Galaxy S4: PPI sind nicht alles bei der Displayschärfe

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Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie Unternehmen sich neue Konzepte und Ideen ausdenken, um sich von anderen abzuheben und ihre Geräte ins Gespräch zu bringen. Features werden mit besonderen und einzigartigen Namen versehen, Benchmarks zeigen wie viel besser ein Gerät ist und bei den Spezifikationen will sowieso jeder den Größten haben.

Galaxy S4: PPI sind nicht alles bei der Displayschärfe

Spätestens als Apple die ersten Geräte mit Retina-Display einführte, war der ppi-Kampf (pixel per inch) eröffnet. Retina-Display ist ein Marketing-Begriff von Apple, der dafür steht, dass der durchschnittliche Mensch die einzelnen Pixel auf dem Display nicht mehr erkennen könne, da sie so eng beieinander liegen. Die Anzahl der Pixel pro Zoll, wie es auf Deutsch heißt, entwickelte sich zu DER Maßzahl für Displayschärfe.

Man kann sagen, was man möchte, aber vor einigen Jahren hat sich noch kein Mensch um die ppi geschert. Nun wird jedes Gerät zusammen damit beworben. So ist es auch mit dem Galaxy S4 geschehen, dessen ppi bei einer Displaygröße von 4,99 Zoll und einer Auflösung von 1920×1080 Pixeln bei 441 liegt. Das ist einiges mehr, als es beim Retina-Display des iPhone 5 mit 326 ppi der Fall ist.

Mehr ppi gleich schärferes Bild?

Unser Kollege  von Mobiflip hat sich die Sache einmal genauer angesehen und kam zu dem Schluss, dass die Sache doch etwas komplizierter ist. Der Grund, warum die angegebenen ppi-Werte nicht zum direkten Vergleich geeignet sind, liegt in der verwendeten Display-Technologie: Das iPhone setzt auf ein LCD/IPS-Display mit drei Sub-Pixeln pro Pixel, während beispielsweise im Galaxy S4 ein PenTile-Display verbaut ist. Bei letzterem kommen auf zwei Pixel vier Subpixel. Anders gesagt: anstatt einem roten, einen grünem und einen blauem Subpixel pro Pixel kommen bei PenTile-Screens ein roter, ein grüner, ein blauer und ein roter Subpixel auf zwei Pixel.

Am einfachsten wird der Unterschied auf diesen beiden Bildern deutlich: links LCD mit drei Subpixeln/Pixel und rechts PenTile mit vier Subpixeln/zwei Pixel.

 

 

 

 

 

Wozu führt der Unterschied?

Zählt man nur die Subpixel, so wird schnell klar, dass zwischen einem LCD- und einem PenTile-Display gleicher ppi-Zahl starke Unterschiede herrschen.

  • LCD: 1920 x 1080 x 3 Subpixel = 6.220.800 Subpixel
  • AMOLED: 1920 x 1080 x 2 Subpixel = 4.147.200 Subpixel

Im täglichen Gebrauch spürt man den Unterschied zwischen den beiden Displaytechnologien in Bezug auf die Schärfe kaum. So fällt eher auf, dass der Schwarzwert des PenTile-Displays weitaus besser ist, während das LCD-Display durch höhere Helligkeit punkten kann. Es geht auch weniger darum, das Galaxy S4-Display als nicht scharf genug dazustellen, sondern darum, wie mit Werten und Daten geworben wird, die eigentlich dafür nicht wirklich tauglich sind und ein verfälschtes Bild vermitteln.

Klar, mit einfachen Begriffen, unter denen man sich etwas vorstellen kann, spricht man Kunden leichter an. Irgendwelchen Subpixel-Theorien in der Werbung sind nur dann ein Argument, wenn man sich damit von anderen Geräten abheben kann, so wie beispielsweise in dieser Samsung-Werbung.

Weitere Infos zu den Unterschieden, die die ppi ausmachen können, gibt es im Quellartikel von Mobiflip.

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