Samsung plant Fernabschaltung defekter Galaxy Note 7 [Update: Dementi]

Peter Hryciuk
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Bis jemand verletzt wird – so war unser letzter Gedanke zum Fiasko mit dem explodierenden Akku des Samsung Galaxy Note 7 und nun hat es tatsächlich einen sechsjährigen Jungen erwischt. Um alle Besitzer zum Austausch des High-End-Phablets zu zwingen, soll Samsung eine Fernabschaltung aller defekten Geräte planen.

Samsung plant Fernabschaltung defekter Galaxy Note 7 [Update: Dementi]

Update 14.09.2016, 09:05 Uhr: Wie nun bekannt wurde, ist dem Jungen nicht ein Galaxy Note 7 explodiert, sondern das Galaxy Core Prime. Trotz des Vorfalls soll das Problem mit dem Akku nicht bei anderen Geräten vorhanden sein.

Update, 13:35 Uhr: Samsung hat Medienberichte zurückgewiesen, wonach der Konzern plane, alle potenziell gefährlichen Modelle des Galaxy Note 7 ab dem 30. September aus der Ferne zu deaktivieren. Das südkoreanische Unternehmen gab darüber hinaus bekannt, dass alle Details zum Austauschprogramm auf der Webseite des Herstellers bekanntgegeben werden. Das beinhalte auch die mögliche Entscheidung, Galaxy-Note-7-Modelle zu deaktivieren, falls dies in Zukunft nötig sein werde.

Quelle: PhoneArena

Originalmeldung:

Obwohl Samsung explizit davor warnt, das neue Galaxy Note 7 aufzuladen und zu benutzen, gibt es wohl immer noch unverbesserliche Nutzer, die die Warnung einfach ignorieren und davon ausgehen, dass schon nichts passieren wird. Nachdem Hotelzimmer verwüstet wurden und Autos und Häuser abgebrannt sind, hat es nun auch einen Personenschaden mit einem Sechsjährigen gegeben. Beim Schauen von Videos auf dem Note 7 wurde der Junge durch den explodierenden Akku an den Händen verletzt. Die Rauchentwicklung war so stark, dass der Feueralarm im Haus ausgelöst wurde. Der Junge wurde im Krankenhaus behandelt und hat nun Angst vor Smartphones. Die Familie soll laut der New York Post in Verbindung mit Samsung stehen, um den Fall zu klären. Unklar ist, ob das Smartphone bei der Verwendung aufgeladen wurde.

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Fernabschaltung defekter Galaxy Note 7 geplant

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Wenn es nach noch unbestätigten Informationen geht, dann wird Samsung wohl zum Ende des Monats härter durchgreifen und alle betroffenen Galaxy Note 7 aus der Ferne deaktivieren. Damit will man wohl besonders die Nutzer treffen, die nicht planen, ihr Smartphone auszutauschen. Diese glauben, dass die Gefahr nicht so groß sei, da das Smartphone bisher auch normal funktioniert habe. Das wäre seitens Samsung eine beispiellose Aktion, die es in der Form vorher nicht gab. Dass die Möglichkeit einer Fernabschaltung besteht, ist jedoch bekannt. Dieses Mal sollen aber nicht Diebe davon abgehalten werden, gestohlene Smartphones wieder zu verkaufen, sondern Galaxy-Note-7-Nutzer vor ihren gefährlichen Geräten beschützt werden. Die Abschaltung könnte demnach ab dem 30. September beginnen.

Hört endlich auf, das Galaxy Note 7 zu benutzen!

In Deutschland beginnt das Austauschprogramm des Galaxy Note 7 am 19. September. Die Anmeldung im Netz oder per Telefon zum Austausch ist bereits möglich. Sollte man kein altes Gerät mehr haben, um die Zeit zu überbrücken, will Samsung Leihgeräte stellen. Das muss aber beim Antrag zum Austausch explizit angegeben werden.

Samsung hat nach den Vorfällen endlich ein Nutzungsverbot des Note 7 ausgesprochen. Wir raten jedem Besitzer, sich daran zu halten. Die Gefahr ist real.

Quelle: nypostreddit via phonearenareddit Update: androidpolice

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Vergleich: Samsung Note 7 vs. iPhone 6s Plus

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