Samsung Galaxy S3: Display weniger hell als in den Vorgängern

Frank Ritter
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Das Super AMOLED HD-Display im Samsung Galaxy S3 ist weniger hell als die Bildschirme in den beiden – ebenfalls schon nicht sehr hellen – Vorgängern. Das ergab eine Untersuchung der Experten von Displaymate. Grund dafür ist das Power Management des Geräts, das im Gegenzug für eine deutlich längere Akkulaufzeit sorgt.

Samsung Galaxy S3: Display weniger hell als in den Vorgängern

Als Besitzer des Samsung Galaxy S3, aber auch der beiden Vorgänger, habe ich es schon geahnt und im Testbericht entsprechend ausformuliert – meine Ahnung ist jetzt aber noch einmal offiziell bestätigt worden: Das eigentlich sehr gute Display ist recht dunkel eingestellt und somit im Sonnenlicht nur schwer ablesbar. Wie eine Untersuchung von Dr. Raymond Sonera für Displaymate ergab, liegt das in den Anstrengungen Samsungs begründet, die eigenen Displays energieeffizienter zu machen. Das SGS1 erreichte eine Maximalhelligkeit von 305 cd/m² (Candela pro Quadratmeter), das SGS2 289 cd/m², das Galaxy S3 nur noch 224 cd/m². Diese Werte beziehen sich auf eine vollständig weiße Displayfläche. Zum Vergleich: Das sehr gute LC-Display des iPhone 4 besitzt eine Vollbild-Helligkeit von 541 cd/m².

Gegenüber den Vorgängern kann man das Samsung Galaxy S3 dank dieser, offensichtlich softwareseitig niedriger eingestellten und nicht hardwarebedingt, niedrigen Displayhelligkeit, jetzt deutlich länger betreiben. Obwohl sich die Displayfläche vom S3 gegenüber dem Ur-Galaxy S um 39% erhöht hat, hält das Smartphone im Labortest mit maximaler Helligkeit insgesamt 5,6 Stunden durch – das Samsung Galaxy S schaffte nur 3,2 Stunden, das Galaxy S2 immerhin 4,4 Stunden. Das iPhone 4 erreicht 7,8 Stunden, was angesichts des deutlich kleineren Displays aber auch nachvollziehbar ist.

In der lesenswerten und mit aufschlussreichen Hintergrundinformationen gespickten Untersuchung wird dem Display des Galaxy S3 – trotz der geringen Helligkeit – insgesamt ein gutes Ergebnis attestiert. Insbesondere Kontraste, Schwarzwerte und die hervorragende Entspiegelung werden gelobt. Letztere gleicht dann auch zumindest teilweise die schlechte Lesbarkeit in hellen Umgebungslicht-Situationen aus.

Nichtsdestotrotz wäre noch Raum für Verbesserung, so könnte Samsung etwa das Farbschema neu kalibrieren. Da insbesondere die blauen Subpixel bei OLED-basierten Display schneller altern und am meisten Strom fressen, sollte Samsung den Weißwert weniger blau justieren. Des Weiteren ist die sensorgestützte automatische Helligkeit – wie auch bei zahlreichen anderen Geräten – nahezu nutzlos, da sie nicht die Umgebungshelligkeit, sondern lediglich die die des Gesichtes vom Smartphone-Nutzer misst. Besitzer des Galaxy S3 fahren deutlich besser, wenn sie die Helligkeit ihres Displays manuell anpassen. Dank des mit dem letzten Firmware-Update eingeführten Schiebereglers fällt das praktischerweise deutlich leichter.

Stört euch die Tatsache, dass das Galaxy S3 dunkler ist oder seid ihr bereit, das zugunsten einer deutlich verbesserten Akkulaufzeit in Kauf zu nehmen? Bevorzugt ihr LCD- oder OLED-basierte Displays? Eure Meinung in die Kommentare.

Quelle: DisplayMate.com [via Phone Arena]

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