Galaxy Note 8: Kann das weg oder braucht das noch jemand?

Kaan Gürayer
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Nach drei Jahren Abstinenz feiert mit dem Galaxy Note 8 Samsungs erfolgreiche Phablet-Reihe ihr langersehntes Comeback in Deutschland – so die einhellige Meinung. Bei mir stellen sich aber leise Zweifel ein: Ist die Note-Serie anno 2017 nicht eigentlich total überflüssig? 

Galaxy Note 8: Kann das weg oder braucht das noch jemand?

Wie schnell sich die Welt in drei Jahren drehen kann, zeigt ein Blick auf die Mobilfunkindustrie: 2014 wurde Samsung noch als Hersteller von „Plastikbombern“ verspottet, HTC schrieb schwarze Zahlen und Smartwatches wurden allen Ernstes als das „Next Big Thing“ in den Himmel gehypet.

Vor drei Jahren war es auch das letzte Mal, dass sich deutsche Fans mit dem Galaxy Note 4 ein High-End-Phablet von Samsung haben zulegen können. Der Nachfolger schaffte es hierzulande bekanntermaßen nicht in die Läden, das Galaxy Note 6 wurde übersprungen und das kurze Intermezzo mit dem Galaxy Note 7 wollen wir an dieser Stelle – kein Wortspiel beabsichtigt – nicht erneut aufwärmen.

Nun scharren die ausgehungerten Note-Liebhaber mit den Hufen und können es kaum erwarten, dass Samsung nach der Vorstellung des Galaxy Note 8 am 23. August die Tore für Vorbesteller öffnet und sie ihren drei Jahre alten Phablet-Begleiter endlich durch dessen Nach-Nach-Nachfolger ersetzen können. Soweit die Theorie.

Immer ähnlicher: Galaxy-Note- und Galaxy-S-Serie

In der Praxis jagen Galaxy-Note-Fans aber einer Fata Morgana hinterher. Seit ihren Anfangstagen stand die Note-Serie für das technisch Machbare – ein Smartphone, das durch und durch für den Power-User konzipiert war. Mit dem Note 5 hat Samsung aber begonnen, die Galaxy-Note- und Galaxy-S-Serie sowohl technisch als auch optisch anzugleichen.

Traumhaft schön: Die Wallpaper des Galaxy Note 8 zum Herunterladen

Der Gipfel dieser neuen Strategie zeigte sich dann vergangenes Jahr im Galaxy Note 7: Das so spektakulär gescheiterte Samsung-Phablet teilte sich mit dem Galaxy S7 (edge) gleich Prozessor, Arbeitsspeicher, Kamera und sogar die abgerundeten Displayränder. Eigentlich hätte das Note 7 auch „Galaxy S7 edge mit S Pen“ heißen können.

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