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Samsung Galaxy S8 und Note 8

Frank Ritter: Das Jahr 2016 endete für Samsungs Mobilfunksparte mit dem größten Fiasko der Firmengeschichte. Im Galaxy Note 7 waren Akkus verbaut, die sich unter bestimmten Bedingungen entzünden konnten. Das Unternehmen war gezwungen, die größte Rückrufaktion seiner Geschichte einzuleiten. Zu dem Umsatzverlust kam der Schaden im Ansehen. Die Zeichen standen also nicht besonders gut für 2017. Und doch hat Samsung uns, allen Unkenrufen zum Trotz, überzeugt.

Mit dem Samsung Galaxy S8 und S8 Plus im Frühjahr und dem Note 8 im Spätsommer stellten die Südkoreaner ein Triumvirat drei starker Geräte vor. Ein optisch und haptisch überzeugendes Redesign der Serien, das alte Stärken – ein tolles Display, viel Leistung und überzeugende Kameratechnologie – mit wegweisenden Neuerungen – ein fast die komplette Front einnehmendes Display im damals noch unüblichen 18,5:9-Format – verband. Auch das im Spätsommer vorgestellte Samsung Galaxy Note 8 setzte diesen Kurs konsequent fort, garniert mit dem funktionsreichen S Pen, der ein Alleinstellungsmerkmal der Note-Serie bleibt. Und auch zu Geräte-Explosionen kam es dank überarbeiteter Sicherheits- und Test-Standards nicht mehr – ein Glück.

Perfekt waren die Geräte sicher nicht. Uns nervte in den Tests zu Galaxy S8, S8+ und Note 8 der nicht umbelegbare Hardware-Button, ein blöd platzierter Fingerabdrucksensor, aufgrund der Glasrückseiten fragile Gehäuse, etwas zu kleine Akkus, die weiter nicht optimale Software und das Fehlen von Gerätevarianten mit planem Display. Schwächen, die Fehlkonzeptionen, aber auch auf Sachzwängen beruhten. Das waren aber kleine Tropfen auf heißen Steinen. Galaxy S8, S8 Plus und Note 8 gehören auch 2018 mit zu den besten Smartphones, die man kaufen kann. Und außerdem steht nach dem „Tick“ 2017 ein „Tock“ 2018 an. Statt eines radikal neuen Konzepts wird Samsung im neuen Jahr bei seinen Flaggschiffen das Rezept verfeinern und ein paar der Kritikpunkte angehen. Wir sind gespannt.