Samsung Galaxy S2: Testbericht zum Android-Superphone

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Das erste Samsung Galaxy S hat sich weltweit über 14 Millionen Mal verkauft und ist damit das bislang erfolgreichste Android-Smartphone. Die Erwartungen an den Nachfolger sind entsprechend hoch. Kann Samsung diese Erwartungen erfüllen oder ist die Hürde zu hoch? Wir klären diese Frage in unserem Testbericht des Samsung Galaxy S II.

Samsung Galaxy S2: Testbericht zum Android-Superphone

Das Samsung [link id=1205612]Galaxy S II hat im Vorfeld bereits zahlreiche Vorschusslorbeeren erhalten, auch von uns. Die Kollegen von Engadget kürten es sogar zum derzeit besten Smartphone. Aber sind diese Begeisterung und Euphorie auch gerechtfertigt? Jeder der drei Redakteure von androidnews.de hat das vermeintliche Über-Smartphone mindestens zwei Tage lang auf Herz und Nieren getestet — im Folgenden präsentieren wir unsere Empfindungen, Erfahrungen und Eindrücke vom Dual Core-Boliden.

Hardware

Verarbeitung und Haptik

Das Design des Galaxy S II spaltet die Gemüter: Die einen finden das Smartphone ästhetisch herausragend, andere unspektakulär und ein bisschen langweilig. Unzweifelhaft ist das SGS2 fantastisch leicht und dünn. Mit 116 Gramm wiegt es nur unwesentlich mehr als eine Tafel Schokolade, die 8,5 Millimetern Gehäusedicke lassen das Gerät filigran, aber immer noch robust wirken. Das komplett aus Plastik bestehende Gehäuse macht nicht den hochwertigsten Eindruck, etwa wenn man ein iPhone 4 oder ein HTC-Gerät mit Unibody-Gehäuse danebenlegt. Im Vergleich zum SGS1 hat sich die Wertigkeit aber erhöht.

Positiv fällt aber auf, dass das Gerät durch das leichte und schlanke Gehäuse nicht klobig oder sperrig wirkt — was bei einem Smartphone mit 4,3 Zoll Displaygröße nicht selbstverständlich ist. Zwar ist die Fläche des Gerätes etwas zu breit für kleine Hosentaschen, aber so dünn und leicht, dass Jackeninnentaschen der bevorzugte Rückzugsort für das Gerät sein dürften.

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Da die Vorderseite des Samsung Galaxy S II mit Gorilla Glass versehen ist, sind dort keine Kratzer zu erwarten. Die Gehäusekanten sind abgerundet, wenngleich insgesamt etwas kantiger als beim Vorgänger. Das Gerät liegt größtenteils angenehm in einer Hand, mit zwei Einschränkungen: Zierlichen Händen könnte das Gerät unter Umständen zu wuchtig sein, außerdem sind die Softkeys bauformbedingt so an der unteren Geräteseite platziert, dass man gerne mal mit dem Handballen die Zurück-Taste auslöst. Lob gebührt der Gehäuse-Rückseite. War diese beim Vorgänger noch glatt und zog Fingerabdrücke an, wurde sie durch im Samsung Galaxy S II durch geriffeltes Plastik ersetzt. Dadurch werden nicht nur die Fingerabdrücke verbannt, das Gerät fasst sich auch griffiger an. Der Plastikdeckel, der zur Akku-Abdeckung dient, ist mit Fingernageleinsatz herauslösbar. Dieser wirkt ebenso wie beim Vorgänger eher wabbelig, dürfte aber dank des sehr robust wirkendenden Hartplastiks schwer zerstörbar sein.

Ein paar Worte zur Bedienung: Samsung bleibt dem minimalistischen Tastenlayout des Vorgängers treu und platziert, von links nach rechts, Menü (Softkey), Home (Hardware-Key) und Zurück (Softkey) am unteren Geräteende. Wer den von anderen Android-Handys bekannten Suchen-Button vermisst, muss wie beim Vorgänger länger auf Menü drücken. Die präzise reagierenden Softkeys sind beleuchtet, schalten sich aber wenige Sekunden, nachdem man sie berührt hat, ab. Die Hardware-Tasten Home, Lautstärke hoch und runter (links am Gehäuse) und Power (rechts) haben allesamt einen präzisen Druckpunkt und fühlen sich durchweg gut an. Das Touch-Display ist wunderbar präzise und registriert bis zu 10 Berührungen gleichzeitig.

