Einkaufsberater: Das sind die besten Mittelklasse-Smartphones
Nachdem André euch bereits die besten Einsteiger-Smartphones bis 100€ vorgestellt hatte und Robert euch daraufhin die momentan aktuellen High-End-Smartphones präsentierte, bin nun ich an der Reihe — und untersuche verschiedene interessante Mittelklasse-Smartphones auf Preis und Leistung, damit ihr kurz vor Weihnachten beim Kauf nichts falsch macht.
Ihr wollt euch oder eure Familie beziehungsweise Bekannten zu Weihnachten mal kräftig beschenken, dafür allerdings nicht allzu viel Geld ausgeben? Ist die Preisklasse irgendwo zwischen 200 und 300 Euro genau diese, die euch anspricht? Dann solltet ihr weiterlesen, denn im Folgenden werde ich diverse spannende Mittelklasse-Smartphones auf Herz und Nieren testen, so dass ihr euer geeignetes Modell sicher finden werdet.
Samsung Galaxy W
Erst vor kurzem hatte ich meinen ausführlichen Testbericht zum Samsung Galaxy W fertiggestellt — und kann so aus dem Nähkästchen plaudern, wenn es um das neue Smartphone aus dem Hause Samsung geht. Dieses kommt nämlich mit einem 1,4 GHz-Single Core-Prozessor, der von 512 MB RAM unterstützt wird. Anders als viele momentan erhältliche Samsung-Modelle kommt das Galaxy Wonder leider nur mit einem Super LCD-Display, das mit den standesgemäßen 800×480 Pixeln auflöst und meiner Meinung nach auch völlig ausreichend ist. Hervorzuheben ist eine wirklich super Haptik; auch wenn hier Samsung-typisch hauptsächlich wieder Plastik verwendet wurde, es liegt wirklich super in der Hand und ist zudem noch ziemlich leicht — ein echter “Hosentaschenkandidat” also. Die 5-Megapixel-Kamera schießt dazu noch sehr schöne Fotos.
Ausgeliefert wird das Galaxy W mit Android 2.3.5 plus TouchWiz 4.0, das Update auf Android 2.3.6 wird jedoch schon Over-the-Air verteilt — ihr habt also eine wirklich sehr aktuelle Android OS-Version auf dem Smartphone. Mit einem Preis von etwa 235 Euro ist es mein echter “Geheimtipp”, für die gebotene Hardware ist dies ein wirkliches Schnäppchen. Von daher kann ich das Samsung Galaxy Wonder nur wärmstens empfehlen — hier macht ihr echt absolut nichts falsch.
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HTC Desire S
Etwas länger als das Samsung Galaxy W ist schon das HTC Desire S auf dem Markt — was allerdings nicht heißen muss, dass sich das HTC-Smartphone hinter der Samsung-Konkurrenz verstecken muss. Denn — mal wieder Hersteller-typisch — hier überzeugt gerade die gelungene Verarbeitung sowie die aus einem Block gefräste Aluminium-Unibody-Rückseite. Und die HTC Sense-Oberfläche kann manch einen — je nach Bedürfnis und Vorliebe — auch vielleicht eher überzeugen als Samsungs TouchWiz-Pendant.

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Motorola Defy+
Das Motorola Defy+ ist das erste und auch einzige Outdoor-Smartphone in diesem Einkaufsberater — Grobmotoriker, Naturfreunde oder “echte” Männer, die nicht auf den Komfort eines (Mittelklasse-)Smartphones verzichten wollen, finden hier also ihr einzig wahres Modell. Aber auch ganz unabhängig dieses Features bietet das Defy+ einige Vorteile: So lobte Kollege Jens in seinem Kurztest insbesondere das qualitativ hochwertige Display, zudem überzeugte das Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Samsung Galaxy S Plus
Die Plus-Variante des beliebten Ur-Galaxy S bietet an sich genau die gleiche Hardware wie das Samsung Galaxy W — es gibt allerdings zwei essentielle Unterschiede: Das Display ist statt 3,7 4 Zoll in der Diagonalen groß und nutzt die bessere AMOLED-Technologie. Das waren dann allerdings auch schon wieder die Unterschiede — sowohl von der Hard-, als auch von der Software. Denn nach einem Over-the-Air-Update bietet das Galaxy S Plus Android 2.3.6 mit der darüber gelegten TouchWiz 4.0-Oberfläche.

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Samsung Nexus S
Ich persönlich finde das Nexus S in dieser Liste am interessantesten — was hauptsächlich daran liegt, da es sich hierbei um ein original “Google-Experience”-Modell handelt. Heißt also: man bekommt immer als Erstes Software-Updates; und im Falle des Vorgängers des Galaxy Nexus hoffe ich, dass dieses Gerät auch noch Updates nach der Ice Cream Sandwich-Aktualisierung erfahren wird. Zudem sagt mir das gerundete Design des Nexus S sehr zu. Auch Modder fahren mit dem Gerät sehr gut, schließlich gibt es eine große Anzahl an Custom-ROMs und auch hier gibt es bereits einen gut funktionierenden Android 4.0-Port.

