display umgehend ausgeschaltet. Die Geste reagiert nicht ganz so präzise wie beispielsweise beim HTC One (M8), aber zuverlässig genug, um eine echte Verbesserung zu sein.

Im Fazit kann man sagen, dass das LG G Flex im Auslieferungszustand zwar Software-seitig gut ausgestattet ist, aber dass viele der Anwendungen, die LG mitliefert, für die meisten Nutzer unnötig sind und bessere Pendants im Play Store haben. Unterschiedliche Apps für dieselben Funktionen und die Notwendigkeit, sich das Gerät erst einmal „gesund“ zu konfigurieren, in Kombination mit der verhältnismäßig alten Android-Version zeichnen ein durchwachsenes Gesamtbild.


Performance

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Auf dem Papier ist das LG G Flex technisch gut ausgestattet: Ein Snapdragon 800 mit 4 CPU-Kernen á 2,26 GHz, flotter Adreno 330-GPU und 2 GB RAM bürgen für ein High End-Gerät mit viel Potential. Da das Gerät zudem nur ein 720p-Display besitzt, sollte man meinen, das Gerät liefe durchgehend flüssig. Ganz so ist es dann aber doch nicht. In unserem Testzeitraum erwies sich, dass das Gerät offensichtlich von seiner veralteten, überladenen und möglicherweise auch nicht optimal programmierten Software ausgebremst wird. In der Regel ist der Wechsel zwischen Homescreens zwar flüssig, gerade bei den ersten Transitionen nach einem Neustart ruckelt aber beispielsweise der App-Drawer deutlich. Auch der (unnötig) effektreiche Lockscreen ruckelt mitunter deutlich vor sich hin. Insbesondere im direkten Vergleich mit KitKat-Geräten wie dem Nexus 5 oder dem Samsung Galaxy Note 3 fällt das auf, wenngleich der Sachverhalt im Alltag zumeist ohne Belang ist. Sieht man mal von Spielen ab.

In „Flappy Bird“ führten die kurzen Ruckler von einigen Millisekunden regelmäßig zum frühzeitigen Tod des Hüpfvogels. Auch in Riptide GP2 kam es immer wieder zu winzigen Störungen. Bei Games, in denen es auf millisekundengenaue Reaktionen ankommt, kann das spielentscheidend sein. Von diesen kleinen Ärgernissen, die hoffentlich mit künftigen Software-Updates entfernt werden, macht das LG G Flex in Sachen Leistung aber eine gute Figur. Als Beleg ziehen wir einige aktuelle Benchmarks zu ungefähren Einordnung heran. Zu beachten ist in dem Zusammenhang, dass insbesondere die Benchmark-Manipulationen vieler Smartphone-Hersteller in den vergangenen Monaten die ohnehin zweifelhafte Aussagekraft von Benchmarks weiter in Mitleidenschaft gezogen haben. Benchmarks sind, wenn überhaupt, stets nur ein Teil des Mosaiks zur Leistungseinschätzung eines Smartphones.

Benchmark-Ergebnisse

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  • CF-Bench (native): 39885
  • CF-Bench (Java): 36298
  • CF-Bench (Overall): 37732
  • AnTuTu (gesamt): 33988
  • GFXBenchmark T-Rex (offscreen): 1138 / 20,3 FPS
  • GFXBenchmark 1080p ALU (offscreen): 6528 / 108,8 FPS
  • GFXBenchmark 1080p Alpha Blending (offscreen): 7074 MB/s
  • GFXBenchmark Fill (offscreen): 2857 MTexel/s

Die Hardware im LG G Flex entspricht dem de facto-Standard in der Oberklasse seit rund einem Dreivierteljahr, der verbaute Snapdragon 800 hat seitdem mit dem Snapdragon 801 nur ein Update erhalten, das kaum nennenswert ist. So enthalten dann auch die Benchmarks keine Überraschungen. Unterm Strich lässt sich festhalten, dass das LG G Flex ein hohes Leistungslevel aufweist, aber gelegentlich von der Software ausgebremst wird.

Konnektivität und Speicher

Da im Herzen des LG G Flex der Snapdragon 800 von Qualcomm tickt, gibt es hier keine Überraschungen zu vermelden: WLAN bis zum ac-Standard, LTE bis 150 MBit/s, ein gutes GPS und so fort – alle erdenklichen Standards werden erfüllt und bieten keinerlei Grund zur Beanstandung. Darüber hinaus verfügt das LG G Flex über NFC und eine Infrarot-Schnittstelle zur Steuerung von TV-Geräten und einigen Home-Entertainment-Anlagen über eine mitgelieferte Software. Der microUSB-Port unterstützt schnelle Datenübertragungen per USB 3.0, auch der Anschluss von Geräten per USB Host/OTG ist problemlos möglich (getestet mit einem USB-Stick und einer Maus). Alle relevanten Sensoren sind verbaut. Auch wenn es in Android 4.2 noch nicht nativ integriert war, unterstützt das LG G Flex auch den Strom sparenden Bluetooth 4.0 LE-Standard. Die Unterstützung von Streaming-Services per Miracast und DLNA sowie LGs proprietäres SmartShare-Protokoll, WiFi-Direct und die bereits oben erwähnte Freigabe von Daten per SMB-Share machen das LG G Flex zu einem wahren Konnektivitätsmonster.

