Die Akkulaufzeit ist vielleicht nicht das erste Merkmal, das Hersteller nutzen, um Kundschaft zu werben und Einheiten zu verkaufen. Dennoch hat wohl niemand Lust, mehrmals am Tag mit dem eigenen Smartphone zur Steckdose rennen zu müssen. Beim anstehenden Moto Z2 Play würde Lenovo offenbar aber genau das billigend in Kauf nehmen.

Wegen dünnerem Gehäuse: Moto Z2 Play spart am Akku
Bildquelle: technobuffalo.com

Das Moto Z Play des vergangenen Jahres ist kein perfektes Smartphone, dennoch avancierte es zur Allround-Empfehlung mit einem Highlight: Die Akkulaufzeit des Mittelklassgeräts ist superb – das bescheinigt auch unser Testbericht. Vor allem in Hinblick auf die Modularität sowie die schmale Bauweise erreichte das Moto Z Play beeindruckende Laufzeiten. Mit 7 Millimetern gehört es schön zu den dünneren Smartphones auf dem Markt, doch Lenovo ist das noch nicht genug.

Moto Z2 Play nur 6 Millimeter dünn

Der Nachfolger soll die Schlankheitskur fortsetzen und noch mal spürbar schmaler werden. So berichtet es zumindest Evan Blass, besser bekannt als @evleaks, bei Venture Beat. Prinzipiell ist das zwar nicht schlecht, doch Lenovo muss für die nunmehr 6 Millimeter tiefe Bauweise auch den Akku proportional verkleinern. Von den 3.510 mAh des Moto Z Play, die so zu beeindrucken wussten, bleiben nur 3.000 mAh übrig. Die vom Hersteller ausgegebene Nutzungszeit schrumpft damit von 50 Stunden auf 30 Stunden beim Moto Z2 Play.

Moto Mods: Erweiterungsmodule für Moto Z und Moto Z Play im Hands-On
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Spielend auf zwei Tage Laufzeit zu kommen dürfte damit wohl nicht mehr drin sein. Zumindest nicht ohne Moto Mod mit Zusatzakku. Das könnte dazu führen, dass sich die beiden Geschwister gegenseitig kannibalisieren: Das Moto Z Play ist mittlerweile schon ab rund 330 Euro oder gelegentlich sogar weniger zu haben.

Moto Z2 Play: Technische Daten leicht aufgewertet

Natürlich wird das neue Moto Z2 Play einige Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger besitzen, so ist es nicht. Diese sind zumindest auf der technischen Seite aber marginal: Aus dem Snapdragon 625 wird der Snapdragon 626 mit einer um rund 200 MHz auf 2,2 GHz angestiegenen Taktrate. Die Speichereinheiten wachsen von 3 GB RAM und 32 GB Datenspeicher auf 4 GB RAM und 64 GB Datenspeicher an. Derweil bleibt das Display aber mehr oder weniger unverändert: Die Eckdaten sind laut @evleaks weiterhin 5,5 Zoll und Full-HD-Auflösung.

Bei der Kamera macht Lenovo offenbar auch nominelle Abstriche, will damit aber die Bildqualität verbessern. Die 16 MP des Moto Z Play waren ordentlich, mit 12 MP, einer f/1.7-Blende und Dual-Autofokus-Pixeln verspricht der Hersteller sich vor allem bessere Aufnahmen unter suboptimalen Lichtbedingungen – einer der wenigen Kritikpunkte des Z Play. Die Frage ist nur, ob Lenovo das Augenmerk der Kritik nicht einfach von der Kamera zum Akku verschiebt. Für reguläre und nicht zu CPU-intensive Alltagsnutzung sollte das Moto Z2 Play zwar weiterhin ausreichen, dennoch dürfte sicherlich der ein oder andere ehemalige Z-Play-Besitzer infolge von Gewohnheit auf ein Akkupack zurückgreifen müssen.

Das Moto Z2 Play wird voraussichtlich in den nächsten Wochen vorgestellt. Es erscheint dem Vernehmen nach in den Farben Grau und Gold – letztere Ausführung zeigt bereits ein durchgesickertes Pressebild. Die Moto Mods werden weiterhin unterstützt.

Quelle: Venture Beats

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