Nexus 4: Mein Setup nach 6 Tagen

Steffen Pochanke
12

Letzten Samstag ist es auch bei mir soweit gewesen: Das Nexus 4 hat endlich den Weg zu mir nach Hause gefunden. Da das Gerät es immer wieder in die News schafft und noch nicht jeder eines bekommen hat, möchte ich Euch heute zeigen, was ich damit bisher angestellt habe.

Nexus 4: Mein Setup nach 6 Tagen

Als ich also Samstag nach zweistündiger Uniklausur nach Hause kam und der Postbote mir das lange ersehnte Paket überreichte, ging es los: Karton aufmachen, Gerät auspacken, anmachen. Beim Anblick des Einrichtungsassistenten fiel es mir dann ein: Der Bootloader ist noch geschlossen und Unlocken löscht alle Benutzerdaten. Also: sofort wieder ausgeschaltet und das Nexus 4 Toolkit gestartet.

Mit Root, Custom-Recovery und offenem Bootloader ging es dann in die erste richtige Systemeinrichtung. Etwas drastisch vielleicht, wenn man bedenkt, dass ich das Gerät somit nie im Auslieferungszustand benutzt habe. Aber die Aktion war durchaus zielführend. Nach jahrelangem Kampf mit Motorola Soft- und Hardware war das ein befriedigender Genuss.

Auch ansonsten bereue ich den Schritt von Motorola zu LG bisher nicht. Die Hardware fühlt sich wertig an und die Software kommt ohne Bloatware. Sogar eine Schutzfolie auf Vorder- und Rückseite ist im Lieferumfang dabei. Top.

Genug Standard, jetzt geht’s an das Modden

Die ROM

Stock-Android schön und gut, Nexus-Geräte sind aber bekannt für ihren äußerst guten Custom-Rom-Support. Für mich kommt dabei momentan nur AOKP (Android Open Kang Project) in Frage. Die Custom-ROM, die von einigen sehr guten und kreativen Entwicklern gemacht wird, basiert auf Android 4.2.1 und ist bereits weitaus weiter als CyanogenMod 10.1 in Bezug auf Features und Stabilität.

Zu einigen der Features zählen:

  • Theme-Support
  • anpassbares Quick-Toggles-Panel
  • Konfigurierbarkeit der Buttons in der Navigationsleiste
  • Kill-All-Button und RAM-Bar im App-Switcher
  • Performance-Control-App, um Deep-Sleep und Kernel-Verhalten des Systems zu überwachen
  • Erstellung persönlicher Notification-LED-Einstellungen und Vibrationsmuster
  • eigener Notification-Panel-Hintergrund
  • bei der Eingabe von Text erscheinen zur leichteren Navigation Pfeile links und rechts in der Navbar
  • uvm.

Bildergalerie AOKP 4.2.1

Es gibt noch zahlreiche weitere Features und viele Kleinigkeiten, die dafür sorgen, dass die Nutzung der ROM Spaß macht. Es handelt sich bei der ROM noch um kein offizielles Release des Teams, sondern um ein Nightly Build, das dazu dient, zu testen, wie das System läuft. Und bisher läuft es wirklich gut.

Download der ROM

Der Kernel

Da es so einfach ist, mit der Software eines Nexus-Gerätes herumzuspielen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten dazu. Eine weitere ist der Android-Kernel, sozusagen der Vermittler zwischen der Hard- und Software des Smartphones. Hier muss wirklich aufgepasst werden, dass man nichts installiert, was die Hardware schädigen könnte. Glücklicherweise gibt es einige Kernel-Entwickler, denen man vertrauen kann (Bricked, Faux und Franco Kernel).

Ich persönlich habe mich für den Faux-Kernel entschieden, da ich bereits in der Vergangenheit viel Gutes über die Kernel des amerikanischen Entwicklers gehört habe. Soweit bin ich bis auf gelegentliche Wärmeentwicklung zufrieden. Sobald es aber den Bricked-Kernel in einer stabilen Fassung für das N4 geben wird, werde ich umsteigen, da dieser sich dem Wärmeproblem annehmen soll.

Der Vorteil eines Custom-Kernels ist ganz klar die starke Anpassbarkeit. Kernel-Hacker passen unter anderem Vorschriften dafür, wie der Kernel die CPU regelt, sogenannte Governors, an. Damit lässt sich im besten Fall sowohl die Leistung steigern, als auch die Akkulaufzeit verlängern, indem die CPU intelligent nach Bedarf getaktet wird.

Die Mods

Bisher (nach 6 Tagen) habe ich nur einen Mod genutzt. Und zwar das Downgrade des Touchscreen-Treibers, über das Jens schon einmal berichtet hat. Vor dem Mod reagierte das Gerät beim Schreiben erst nach wesentlich mehr Druck als danach. Für mich ist die höhere Displayempfindlichkeit klasse.

Unter Umständen werde ich mich noch an den Video-Mod wagen, der die Videoqualität von Kameraaufnahmen verbessern soll.

Das Theme

Viele Custom-Roms unterstützen Themes. Davon gibt es zahlreiche, viele kostenlos. Mein Favorit ist MattedBlues. Oben auf den Bildern der AOKP-Rom könnt Ihr weitere Details des Themes erkennen.

Das Uhrenwidget ist in den HD Widgets enthalten.

Die Icons

Launcher wie Nova oder Apex bieten die Möglichkeit, Icon Packs anzuwenden, um die Homescreens und den Drawer etwas einheitlicher wirken zu lassen. Mein genutztes Icon Pack im Nova Launcher Prime ist Tersus von Kovdev.

 

 

Wie sieht es bei Euch aus?

Postet Euer Setup einfach auf unseren Facebook- und G+-Seiten und wir tragen die besten in einer News zusammen.

Weitere Themen: LG

Neue Artikel von GIGA ANDROID

GIGA Marktplatz
}); });