Das LG G Flex besitzt 32 GB Speicher, von denen bei Inbetriebnahme rund 24 GB zur Verfügung stehen. Dies sollte eine für die meisten Nutzer hinreichende Menge sein, um Videos, größere Games und/oder umfangreiche Musiksammlungen mit sich zu tragen. Angesichts dieser Speicherausstattung ist das Fehlen eines microSD-Kartenslots zwar noch ein Manko, aber ein durchaus verschmerzbares.

Telefonie und Audio

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Beim Telefonieren konnten wir keinerlei Störungen oder Ausfälle beobachten. Gespräche waren glasklar und wiesen keine Störungen oder Interferenzen auf. Der Mono-Lautsprecher an der Geräterückseite bietet allerdings Anlass zur Kritik. Freisprechen ist damit möglich, allerdings aufgrund der Sprachqualität etwas eingeschränkt.

LG-G-Flex-Lautsprecher

Der Lautsprecher klingt bei höheren Lautstärken vergleichsweise blechern und schrill, was sicherlich der Bauform des Gerätes und der Lautsprecher-Positionierung geschuldet ist. Natürlich kann man vom LG G Flex keine Klangwunder wie in HTCs One-Serie erwarten, aber auch das Galaxy Note 3 klingt beispielsweise erheblich besser. Entsprechend empfehlen wir auch für den Konsum von Videos, Musik und Filmen, Kopfhörer zu verwenden.

Akku und Alltag

Der 3.500 mAh-Akku des LG G Flex reicht völlig aus, um auch stressige Arbeitstage zu überstehen. Im Standby verbraucht das Gerät nur lediglich 1 Prozent der Akkuladung in der Stunde, mit aktivem Display ist die Ausdauer recht stark abhängig von der eingestellten Displayhelligkeit. Sofern man diese auf ein vernünftiges Niveau herabregelt, sollte man mit dem Gerät problemlos über den Tag kommen und selbst längere Spielesitzungen überstehen können. Im Testeinsatz kam das LG G Flex problemlos mit zahlreichen Synchronisierungsdiensten, Foto- und Video-Backups per Dropbox und diversen Foto- wie Videoaufnahmen auf Laufzeiten von mehr als 24 Stunden. Nicht ganz so gut wie das LG G2, aber trotzdem weit vorne dabei.

Ansonsten gestaltet sich der Alltag mit dem LG G Flex mitunter kompliziert. Da ist zum einen das Format, welches das Gerät aus den meisten Hosentaschen herausragen lässt und die einhändige Bedienung praktisch unmöglich macht. Zum anderen das extrem glatte Gehäuse, das insbesondere beim Telefonieren schnell zu stören beginnt.

Fazit

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Mag sein, dass das LG G Flex auf dem Papier einige innovative Features mitbringt. Allein die Trümpfe stechen nicht, dazu hat LG das G Flex an den Bedürfnissen der meisten Nutzer vorbei konzipiert. Den meisten ist ein scharfes Display wichtiger als ein gebogenes. Sie wollen lieber ein Gerät mit einer Oberfläche, die sich gut anfühlt statt einer, die mit esoterischen Selbstheilungseffekten ausgestattet ist und in der Praxis nur eingeschränkt funktionieren. Sie wollen ein High End-Gerät und keine Machbarkeitsstudie. Das soll überhaupt nicht heißen, dass das LG G Flex ein schlechtes Gerät wäre. Nur muss LG noch ein wenig Arbeit investieren, damit die Gesellschaft ein so gebogenes Smartphone zu akzeptieren bereit ist. 5 Zoll, Full HD, keine so glatte Rückseite und eine reduziertere, aktuellere Software – dann können wir weiterreden.

Unsere Wertung zum LG G Flex

  • Display: 2/5
  • Verarbeitung, Haptik und Design: 3/5
  • Kamera: 3/5
  • Software: 3/5
  • Performance: 5/5
  • Telefonie und Audio: 4r/5
  • Konnektivität und Speicher: 5/5
  • Akku und Alltagstauglichkeit: 3/5

Gesamt: 3,5/5

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Pro

  • Erstes Gerät mit gebogenem Display
  • Hohe Performance
  • Alle wichtigen Sensoren und Standards unterstützt

Contra

  • Display unscharf und mit Ghosting
  • Glatte Rückseite
  • Aufgrund der Größe unhandlich

Galerie zum LG G Flex

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