Samsung Galaxy Express im Kurztest

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Auf den ersten Blick ist das Galaxy Express nichts weiter als ein Galaxy S3-Klon in kleinerem Format und mit weniger Leistung. Ein Mittelklasse-Androide, der sich mit LTE-Unterstützung von der Konkurrenz abheben möchte.

Samsung Galaxy Express im Kurztest

Die Spezifiktionen

  • Display: 4,5 Zoll (800 x 480 Pixel, 207ppi)
  • Prozessor: 1,2 GHz Dual-Core Snapdragon-S4-Plus (MSM8930)
  • RAM: 1GB
  • Kamera: 5MP (Rückseite), 1,3MP (Frontseite)
  • Speicher: 8GB intern, erweiterbar über MicroSD
  • Akku: 2.000 mAh
  • Android-Version: Jelly Bean 4.1.2 mit TouchWiz, 4.2-Update angekündigt
  • Sonstiges: MHL-Support, NFC, LTE-Unterstützung

Die Hardware

Galaxy Express und Nexus 4
Verarbeitung

Mit einer Größe von 132,2 x 69,1 x 9,3 Millimeter bei einem Gewicht von 139 Gramm hat das Express ungefähr die Größe eines Nexus 4. Das Design ist klar an das des Galaxy S3 angelehnt. Eine Design-Linie, bei der Samsung sich treu bleibt und die erfolgreich zu sein scheint. Somit ist in Bezug auf die Verarbeitung keinerlei Mangel festzustellen: Die Rückabdeckung sitzt fest, geringe Spaltmaße zeugen von guter Verarbeitungsqualität und Erfahrung seitens Samsung mit diesem Design. Klar, es ist wieder ein sogenannter “Plastikbomber“, aber im Gegenzug profitiert man von den Möglichkeiten, den Akku zu wechseln und den Speicher zu erweitern.

Galaxy Express
Leistung

Der 1,2 GHz-Prozessor bringt wie erwartet keine revolutionären Geschwindigkeiten, reicht aber völlig für die tägliche Arbeit. Selbst aufwendigere Spiele wie Need For Speed: Most Wanted lassen sich mit dem Mittelklasse-Smartphone angenehm spielen. Die einzigen Ruckler, die ich feststellen konnte, traten auf, als ich nach Einbindung meiner Dropbox-Ordner in das System die Galerie öffnen wollte. Hier kam das Smartphone mit dem Laden nicht mehr hinterher und die Galerie musste beendet werden. Wie auch im Nexus 7 sind hier 1GB Arbeitsspeicher verbaut, die für moderates Multitasking ausreichen.

Galaxy Express
Display

Für Diskussionsstoff sorgt das Display: Eine Auflösung von 800×480 Pixeln auf 4,5 Zoll erscheint recht wenig. Samsung hat beim Express auf ein Super-AMOLED-Plus-Display ohne PenTile-Matrix gesetzt. Das bedeutet, dass zur Darstellung der Pixel drei volle Subpixel zur Verfügung stehen (im Gegensatz zum Galaxy S4) und das Bild dadurch nicht noch stärker unscharf wird.

Galaxy Express

Das Display schreit trotzdem geradezu “Ich bin ein Mittelklasse-Gerät” und das stimmt natürlich auch. Für einen Normalnutzer, der das Smartphone nutzt, um zu kommunizieren, sich zu informieren und das ein oder andere Bild oder Video anzuschauen, reicht das Display völlig. Der Unterschied zu einem Gerät mit 720p- oder gar 1080p-Auflösung ist natürlich deutlich erkennbar, genauso wie der Preisunterschied zwischen diesem und solchen Geräten.

Ein guter Schwarzwert, ein hoher Blickwinkel und eine für den Außenbereich angemessene Displayhelligkeit spiegeln die positiven Aspekte des Displays wieder.

Akku

Galaxy Express Akku

Der 2.000 mAh Akku im Zusammenspiel mit der Mittelklassen-Hardware ist eine gute Kombination: Bei durchschnittlicher Nutzung ist ein Dauerbetrieb von fast zwei Tagen möglich. Auch im Dauertest von ComputerBase liegen die Akku-Werte im oberen Mittelfeld und weit vor denen der Flaggschiffe Nexus 4 und Xperia Z.

Kamera

Für den ein oder anderen Schnappschuss ist die Kamera des Express definitiv zu gebrauchen. Bei guten Lichtverhältnissen sind die Ergebnisse recht ansehnbar. Die Videoaufnahmen mit einer maximalen Auflösung von 720p hingegen wirken verwaschen und sind sehr leicht verwackelt. Um Urlaubsfotos und -Videos zu schießen, sollte man dann doch auf eine Zweitkamera zurückgreifen.

Bildergalerie Galaxy Express

LTE

LTE-fähige Geräte sind in der Mittelklasse eher rar. Kein Wunder, dass Samsung ein weiteres Gerät herausbringt, um auch in dieser Nische präsent zu sein. In Deutschland ist das Thema LTE bei den Kunden und Mobilfunkanbietern noch nicht in einem solchen Maße angekommen, dass es als ausschlaggebendes Kaufargument gilt. Unsere europäischen Nachbarn haben uns in diesem Aspekt einiges voraus. Deshalb bleibt mir zu LTE nur zu sagen: Das Express unterstützt alle gängigen LTE-Frequenzen und kann sich dadurch von der Konkurrenz abheben. Ob das als kaufentscheidend gilt, liegt beim Kunden.

Die Software

Wie von anderen Geräten der Galaxy-Serie bekannt, hat Samsung Android die TouchWiz-Oberfläche übergestülpt. Bei Kauf werkelt auf dem Express Android 4.1.2, ein Update auf Android 4.2 ist bereits angekündigt. Im Vergleich zum Samsung Galaxy S3 und Note 2 stehen aber weniger TouchWiz-Features zur Verfügung. So müssen Express-Nutzer beispielsweise auf Multi-Window-Funktionalität verzichten. Features wie Smart Stay und andere Gestensteuerungen sind aber mit dabei.

Galaxy Express

Fazit

Das Galaxy Express ist ein Mittelklasse-Gerät durch und durch. Die verbaute Hardware spricht hier eine klare Sprache. Doch das ist überhaupt nicht negativ zu bewerten: top Verarbeitung, ein ausdauernder Akku und eine angenehme Displaygröße sprechen durchaus für das Express. Nach einigen Tagen in Benutzung kann ich ohne Weiteres zugeben, dass mir das Gerät wirklich Spaß gemacht hat. Die vergleichsweise geringe Displayauflösung fiel nur selten ins Gewicht und Leistungsprobleme traten fast nie auf. Lediglich die Kameraperformance und dass noch kein Android 4.2 auf dem Gerät läuft, hätte man verbessern können. Wer ein Mittelklasse-Gerät für einen Preis von weniger als 300€ und mit LTE-Unterstützung sucht, sollte einen Blick auf das Express werfen.

Für einen ausführlicheren Test mit vielen Zahlen, Benchmarks und Vergleichen kann ich Euch den Test von Test von ComputerBase empfehlen.

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