Display

Das 4,3 Zoll große Super AMOLED Plus Display mit 800 x 480 Pixel Auflösung wurde im Vorfeld oft als Maß der Dinge in Sachen Display-Technologie bezeichnet. Und in der Tat handelt es sich um einen echten Blickfang. Im Vergleich zum bereits im Vorgänger glänzenden Kontrast, hoher Helligkeit und dem tiefen Schwarzwert besitzt es einen weiter erhöhten Kontrast, mehr Subpixel, wodurch die Schärfe erhöht wird und spart zudem Energie im Vergleich zum Super AMOLED im Samsung Galaxy S1. Aber wie schlägt sich das Display im Alltag?

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Das Display ist in der Praxis ist wirklich sehr hell und kontraststark, bietet zudem einen beeindruckenden Blickwinkel. Farben könnten einigen Nutzern etwas zu intensiv wirken, hier hat man aber im Menü die Wahl zwischen drei Sättigungsprofilen, deren Menü etwas unglücklich “Hintergrundeffekt“ benannt ist. AMOLED-typisch existiert ein leichter Blauchstich bei der Darstellung von Weiß (wenngleich noch geringer als beim SGS1), dafür ist Schwarz auf dem Screen auch wirklich schwarz. Die automatische Helligkeitsanpassung funktioniert etwas zu verzögert und zeichnet das Bild nach unserem Empfinden einen Tick zu dunkel. Wir empfehlen, die automatische Helligkeitsanpassung zu deaktivieren und je nach Situation manuell zu justieren. Praktischerweise kann man die Displayhelligkeit genauso wie beim SGS1 schnell anpassen, indem man mit dem Finger kurz auf der Benachrichtigungsleiste verharrt und dann nach links oder rechts wischt (funktioniert nur bei ausgeschalteter Helligkeitsautomatik). An der Bildschärfe ist nichts auszusetzen, dank der erhöhten Zahl an Subpixeln muss man schon mit der Lupe suchen, um Einzelpixel oder Kanten zu sehen. Wichtiger im Alltag: Auch in knallender Sonne ist das Display noch ablesbar, was bei einigen Konkurrenz-Displays leider nicht der Fall ist.

Fazit: Das Display reicht zwar nicht für alle Redaktionsmitglieder an die im Vorfeld aufgebauten Erwartungen heran, wir kritisieren aber auf hohem Niveau: Das gigantische 4,3-Zoll-Display besitzt einen fantastischen Kontrast, lebendige Farben und zieht die Blicke aller in der Nähe stehenden Personen auf sich. Es bleibt festzustellen: Das Super AMOLED Plus-Display im Galaxy S II verweist die Konkurrenz-Displays auf die Plätze und ist das Prunkstück des Geräts.

Performance

Samsungs Exynos ist ein extrem leistungsstarker Prozessor. Der ein Luxusproblem hat: Er kann seine Power nicht ausleben. Die Spiele aus der Tegra-Zone laufen auf dem Exynos-System leider nicht und daher ist die Auswahl der Apps, bei denen der Dual Core-Kraftprotz sich austoben könnte, sehr gering. Das wird sich sicherlich bald ändern, aber momentan fühlt es sich an, als würde man mit einem Porsche auf der Kart-Bahn seine Runden drehen.

In den beiden beliebtesten Benchmark Tests Quadrant und Linpack haben wir folgende durchaus beachtliche Durchschnittswerte erhalten:

  • Quadrant: 3331
  • Linpack: 46,668

Immerhin läuft die Bedienoberfläche des Samsung Galaxy S II sehr, sehr flüssig — wie man es von einem Smartphone mit Dual Core-Prozessor auch erwarten darf. Wer an ein Android-Handy mit Single Core-CPU gewöhnt ist, nimmt das Leistungsplus an jeder Ecke und jedem Ende des Systems wahr: Anwendungen öffnen sich schneller, Menüs scrollen ohne Mikroruckler. Auch der Browser läuft spürbar flüssiger, selbst Browserkiller-Seiten wie das XDA-Developers-Forum bauen sich flott auf und lassen sich flüssig scrollen. Selbst Adobe Flash weiß in den meisten Fällen zu überzeugen: So können selbst Videostreams in der Regel ohne Ruckler wiedergegeben werden. Fußball live auf dem Handy zu gucken ist also keine Zukunftsvision mehr, sofern ein Stream und eine ausreichend schnelle Datenverbindung verfügbar sind. Leider funktioniert der Vollbildmodus für Flash per Doppeltap nicht, anders als beim Motorola Xoom.

