Maze Alpha im Test: Randlos, günstig und ziemlich riesig

Tuan Le

Das Unternehmen Maze ist neu auf dem Markt und hat mit dem Alpha-Smartphone gleich ein ziemlich extravagantes Gerät am Start. Optisch erinnert es stark an das Xiaomi Mi Mix, schlägt aber mit einem Preis ab 199 Euro den chinesischen Rivalen deutlich beim Kostenpunkt. Dennoch wirkt das Maze Alpha sehr hochwertig und gut verarbeitet  wo hat man also den Rotstift angesetzt?

Maze Alpha im Test: Randlos, günstig und ziemlich riesig

Unser Urteil: Wer die überaus wuchtigen Ausmaße und die eher mäßige Kamera in Kauf nehmen kann, bekommt mit dem Maze Alpha ein außergewöhnlich aussehendes Smartphone. In den restlichen Disziplinen wie Ausdauer, Performance und Verarbeitung ergattert das Alpha durchweg eine solide Bewertung und auch das Preis-Leistungsverhältnis ist überzeugend.

Maze Alpha: Technische Daten im Überblick

Display 6 Zoll, Full-HD-IPS
Maße 159,8 x 82,5 x 8,1 mm
Gewicht 225 Gramm
CPU Octa-Core,MediaTek Helio P25 MT6757
GPU ARM Mali-T880 MP2, 900 MHz, 2-Cores
Arbeitsspeicher 4 bzw. 6 GB RAM
Speicher 64 GB + microSD-Slot
Rückkamera 13 + 5 MP Dual-Kamera mit f/2.2-Linse
Frontkamera 5 MP
Akku 4.000 mAh, Pump Express
Software Android 7.0
Konnektivität LTE (Band 20), WLAN a/b/g/n/ac, NFC, USB-C, Bluetooth 4.2.
Besonderheiten Fingerabdruckscanner, randloses Display
Farben Schwarz
Preis (UVP) ,
Produktseite des Herstellers http://www.mazemobile.com/maze-alpha.html

Design und Verarbeitung: Nicht originell, aber ordentlich

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Auf dem ersten Blick wird man dem Maze Alpha die Ähnlichkeit zum Xiaomi Mi Mix kaum absprechen können. Im Prinzip hat sich auch Maze dazu entschlossen, den oberen Displayrand weitestgehend zu entfernen und den so genannten Bezel unterhalb des Bildschirms zu konzentrieren. Das Resultat: Während das Gerät links, rechts und oben einen recht schlanken Bezel besitzt, fällt der schwarze Balken unter dem Display außerordentlich groß aus. Auffällig ist außerdem, dass der obere Rand zwar sehr schlank, aber nicht so dünn wie der Rahmen links und rechts ist. Für den einen oder anderen Design-Enthusiasten dürfte dies ein absolutes No-Go sein.

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Haptisch erinnert das Maze Alpha dagegen an Sony-Geräte mit dem eckigen Design und dem breiten Metallrahmen. Per se schlecht ist das keineswegs, die monströsen Ausmaße und vor allem das hohe Gewicht von satten 225 Gramm sorgen aber für ein etwas beschwerliches Handling. Eine Einhandbedienung ist im Grunde genommen völlig ausgeschlossen, selbst im Vergleich mit anderen Phablets wie dem iPhone 7 Plus, dem Huawei Mate 9 oder Samsung Galaxy Note 8 wirkt das Maze Alpha wie ein regelrechter Koloss.

Bildergalerie Maze Alpha

Dafür ist die Verarbeitung jedoch außerordentlich gut, gerade in Anbetracht des geringen Preises. Nichts knarzt oder wackelt, die Tasten besitzen einen ordentlichen Druckpunkt und die Anmutung ist aufgrund der Materialwahl von Gorilla-Glas-4 und einer speziellen Zinklegierung außerordentlich robust. Wer sich mit der Übergröße anfreunden kann oder diese gar als Vorteil betrachtet, wird das Maze Alpha mit dem mattschwarzen Rahmen vielleicht sogar schick finden. Es erinnert aber trotz der Farbgebung weniger an einen schnittigen Kampfjet, sondern eher einen sowjetischen Panzer und kommt nicht an die Eleganz des Xiaomi Mi Mix heran.

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