Von Galaxy S bis Galaxy S6 edge: Samsungs Smartphone-Flaggschiffe in der Übersicht

Andreas Floemer
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Mit dem Samsung Galaxy S6 und dem S6 edge hat der südkoreanische Hersteller ein neues Kapitel in seiner Smartphone-Geschichte aufgeschlagen. Zeit, einen Blick in die Entwicklungsgeschichte der Galaxy-Modelle zu werfen. Was ist und war bisher besonders an den Samsung-Smartphones und was hat sich jetzt geändert?

Von Galaxy S bis Galaxy S6 edge: Samsungs Smartphone-Flaggschiffe in der Übersicht

Samsung Galaxy S

Mit dem Galaxy S zog Samsung im Jahre 2010 in die Smartphone-Oberliga ein. Wirft man heute einen Blick auf die Spezifikationen des mittlerweile fünf Jahre alten Flaggschiffs, kann man durchaus schmunzeln. Für damalige Verhältnisse war es aber so gut, dass wir uns ins unserer Produktbeschreibung zu Superlativen haben hinreißen ließen. Nachfolgend ein Auszug:

Das riesige 4-Zoll-SuperAMOLED-Display mit seinem sehr genauen kapazitiven Touchscreen und kratzfester „Gorilla Glass“-Oberfläche sucht seinesgleichen und ist selbst im prallen Sonnenlicht noch gut lesbar. Unter der Haube tickt mittlerweile Android 2.3.3 „Gingerbread“; eine 1 GHz-Hummingbird-CPU macht das Gerät pfeilschnell.

Auch im Test erhielt das Galaxy S damals eine sehr gute Bewertung – unter anderem wurden Aspekte wie Display, Performance, Kamera und Gewicht wurden positiv benotet, wobei das „billig“ wirkende Kunststoffgehäuse zur Kritik gereichte.

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Samsung Galaxy S II

Während Samsung mit dem Galaxy S gewissermaßen erste Oberklassenluft schnupperte und die Lage sondierte, hatte der Hersteller im Mai 2011 mit dem direkten Nachfolger Galaxy S2 einen wahren Kassenschlager gelandet. Das für damalige Verhältnisse mit 8,5 Millimeter schlanke Smartphone verkaufte sich binnen kurzer Zeit 10 Millionen Mal, was 2011 für ein Android-Smartphone außerordentlich war. Das Gerät mit seinem für die Zeit „riesigen“ 4,2 Zoll WVGA-Display (800 x 480 Pixel) mit RGB-Matrix und der verhältnismäßig guten 8 MP-Kamera besitzt immer noch eine gewisse Anhängerschaft und wird sogar mit Custom-ROMs versorgt: Im Januar dieses Jahres erhielt das SGS2 ein (inoffizielles) Update auf Android 5.0 Lollipop. Unser Test des Galaxy SII.

Samsung Galaxy S3

Auch mit dem Galaxy S3 landete Samsung einen Erfolg: Das Smartphone konnte in unserem Test in vielen Kategorien volle Punktzahl absahnen. Hier ein Auszug aus dem Testfazit:

Das Display ist toll, die Leistung herausragend und die Kamera Spitzenklasse. Es besitzt einen Wechselakku, die aktuellste Android-Version und erweiterbaren Speicher. Samsung hat in Sachen Software versucht, innovativ zu sein und das ist in manchen Fällen auch gelungen, vor allem Smart Stay und die Screenshot-Wischbewegung haben es dem Tester angetan.

Samsung Galaxy S4

Samsung Galaxy S4 und Galaxy S5 können als evolutionäre Weiterentwicklungen des Galaxy S3 betrachtet werden. Das Display wurde auf eine Diagonale von 5 beziehungsweise 5,1  Zoll hochgeschraubt, die Auflösung von HD (1.280 x 720 Pixel) beim Galaxy S3 auf Full HD (1.920 x 1.080 Pixel). Wiederum wurden die allgemeine Performance des Geräts und die Bildqualität der Kamera mit jedem Update merklich verbessert. Ferner integrierte Samsung eine Fülle an Software-Funktionen, mit der man sich von der Konkurrenz abheben wollte. Hier seien beim Galaxy S4 die Fitness-App S Health und die Fernsteuerungs-App WatchOn sowie die AirView-Gestensteuerung.

Samsung Galaxy S5

Beim Galaxy S5 wurden nicht nur software- sondern auch hardwareseitig einige Neuerungen verbaut: Denn neben einem rückseitigen Puls-Sensor, der direkt unter dem Kamerasensor verbaut wurde, integrierte Samsung in den Homebutton einen Fingerabdrucksensor, mit dem sich das Galaxy S5 entsperren ließ. Überdies kann das Galaxy S5 mit einer Eigenschaft punkten, mit denen in der Oberklasse sonst nur Sonys Xperia-Modelle und der Vorjahres-Ableger Galaxy S4 active glänzen konnte: denn das S5 ist wasser- und staubresistent.