Pluspunkt beim Galaxy S II ist der mit 1 GB großzügig bemessene Arbeitsspeicher, für Anwendung stehen netto 833 MB zur Verfügung. Selbst bei intensiver Nutzung und vielen gleichzeitig geöffneten Apps ist keine Performanceminderung zu spüren. Hierfür dürfte auch das Dateisystem eine Rolle spielen. Statt des weniger performanten rfs, welches das SGS1 noch unnötig verlangsamte (und dessen Umwandlung in ein schnelleres Dateisystem “Lagfix“ genannt wurde), läuft der Flashspeicher im Samsung Galaxy S II nun von Anfang an mit dem von Google empfohlenen ext4.

Ein Problem des SGS2 ist die Wärmeentwicklung. Selbst bei wenig leistungshungrigen Anwendungen wie dem Web-Browser wird das Smartphone im Bereich um die Kamera sehr warm. Wenn man dann noch einen Anruf annimmt, fängt man sich buchstäblich einen Satz heiße Ohren. Vielleicht hätte Samsung den Exynos-Prozessor doch besser auf 1 GHz getaktet lassen sollen. Gleichzeitig muss an dieser Stelle aber auch erwähnt werden, das das Gerät beim reinen Telefonieren erstaunlich kühl bleibt — selbst nach einem einstündigen Telefonat erwärmten sich weder das Gerät noch meine Lauscher nennenswert.

Gesprächsqualität

An der Sprachqualität gibt es nichts auszusetzen. Man kann den Gesprächspartner klar und deutlich verstehen. Der Klang ist ein bisschen dumpf, was den Gesprächsfluss aber nicht weiter trübt. Auch mein Gegenüber hörte mich jederzeit klar und deutlich.
Der Lautsprecher ist relativ laut und kann klangtechnisch durchaus als “okay“ bezeichnet werden — nur “okay“, weil er zuweilen etwas quäkig und leicht schrill klingt — kein Wunder, bei einem derart flachen Gerät kann kein allzu großes Volumen für den Klangkörper enthalten sein.

Konnektivität

An der Verbindungsqualität des WLAN gibt es nichts auszusetzen. Die Verbindung bleibt ausnahmslos schnell und stabil. Auch das GPS-Modul verrichtet seine Arbeit vorbildlich, es werden erheblich mehr GPS-Satelliten gefunden und auch Fix kommt deutlich schneller zustande als zum Beispiel beim SGS1 oder dem HTC Incredible S.

Ein bisschen traurig hat uns gemacht, dass das Samsung Galaxy S II erstmal ohne NFC-Technik daherkommt. Zwar wird die Technik zur Nahfeldkommunikation im Alltag noch kaum verwendet, aber nicht wenige sehen hier eine der wichtigen Technologien der nächsten Jahre. Eine Variante mit NFC-Unterstützung soll es zu einem späteren Zeitpunkt auch noch geben, wer also großen Wert auf dieses Feature legt, sollte mit dem Kauf noch ein bisschen abwarten.

Auch nicht immer überzeugend ist die mobile Datenverbindung: Diese schwankte immer wieder zwischen 3G (UMTS) und dem schnelleren HSPA+ hin und her. Zuweilen konnten Apps über das mobile Netz gar keine Datenverbindung herstellen. Dabei handelt es sich aber hoffentlich nur um ein kleineres Problem in der Modem-Software, das durch ein künftiges Update behoben werden kann.

Kamera

Die 8 MP-Kamera im Samsung Galaxy S II macht sehr gute und fein aufgelöste Bilder, sowohl bei guten Lichtverhältnissen als auch bei Dämmerlicht. Bei bestimmten Lichtverhältnissen ist allerdings ein leichter Stich in Violette feststellbar. Im Gegensatz zum Vorläufermodell ist nun auch ein LED-Blitz vorhanden, sodass das Smartphone auch für Freunde der Party- und Konzertfotografie geeignet ist. Selbst die 2 MP-Frontkamera ist brauchbar, wir freuen uns auf GTalk mit Videochat.

