Samsung Galaxy S3: Bereits gerootet

Es sieht ganz danach aus, als ob auch der dritte Teil der Galaxy S-Serie eine Spielwiese für Nutzer wird, die ihr Gerät softwareseitig modifizieren, Custom ROMs und Kernels applizieren wollen. Nachdem wir bereits auf der Präsentation des Samsung Galaxy S3 in London sicherstellten, dass das Gerät den Downloadmodus besitzt, mit dem man Firmwares problemlos per ODIN flashen kann, ist das SGS3 anderthalb Wochen vor Verkaufsstart bereits gerootet.

Samsung Galaxy S3: Bereits gerootet

Verantwortlich für die Entdeckung der Methode für Root-Zugriff auf dem SGS3 ist – wie könnte es anders sein – wieder einmal der niederländische Hacker Chainfire, bekannt unter anderem für die Kernelsammlung CF-Root, den 3D-Spieleoptimierer Chainfire3D und das Benchmarking-Tool CF-Bench.

Wie schon bei den vorangegangenen Galaxy S-Modellen konnte er Root-Rechte auf dem Gerät erreichen, diesmal sogar ohne das Gerät selbst zu besitzen – alles funktionierte per Fernanweisung an den Besitzer einer Vorproduktionseinheit. Der eigentliche Vorgang war trivial: die adbd-Binary im Stock Kernel musste lediglich so modifiziert werden, dass die Variable ro.secure immer als 0 gelesen wird, der Kernel dann neu gepackt und geflasht werden.

adb sgs3

Daraufhin hatte man Zugriff auf alle ADB-Kommandos und konnte auch die Superuser.apk installieren.

superuser.apk

Beim Inspizieren der Partitionen und des Kernels stellte Chainfire trotzdem einige Änderungen im Vergleich zu den Vorgängermodellen und dem Samsung Galaxy Note fest:

Im Gegensatz zu Galaxy S1, S2 und Note verwendet Samsung nicht mehr das zImage-Format für den Kernel, sondern das weitaus verbreitete boot.img-Format. Das vereinfacht das Repackaging.

Samsung hat sich zudem entschieden, Gebrauch von der Recovery-Partition zu machen, weswegen man Recoveries unabhängig vom Kernel flashen kann.

Das vom Galaxy S2 bekannte Warndreieck beim Booten eines modifizierten Kernels wird nicht mehr angezeigt, intern zählt allerdings weiterhin ein Flash Counter mit. Triangle Away funktioniert nicht zum Zurücksetzen des Counters – hier ist noch Forschungsarbeit vonnöten.

Leider ist es Chainfire biskang nicht möglich, den Root-Kernel mit der Community zu teilen, da dieser auf der aktuellsten Firmware basiert und es möglich wäre, dass man dadurch die Person identifiziert, die ihm den Kernel zur Verfügung gestellt hat. Jedem ernsthaften Dev sei es aber möglich, den gesamten Vorgang innerhalb von 10 Minuten selbst durchzuführen.

Fazit: Gute Nachrichten für experimentierfreudige Android-Nutzer, die mit dem Samsung Galaxy S3 liebäugeln. Wir freuen uns darauf, das Gerät selbst zu einem ausführlicheren Test in die Hand zu bekommen und sind uns sicher, dass erste modifizierte Firmwares bereits kurz nach dem Verkaufsstart auftauchen werden.

Quelle: Thread im XDA-Developers Forum [via XDA-News]

>> Samsung Galaxy S3 bestellen bei | getgoods.de | notebooksbilliger | cyberport | ThePhoneHouse

Dieser Artikel ist ursprünglich auf androidnext.de erschienen. androidnext und GIGA ANDROID sind jetzt eins. Mehr erfahren.

Weitere Themen: Samsung

Neue Artikel von GIGA ANDROID

GIGA Marktplatz