Aldiko 2.0: Überzeugender eBook-Reader im neuen Gewand

Amir Tamannai
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Was denn, eBooks auf dem Handy lesen? Nee, nix für mich. So denken (und äußern) sich viele. Aber wer es (auf einem Smartphone mit entsprechend großem Display) schon einmal versucht hat, wird zugegeben müssen, dass das erstaunlich gut funktioniert und einige Vorteile gegenüber dem “analogen” Schmökern mit sich bringt — vorausgesetzt, der richtige Reader ist auf dem Androiden installiert. Aldiko zum Beispiel — der Android-eBook-Reader bringt in der neuesten Version jede Menge Features, die das digitale Lesevergnügen noch weiter steigern.

Aldiko 2.0: Überzeugender eBook-Reader im neuen Gewand

Ich gebe es zu: Ich bin bekennender eBook-Leser. Auch wenn das Display meines Galaxy S verhältnismäßig klein sein mag, auch wenn es nicht nach Papier duftet (mal ehrlich, die meisten, die dieses Argument gegen digitales Lesen anführen, schnüffeln wohl eher ihre Bücher, als dass sie sie lesen …) und auch wenn die Auswahl an deutschsprachigen und kostenlosen eBooks verhältnismäßig überschaubar ist, machen Vorteile wie automatisches Speichern der aktuellen Seite, Lesen im Dunklen oder zuweilen auch einfach nur schicke Blätter-Animationen für mich all die vermeintlichen Nachteile wieder weg.

Mein Lieblings-eReader ist ohne Frage die App von Aldiko — diese liegt nun in Version 2.0 vor und ist mit dem aktuellen Update noch besser geworden: Ein frischeres Design, ein überarbeitetes Interface und Support für PDF und ePub-Formate machen Aldiko 2.0 zum Must-have für alle Freunde des digitalen Schmökerns.

Gleich zu Beginn fällt der schicke neue Ladebildschirm ins Auge, der gefolgt wird von der eigenen Bibliothek — in Buchregaloptik versteht sich. Die Ansicht kann wahlweise über die Menü-Taste auch in eine Listenform gebracht werden, in der sich die Bücher nach Autor, Tag oder Favoriten anordnen lassen.

Über das Einkaufswagensymbol rechts oben gelangt man in den Aldiko-”Shop”. Hier lassen sich jede Menge kostenlose Bücher — vor allem Klassiker der Weltliteratur — herunterladen. Auch die Auswahl an deutschsprachigen Büchern ist mittlerweile durchaus beachtlich: An die 30 Werke von Hermann Hesse über Paolo Coelho bis zu Karl May stehen zum freien Download bereit. Wer es also in der Schule versäumt hat, “Die Leiden des jungen Werther” zu lesen und sich nun reif genug dafür fühlt, kann das mit Aldiko auf seinem Smartphone nachholen.

Aktuelle und kostenpflichtige Bücher gibt es bei Aldiko auch — über den integrierten eBook-Shop von beam sogar eine recht große, wenn auch zuweilen etwas spezielle Auswahl deutschsprachiger Literatur. Wer daneben noch des Englischen mächtig ist, findet auch Bücher von Bestseller-Autoren wie Ken Follet oder Tom Clancy zu vernünftigen Preisen (verglichen mit den entsprechenden Taschenbüchern bei Amazon).

Auch eine “Home”-Ansicht bietet Aldiko, in der die eigenen Bücher katalogisiert und verwaltet werden können. Besonders gut gefällt mir, dass das bislang eher umständliche Importieren von bereits auf der Speicherkarte abgelegten Bücher nach Aldiko deutlich einfacher geworden ist — einfach über das “SD Card”-Symbol auf den entsprechenden Ordner im Smartphone-Dateisystem navigieren, Häckchen setzten und “Import” klicken, schon lädt die App alle im Ordner vorhandenen eBooks in das virtuelle Bücherregal. Praktisch: Das funktioniert auch für mehrere Ordner gleichzeitig.

Nun aber auf ins Lesevergnügen. In der Seitenansicht jedes Schmökers lässt sich wahlweise mit Tippen auf den rechten respektive linken Rand vor- und zurückblättern (Alternativ kann diese Funktion in den Optionen auch auf die Lautstärkewippe oder den oberen und unteren Rand gelegt werden). Ein Wischen über den rechten Rand regelt die Helligkeit des Bildschirms stufenlos und ein Tippen auf den Bildschirm öffnet das On-Screen-Menü.

Hier wird der Lesefortschritt anhand einer Balkengrafik angezeigt, es lässt sich zwischen Nacht- und Tag-Modus switchen, per “Go to”-Befehl zu selbst gesetzten Lesezeichen oder über das Inhaltsverzeichnis zu dort angegebenen Artikeln springen, im Buch suchen und die Textgröße sowie die Orientierung des Screen ändern. Über “Settings – More” gelangt der Leser überdies in eine weiteres Einstellungsmenü, in dem sich zusätzlich noch Farben, die Text-Formatierung, Seitenzahlen oder Blätter-Animationen verändern lassen.

Was in Version 2.0 besonders gefällt, ist die Optik diese Menü-Sliders. Halbdurchsichtig und teilweise in elegant aufpoppenden Bubbles tun sie ihren Teil zum Gesamterlebnis eReading. Besonders cool sieht das aus, wenn man per Fingerdruck ein einzelnes Wort im Text markiert: Dann erscheint ein Pop-up, das Wörterbuch- oder Google- respektive Wikipedia-Suche anbietet, Text kopieren und Weiterleiten anbietet. Gerade bei fremdsprachlichen Texten ist die schnelle Wortsuche über Wörterbuch oder Webdienst Gold wert.

Auch wenn Aldiko (noch) nicht mit der wahnsinnig schicken Blätteranimation aufwartet, die wir von iPad oder vom Laputa-Reader kennen (bei der sich die Seiten wirklich wölben und die Rückseite durchschimmert), ist die App für mich der eReader meiner Wahl — und sei hiermit jedem, der viel oder auch nur ab und zu mal ein eBook liest, wärmstens empfohlen.

Download Aldiko Reader 2.0: Market | androidPIT | AppBrain

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