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Der Autofokus bei Makrofotografie scheint noch etwas buggy zu sein. So stellt sich diese zwar scharf, wenn man ein Motiv aus wenigen Zentimetern Abstand aufnimmt, verliert den Fokus jedoch sofort wieder. Hier muss man auf ein Software-Update hoffen, dass den kleinen Umstand behebt.
Das Samsung Galaxy S II nimmt Videos in FullHD-Auflösung auf. Die Ergebnisse kann man durchaus als beeindruckend beschreiben. Hier unser obligatorisches Ententeich-Testvideo, am besten im Vollbild betrachten und auf 1080p hochstellen.

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Zubehör

Wie in unserem Unboxing-Video bereits zu sehen war, entspricht der Lieferumfang dem derzeitigen Standard bei Smartphones: Separates Ladegerät, USB-Kabel, Headset und Kurzanleitung. Das mitgelieferte Zubehör beschränkt sich auf das Wesentliche. Über das Angebot an Zubehör hat sich unser Kollege Shu bei der Präsentation in Tallinn genauer informiert.

Akku

Bei intensiver Nutzung, die so ein Gerätetest nun mal mit sich bringt, musste einmal am Tag nachgetankt werden, sodass der 10% größere Akku und die effizientere Displaytechnik als im Vorgänger sich mit der erhöhten Displaygröße die Waage halten. Unter weniger extremen Bedingungen, bei denen nicht die ganze Zeit Live Wallpaper und 100% Display-Helligkeit eingeschaltet sind und 1080p-Videos aufgenommen werden, kann man aus dem Akku sicherlich noch die eine oder andere Stunde mehr rauskitzeln. Auch auf Custom Kernels und ROMs kann man hoffen.

Software

Betriebssystem und Benutzeroberfläche

Das Samsung Galaxy S II wird mit Android 2.3.3 ausgeliefert, somit ist zum derzeitigen Zeitpunkt leider noch kein Google Talk-Videochat möglich. Als Benutzeroberfläche kommt Touchwiz in der Version 4.0 daher. Der neue Launcher läuft butterweich, besitzt aber mit Ausnahme des komfortablen Menüs zum Hinzufügen von Widgets und Schnellzugriffen kein Alleinstellungsmerkmal. Genau wie bei TouchWiz 3 schaltet der Launcher nicht in den Landscape-Modus um, wenn man das Gerät kippt — schade. Android-Eingeweihte installieren sich vermutlich nach kurzer Zeit einen besser konfigurierbares Launcher-System wie Launcher Pro, ADW oder den Go Launcher, Einsteiger fahren aber auch mit TouchWiz nicht schlecht.

Die von Vlingo gestützen Voice-Funktionen funktionieren passabel und bieten Autofahrern Funktionen, um beinahe komplett ohne Hände SMS zu schreiben, Google-Navigation zu verwenden und mehr. Fraglich ist allerdings, wie oft man als Ottonormalbürger diese Funktionen verwendet, zumal die Fehlerquote in unseren Experimenten noch zu hoch für einen alltäglichen Einsatz war.

Ein Feature, das von Samsung sehr stark im Zusammenhang mit der TouchWiz-Oberfläche angepriesen wurde, sind die Hubs: Dabei handelt es sich um integrierte Zugänge zu Musik, Games, Büchern/Magazinen und Zeitungen sowie zu sozialen Netzwerken. Die Nützlichkeit der Hubs sind in der Werbung für das Galaxy S II jedoch aufgebauscht worden. So ist der Games Hub nichts weiter als eine Ansammlung von Links auf Social Games, kombiniert mit einem integrierten Gameloft-Shop. Ob man das braucht, muss jeder Nutzer selber entscheiden. Ich persönlich fand sie schon deswegen nicht überzeugend, da es sich bei ihnen fast immer um kostenpflichtige Angebote handelt. Der Social Hub bietet zudem deutlich weniger Funktionen als die jeweiligen Android-Apps für/von Facebook und Twitter.

