Nach Aus für Project Ara: Phoneblocks will nicht aufgeben

Thomas Lumesberger
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Mit der Unterstützung von Google hatte das Team von Phonebloks rund um Dave Hakkens eine realistische Chance auf eine erfolgreiche Umsetzung eines modularen Smartphones. Da Google aber ausgestiegen ist, hat das Projekt einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Trotzdem will das Team nicht aufgeben und hält an dem Konzept fest.

Nach Aus für Project Ara: Phoneblocks will nicht aufgeben

Phonebloks: Vision vom modularen Smartphone

Phonebloks hat von Beginn an ein interessantes Konzept verfolgt. Die Vorstellung das Smartphone mit Modulen an die entsprechende Lebenssituation anpassen zu können, fasziniert einfach und könnte die gesamte Branche revolutionieren. Allzu einfach scheint das Ganze aber nicht umsetzbar zu sein, denn der riesige US-Konzern Google hat sich nach einem jahrelangen Bündnis mit Phonebloks von Project Ara verabschiedet. Damit haben sich die Chancen für das Start-Up, das Baukasten-Smartphone Wirklichkeit werden zu lassen, enorm geschmälert.

Trotzdem gibt das Team um Dave Hakkens nicht auf und versucht im Moment neue Partner zu finden, die mehr Weitsicht mitbringen als Google. Kurz nach der Veröffentlichung des Statements von Google, dass Project Ara beendet sei, zeigte sich der Phonebloks-Gründer betroffen und übte auch ein wenig Kritik an dem Suchmaschinengiganten. Das modulare Smartphone sei kein Projekt, welches man in zwei Jahren durchzieht und auf den Markt bringt, so Hakkens.

Viele Probleme bei modularen Smartphones

Alleine ist Phonebloks nicht. Schon mehrere Projekte, beispielsweise auf Kickstarter oder Indiegogo, haben den modularen Ansatz ausprobiert und sind gescheitert. Die Theorie hört sich enorm genial an, allerdings scheint es an der praktischen Umsetzung zu hapern. Immer wieder stoßen die Hersteller auf neue Probleme, die es zu lösen gilt. Teilweise sind diese aber so komplex, dass viele den Mut verlieren und die Projekte einstampfen. Vielleicht ist die Zeit einfach noch nicht reif für ein vollständig modulares Smartphone. Schließlich hat auch Google das Handtuch geworfen und das bedeutet schon was.

Den Ansatz des modularen Handys haben bereits LG mit dem LG G5 oder Motorola mit dem Moto Z umgesetzt und gezeigt, dass sich zumindest einzelne Komponenten austauschen lassen. Auch wenn der Ansatz von LG komplexer ist, so wird ganz klar die Marschrichtung aufgezeigt.

Quelle: Dave Hakkens via Golem.de

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Project Ara: What's Next

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