Samsung Galaxy S3: Nachfrage zu hoch, Hintergründe zur Verzögerung

Frank Ritter
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Samsung hat derzeit Luxusprobleme: Die Vorräte an Geräten des Samsung Galaxy S3 werden knapp. Die Rede ist von 2 Millionen Geräten, die nicht rechtzeitig ausgeliefert werden können. Einstweilen wurden jetzt die Gründe für die Verzögerung der blauen Version bekannt.

Samsung Galaxy S3: Nachfrage zu hoch, Hintergründe zur Verzögerung

Momentan kursiert die Zahl von 10 Millionen allein in den ersten zwei Monaten ausgelieferten Exemplaren des Galaxy S3 durch die Online-Medien. Im Vorfeld des Marktstarts war bereits durchgesickert, dass international 9 Millionen Exemplare des Geräts vorbestellt wurden, daher überrascht uns diese immense Summe auch nicht weiter. Samsung scheint einstweilen nicht hinterherzukommen, ausreichend Geräte zu produzieren, um der enormen Nachfrage Herr zu werden.

Wie das südafrikanische Online-Magazin Business Technology News berichtet, lieg es nicht daran, dass Samsung sein eigenes Smartphone unterschätzt hätte. Stattdessen seien daran zu einem Anteil Fertigungsprobleme bei manchen Geräten Schuld – wir gehen davon aus, dass die Akkudeckel-Problematik gemeint ist. Zum anderen habe Samsung laut Caroline Milanesi vom Branchenanalysten Gartner aber auch die Konkurrenten überschätzt – abgesehen vom iPhone und dem HTC One X gäbe es derzeit keinen ernstzunehmenden Kontrahenten für das SGS3. Weder Motorola noch Nokia hätten derzeit Smartphones auf Augenhöhe im Portfolio. Samsung gab gegenüber Reuters an, zwar keine konservative Schätzung angelegt zu haben, aber dennoch von der Nachfrage überrascht worden zu sein.

Die Nachfrageprobleme seien nur temporärer Natur, die Produktion werde in Bälde wieder mit der Nachfrage Schritt halten. Samsung plant dabei, ein Rekordquartal einzufahren – nicht nur aufgrund des S3-Launches, sondern auch dank der Unterstützung des S3-Vorgängers und des Phablets Samsung Galaxy Note, so die Analystin. Barclays geht zudem davon aus, dass Samsung im in Kürze endenden 2. Quartal nur 6,5 Millionen statt 8 Millionen Exemplare ausliefern konnte, sich allerdings im 3. Quartal die Gesamtmenge der produzierten Geräte von 14 auf 15 Millionen erhöht.

Der Artikel klärt noch einige Hintergründe zur Verzögerung der blauen Version. So habe der damalige Samsung-Chef Choi Gee-Sung weniger als zwei Wochen vor dem Marktstart spontan entschieden, dass das Design des Pebble-Blue-Akkudeckels „unbefriedigend“ sei. Mehr als eine halbe Million Akkudeckel mussten nachproduziert werden. Nach mehreren Redesigns sei die endgültige Version weniger als zehn Tage vor dem Launch von Gee-Sung endlich freigegeben worden – im Flugzeug auf dem Weg in die USA, wo sich der Samsung-Chef zu einer vom Gericht angeordneten Unterredung mit Apple-Chef Tim Cook traf, um Patentstreitigkeiten auszuräumen. Bekanntermaßen gelang das nicht.

Quelle: Business Technology News

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Dieser Artikel ist ursprünglich auf androidnext.de erschienen. androidnext und GIGA ANDROID sind jetzt eins. Mehr erfahren.

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