Hackbarkeit

Riesen-Pluspunkt: Das Samsung Galaxy S II hat einen offenen Bootloader, es wurde bereits gerootet, die Kernel-Quellcodes sind veröffentlicht und das erste Custom ROM ist steht auch schon bereit. Zusammen mit der Tatsache, dass sich bereits jetzt erfahrene SGS1-Hacker am SGS2-Code abarbeiten, hegen wir keine Zweifel, dass es bereits in Kürze einen bunten Strauß an Kernels, Mods und Custom ROMs für Samsungs neues Flaggschiff geben wird.

Konnektivität

Sowohl die Datensynchronisation als auch das Aufladen des Akkus funktionieren über den micro USB-Anschluß einwandfrei und unkompliziert. Medien, die vom Computer auf das Smartphone übertragen werden, werden genau wie bei Honeycomb-Tablets automatisch in entsprechende Ordner kopiert. Um das Telefon mit Medien zu befüllen oder Bilder auf den heimischen PC zu kopieren, kann man das Galaxy S II alternativ auch mit der Kies-Software verbinden. Über diesen Weg kann man außerdem auch System-Updates einspielen.

Mit der Samsung-App Kies Air hat man darüber hinaus nun auch die Möglichkeit, das Galaxy S II per WLAN über den Web-Browser mit Medien zu füttern. Dadurch ist auch die Verbindung zu Macs und Linux-Computern gewährleistet. Updates lassen sich auf diesem Weg aber leider nicht einspielen.

Die Ausgabe eines HDMI-Bilds per MHL-Port konnten wir mangels entsprechenden Adapters nicht testen, werden dies aber beizeiten nachreichen. Interessant ist die WiFi Direct-Unterstützung, mit der sich Geräte direkt koppeln lassen. So kann man einfach und schnell Daten zwischen mehreren Geräten hin-und her kopieren, aber auch Drucker und Kameras direkt ansteuern. In unserem Test konnten wir zwei SGS2 problemlos per WiFi-Direct koppeln und Daten zwischen den Geräten in Windeseile übertragen.

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Fazit der Redaktion

Fazit Daniel:

Ich bin nach dem Test, wie Jogi Löw sagen würde, “schon au“ unschlüssig: Das Samsung Galaxy S II ist eine logische und sinnvolle Weiterentwicklung des überaus erfolgreichen Vorgängers. Es gibt allerdings noch einige kleine Probleme und Fehler, die den Gesamteindruck ein bisschen trüben, zum Beispiel die instabile mobile Datenverbindung sowie die Wärmeentwicklung bei einfachen Anwendungen. Diese Kritikpunkte können zum einen durch künftige Updates behoben werden zum anderen bewegen sie sich auf derart hohem Niveau, dass durch sie beileibe nicht von einem Kauf abzuraten wäre. Denn das Galaxy S II ist ein wirklich beeindruckendes Smartphone, dessen Potential mit einer größeren Auswahl an Dual Core-optimierten Apps sicherlich auch noch besser ausgenutzt werden kann.
Die äußere Erscheinung ist, wie so oft, Geschmackssache, wobei vor allem die schlanke Silhouette und das kaum vorhandene Gewicht zu gefallen wissen. Im Vergleich zum HTC Sensation oder LG Optimus Speed wirkt es aber weniger hochwertig verarbeitet.
Wer mit dem Gedanken spielt, sich das Gerät zu kaufen, kann bedenkenlos zugreifen. Wer mit einem Upgrade seines Samsung Galaxy S liebäugelt, kann entspannt zurück lehnen und noch ein bisschen abwarten, wie sich die App-Situation entwickelt und was die nächsten Updates bringen.

Fazit Amir:

