OnePlus 5 im Test: Inspiration auf die Spitze getrieben

Peter Hryciuk
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Da ist es: Das OnePlus 5 im Test. Noch vor der offiziellen Präsentation hatten wir die Möglichkeit, das neue Flaggschiff-Smartphone ausgiebig zu testen. Die Erwartungen sind groß, die Teaser der letzten Wochen heiß diskutiert – jetzt zählen nur noch die Fakten und unsere Erkenntnisse. Was taugt das OnePlus 5 also wirklich? Und ist es den nun höheren Preis überhaupt noch wert? Das und vieles mehr beantworten wir euch jetzt im Testbericht zum OnePlus 5.

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OnePlus 5 im Test

Als Nutzer des OnePlus 3 war ich natürlich besonders gespannt auf das OnePlus 5. Das OnePlus 3T habe ich übersprungen, das hatte für mich keinen Mehrwert. Das OnePlus 5 ist anders, das sieht man schon auf den ersten Blick. Das Design ähnelt dem des iPhone 7 Plus, das ist unbestreitbar. Möchte man also wirklich ein Android-Smartphone im iPhone-Design? Ganz so schlimm ist es dann doch nicht, denn das Aussehen wirkt etwas kantiger.

Das OnePlus 5 ist trotz gleichgroßem Display kompakter als das Apple-Vorbild gebaut, minimal dünner und besitzt einen größeren Akku. Der größte Unterschied liegt aber im Preis. Wie schon bei den Vorgängern bekommt man viel Hardware zu einem guten Kurs – auch wenn der Preis im Vergleich zum Vorgänger wieder gestiegen ist. Ob uns das OnePlus 5 wirklich überzeugen konnte, verraten wir euch in unserem umfangreichen OnePlus-5-Test.

OnePlus 5 im Test: Inhaltsverzeichnis

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OnePlus 5 im Test: Das Design

Das OnePlus 5 sieht auf den ersten Blick aus wie ein iPhone 7 Plus – zumindest von der Rückseite. Die Antennenstreifen verlaufen am Rand entlang, die Dual-Kamera und das OnePlus-Logo sitzen an der gleichen Stelle wie beim Apple-Smartphone. Der Dual-LED-Blitz ist daneben platziert und besitzt eine runde Form. Die Inspiration kommt auch von Apple, das hat das Unternehmen in einem Making-of-Video gestern erst bestätigt. Es wäre laut OnePlus nämlich gar nicht so leicht, eine Dual-Kamera in ein Smartphone zu verbauen, ohne dass es schlecht aussieht. Weiterhin braucht man für eine Dual-Kamera deutlich mehr Platz und dort scheint aktuell die beste Position zu sein. Da hat Apple laut OnePlus Pionierarbeit geleistet. Schaut man sich das Smartphone nämlich genauer an und nimmt es das erste Mal in die Hand, sind die Unterschiede schon deutlicher sicht- und spürbar.

Der Rahmen des OnePlus 5 besitzt nämlich eine Kante. Diese schafft einen optischen Unterschied zum iPhone 7 Plus, verschlechtert aber auch das Handling. Das Smartphone liegt nicht so angenehm in der Hand wie das iPhone 7 Plus oder das OnePlus 3T. Beide Modelle besitzen nämlich einen abgerundeten Rahmen, der schon beim Erstkontakt angenehmer wirkt. Verbessern kann man das Handling etwas mit den optional erhältlichen Covern.

Unserem Testgerät lagen vier Cover bei, die aus unterschiedlichen Materialen gefertigt sind und sich auch in der Funktion unterscheiden.

  • Das OnePlus 5 „Karbon Bumper Case“ hat einen zusätzlichen Rand aus Gummi und eine Rückseite aus Kohlefaser. Es schützt das komplette Smartphone – bis auf das Display. Die Tasten sind verdeckt und müssen durch das Gummi betätigt werden. Der Schieberegler liegt frei, genau wie der Lautsprecher, Kopfhöreranschluss und USB-Typ-C-Port. Damit ist das Smartphone deutlich dicker und schwerer, wird aber besser geschützt. Der Preis liegt bei 31,95 Euro.
  • Das OnePlus 5 „Protective Case“ gibt es in vier Ausführungen. Einmal in „Rosewood“, „Ebony Wood“, „Karbon“ und dem klassischen „Sandstone“. Dieses Cover ähnelt den Modellen des Vorgängers, denn es handelt sich um eine dünne Hülle, die in erster Linie die Optik ändert. Die Preise liegen bei jeweils 26,95 Euro, das Modell in Sandstone kostet 21,95 Euro.

Die Cover schützen das Gehäuse des OnePlus 5, das komplett aus Aluminium gefertigt und wie schon bei den Vorgängern hervorragend verarbeitet ist. Die Spaltmaße, Druckpunkte der Tasten und Übergänge zwischen den verschiedenen Materialien sind perfekt gelungen. Dafür gebührt OnePlus definitiv Respekt. Die matte Oberfläche ist relativ unempfindlich für Fingerabdrücke. Sollten doch Schmutzpartikel anhaften, lassen sich diese einfach entfernen. Gleiches gilt für das Display.

Der Lieferumfang bleibt hingegen mau. Neben dem OnePlus 5 selbst werden noch der Dash-Charge-Ladeadapter und ein USB-Typ-C-Kabel beigelegt.

OnePlus 5: Die Konfigurationen

Das OnePlus 5 wird in den Farben „Midnight Black“ und „Slate Gray“ angeboten. Unser Testgerät kommt in „Midnight Black“. Die Konfigurationen und Preise sehen wie folgt aus:

  • 6 GB RAM und 64 GB interner Speicher für 499 Euro
  • 8 GB RAM und 128 GB interner Speicher für 559 Euro
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OnePlus 5 - Dual Camera. Clearer Photos

Der Verkauf startet am 27. Juni auf der Webseite von OnePlus – also genau eine Woche nach der Vorstellung. Der Dieses Mal ist der Anreiz, sich die bessere Konfiguration zu kaufen, noch größer. Dort gibt es nicht nur den doppelten Speicher, sondern auch 2 GB mehr Arbeitsspeicher. Uns wurde das Topmodell zur Verfügung gestellt. Für den Nutzer stehen bei der 128-GB-Version 111 GB freier Speicher zur Verfügung.

Bildergalerie OnePlus 5 im Test

Das OnePlus 5 erreicht aber nun auch Preisregionen, von denen das Samsung Galaxy S8 auch nicht weit entfernt ist. Der Preis des Samsung-Smartphones sinkt fast täglich, während OnePlus den Preis für das OnePlus 5 diktiert und auch durch einen direkten Verkauf im Onlineshop nicht im freien Handel sinken lässt. Das OnePlus 5 wird also bis zum Nachfolger bei diesem Preis bleiben, während die Konkurrenz immer günstiger wird.

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OnePlus 5
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90 von 100 Punkten
(20. Juni 2017)

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