Die Smartphones der Galaxy S-Reihe konnten abgesehen von den verbauten Features, die man zum Teil auch als Gimmicks abtun konnte, Jahr für Jahr immer wieder in ihren Kerndisziplinen überzeugen. Ein Kritikpunkt wurde indes erst mit den 2015er-Modellen angegangen: die Materialwahl.

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Übersicht der technischen Ausstattung von Samsung Galaxy S bis Galaxy S5

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Samsung Galaxy S6: Neues Design, neue Materialien

Mit dem Galaxy S6 und S6 edge vollzieht Samsung hinsichtlich dieses seit dem ersten Galaxy-Modell existierenden Makels eine Kehrtwende. Erstmals kommen hochwertige Materialien wie Glas und Metall zum Einsatz. Mit diesem Schritt schwingt Samsung sich auf eine Ebene mit Herstellern wie Apple und HTC, die jeweils stets für ihre hochwertig anmutenden Geräte gelobt werden. Die beiden neuen Smartphones sind optisch gelungen und fühlen sich merklich hochwertiger als die „Plastikbomber“ der vergangenen Jahre an.

Bildergalerie Samsung Galaxy S6 und S6 Edge

Mit diesem Weg hin zu Metall und Glas bleiben aber auch Eigenschaften auf der Strecke, die Samsung-Geräte ausmachten und Kunden zu schätzen wissen: So bieten die beiden Oberklassegeräte nicht mehr die Möglichkeit, den internen Speicher per per microSD-Karte zu erweitern. Außerdem lässt sich der Akku nicht mehr austauschen. Damit diese gestrichenen Eigenschaften nicht zu schwer wiegen, misst der interne Speicher im kleinsten Modell 32 GB. Wer mehr Kapazität benötigt, kann auch zu den Modellen mit 64 und 128 GB greifen. Der fest verbaute Akku kann dank Quick Charge-Technologie binnen weniger Minuten aufgeladen werden. Darüber hinaus besteht ab Werk die Möglichkeit, das Gerät dank Qi Wireless- und weiterer Lade-Standards kabellos mit Energie zu versorgen. Auch wenn Hardcore-Samsung-Fans möglicherweise ob der Streichung besagter Features enttäuscht sind, so wirken die beiden neuen Smartphone-Flaggschiffe als Gesamtpaket wie ein Schritt in die richtige Richtung.

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The Innovation-History of the Galaxy S-Smartphones

Samsung Galaxy S6 und S6 Edge – Spezifikationen im Vergleich

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Samsung Galaxy S6 Samsung Galaxy S6 Edge
Display 5,1 Zoll Super AMOLED mit 2.560 x 1.440 Pixeln (WQHD, 577 ppi) 5,1 Zoll flexibler Super AMOLED mit 2.560 x 1.440 Pixeln (WQHD, 577 ppi)
Prozessor Exynos 7420 Octa-Core mit 2,1 GHz (64 Bit) Exynos 7420 Octa-Core mit 2,1 GHz (64 Bit)
Arbeitsspeicher 3 GB 3 GB
Interner Speicher 32, 64 oder 128 GB (nicht erweiterbar) 32, 64 oder 128 GB (nicht erweiterbar)
Kamera 16 MP mit optischem Bildstabilisator und F1.9-Blende 16 MP mit optischem Bildstabilisator und F1.9-Blende
Frontkamera 5 MP mit F1.9-Blende 5 MP mit F1.9-Blende
Konnektivität LTE, Bluetooth 4.1, NFC, WLAN 802.11 a/b/g/n/ac, GPS LTE, Bluetooth 4.1, NFC, WLAN 802.11 a/b/g/n/ac, GPS
Akku 2.550 mAh (fest verbaut, kabellos aufladbar) 2.600 mAh (fest verbaut, kabellos aufladbar)
Abmessungen 143,4 x 70,5 x 6,8 Millimeter 142,1 x 70,1 x 7,0 Millimeter
Gewicht 138 Gramm 132 Gramm
Betriebssystem Android 5.0.2 Lollipop mit TouchWiz UI Android 5.0.2 Lollipop mit TouchWiz UI
Farben Schwarz, Weiß, Blau, Gold Schwarz, Weiß, Grün, Gold

Quelle: Samsung 1,2; animiertes GIF: GadgetLove

Weitere Themen: Samsung Galaxy S5, Samsung Galaxy S6 Edge, Samsung Galaxy S5 LTE, Samsung Galaxy S4, Samsung Galaxy S3, Samsung Galaxy S2, Samsung Galaxy S, Samsung Pay, MWC 2015: Der Mobile World Congress in Barcelona, Samsung Electronics

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