Im Vorfeld des Tests war ich echt ein wenig nervös: Was, wenn ich das Galaxy S II jetzt ganz toll finde und nicht mehr ohne will? Hätte mein geliebtes Galaxy S I9000 dann ausgedient? Irgendwie bin ich beruhigt, dass ich diese Frage deutlich mit “nein“ beantworten kann: Das Galaxy S II ist ein sehr gutes Smartphone, zweifellos. Nur ist der Sprung zwischen den beiden Geräte-Generationen nicht so groß, dass er wirklich ein Upgrade rechtfertigen würde. Daniel hat ja schon geäußert, das jede Kritik am Galaxy S II Meckern auf ganz hohem Niveau ist, so gut ist das Gerät. Aber es ist eben keine Revolution. Nicht für sich, rein technisch betrachtet. Dazu ist das Display beispielsweise dann doch nicht beeindruckend genug — mir persönlich gefällt der Screen des I9000 beispielsweise in der Darstellung von Webseiten sogar besser. Aber das ist natürlich Geschmacks- und Gewöhnungssache.
Eine Revolution ist das Galaxy S II aber in Sachen Akzeptanz des Android-OS und dessen Ankommen im Mainstream: Erstmals gibt es ein Android-Smartphone, das so gut und funktional ist, dass selbst die Kollegen von macnews.de sich in unserem Büroräumen die Klinke in die Hand gaben um einen Blick auf das Gerät zu erhaschen.
Das Galaxy S II ist also definitiv ein ganz besonderes Smartphone. Ob es nun das Beste für Geld zu kaufende Handy ist, sei dahingestellt, wer aber ein neues High-End Gerät mit Android kaufen möchte oder endlich eine wirklich gelungene Alternative zum iPhone 4 (vielleicht sogar zum iPhone 5) sucht, darf bedenkenlos zugreifen. Wer allerdings schon ein Galaxy S I oder gar ein Optimus Speed besitzt, kann ruhigen Gewissens auf die nächste Evolutionsstufe warten, denn er verpasst nichts weltbewegendes.

Ich war jedenfalls irgendwie auch froh, als ich heute Morgen mein I9000 wieder in Betrieb genommen habe — denn so gut ist schon der Vorgänger des Galaxy S II gewesen.

Fazit Frank

Meine Testzeit des Galaxy S 2 war eine Berg- und Talfahrt. Am Anfang stand die gespannte Aufregung, das Gerät endlich in der Hand zu halten und einem längerfristigen Test unterziehen zu können. Ich hatte das Samsung Galaxy S II bereits auf dem MWC im Februar gesehen und wusste, dass das Gerät ein potentieller Burner ist: Display, Dünnheit (gibt es das Wort?), Hardware-Specs. Danach folgte Ernüchterung: Das Gerät kam (und kommt) mir ein wenig zu unhandlich für den Alltag vor, die Hubs bringen wenig bis gar nichts, die TouchWiz 4-Funktionen kannte ich alle schon von Custom ROMs auf dem SGS1. Letzten Endes ließen sich meine Gefühle am zweiten Testtag so zusammenfassen: Mist, es ist auch nur ein Smartphone. Als ich das akzeptiert hatte, konnte ich aber wieder Freundschaft mit dem Samsung Galaxy S II schließen. Zwar ist es “nur“ ein Update, bei dem Samsung versucht hat, die Schwächen seines Vorgängers auszumerzen: GPS, Akkudeckel, fehlender LED-Blitz, latenter Blaustich im Display und den effektiv zu geringen Arbeitsspeicher. Aber diese Operation kann rundheraus als gelungen bezeichnet werden, denn das SGS2 brilliert in allen Bereichen und ist, um mal meinem geschätzten Kollegen Amir zu widersprechen, ein fantastisches Update. Als Sahnehäubchen ist das SGS2 schnell. Sauschnell. Der Exynos-Prozessor beschleunigt Android auf ein Niveau, wie man es erwarten können sollte und dass in Sachen UI Responsiveness endlich auch an iOS herankommt. Dazu kommt das in meinen Augen atemberaubende Super AMOLED Plus-Display, welches selbst umstehende Damen zu beeindrucken weiß, die Geek-Attitüden sonst wenig reizvoll finden. Natürlich war auch das Display im Vorgänger gut, aber auch ein bisschen besser ist besser. Ist das Samsung Galaxy S II perfekt? Nein, ich persönlich hätte eine 4-Zoll-Version besser gefunden, mir fehlt NFC und ein bisschen mehr Akkuleistung. Ist das SGS2 das beste derzeit verfügbare Smartphone? Daran besteht für mich kein Zweifel.

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Unsere Bewertung zum Samsung Galaxy S II

Verarbeitung und Haptik: 4/5
Display: 5/5
Software: 5/5
Telefonfunktion und Alltagstauglichkeit: 5/5
Kamera: 5/5
Hardware und Performance: 5/5
Gesamt: 5 von 5

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