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Sony Ericsson Xperia Neo
Ja ich weiß, wahrscheinlich könnt ihr euch die technischen Daten des Sony Ericsson Xperia Neo schon denken: 1 GHz-Single Core-Prozessor, 512 MB RAM, 3,7-Zoll-Display mit hingegen etwas schrägen 854×480 Pixeln Auflösung. Der Hauptunterschied zur Konkurrenz in dieser Liste ist jedoch der MicroHDMI-Ausgang, der tatsächlich einige nette Anwendungsmöglichkeiten bietet, jedenfalls wenn man keinen DLNA-Fernseher besitzt. Denn ich habe momentan ein Sony Ericsson [link id=1207305]Xperia Arc S zum Testen bei mir, das ebenfalls mit einem MicroHDMI-Ausgang aufwartet — und die Technik klappt super; der komplette Bildschirminhalt wird in HD-Auflösung auf den Fernseher übertragen. Von daher müsste dies auch beim Xperia Neo sehr gut klappen. Die Kamera des Sony Ericsson-Smartphones bietet 8,1 Megapixel und kann soweit auch ganz überzeugen.

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LG Optimus Black
Vor der offiziellen Markteinführung hatte LG damit geworben, dass das Display des Optimus Black — ein sogenannter NOVA-Bildschirm — das bisher Hellste auf dem Markt sei. Und tatsächlich kann das 4-Zoll-Display des Optimus Black überzeugen; es bietet eine maximale Helligkeit von bis zu 715 Candela pro Quadratmeter — andere Smartphones erreichen teils nur bis zu 400 cd/m2. Ansonsten bietet das LG-Smartphone die “standardgemäße” Ausstattung für diese Preisklasse: 1 GHz-Single Core-Prozessor, 512 MB RAM, 5-Megapixel-Kamera.
Nach wirklich langer Wartezeit hat LG vor kurzem auch das Android 2.3-Update für das Optimus Black ausgerollt, die Ice Cream Sandwich-Aktualisierung wurde bereits hoch und heilig versprochen — trotzdem sollte man hier von LG keine Wunder erwarten; es wird sicher noch dauern, bis das Android 4.0-Update wirklich eintrifft. Überzeugen kann aber gerade das Preis-Leistung-Verhältnis, denn für einen Preis von mindestens 220 Euro erhält man hier ein solides Smartphone, das immerhin schon das Versprechen für die Ice Cream Samdwich-Aktualisierung hat. Vor diesem Hintergrund kann ich eine besondere Kaufempfehlung für das Optimus Black aussprechen.
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HTC Incredible S
Das HTC Incredible S ist bereits seit Anfang März auf dem Markt und dürfte damit — das Samsung Galaxy S1 jetzt natürlich mal ausgenommen — das älteste Smartphone in unserem Einkaufsberater sein. Es wartet mit einer HTC-untypischen, matten Oberfläche auf und fasst sich deswegen wirklich hervorragend an. Die reine Hardware-Ausstattung ist hingegen wieder das Mittelmaß, das ihr mir wahrscheinlich schon auswendig vorhersagen könnt: 1 GHz-Single Core-Prozessor, 512 MB RAM, 4-Zoll-Super-LCD-Display mit 800×480 Pixeln, 5-Megapixel-Kamera. Anzumerken ist hierbei, dass sowohl die Kamera, als auch das Display einen wirklich guten Job machen.
Mittlerweile wurde auch schon längst das Android 2.3-Update ausgerollt; ob und inwieweit Ice Cream Sandwich für das Incredible S kommen wird, mag ich im Moment noch nicht beurteilen — als “gesichert” kann man diese Aktualisierung leider nicht bewerten. Ein wenig zu hoch angesetzt finde ich jedoch den Preis: Für in etwa 320 Euro bekommt man deutlich Besseres! Von daher gebe ich erstmal nur eine bedingte Kaufempfehlung für das HTC Incredible S ab — HTC-Fans mit einem dicken Geldbeutel ohne Drang nach der immer aktuellsten Hardware werden aber sicherlich glücklich mit dem Smartphone werden. Unseren ausführlichen Testbericht kann ich euch aber in jedem Falle nochmal ans Herz legen.
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Sony Ericsson Xperia Ray
Mit einer Bildschirmdiagonale von 3,3 Zoll ist das Sony Ericsson Xperia Ray das mit Abstand kleine Smartphone in diesem Einkaufsberater. Wer also wirklich kleine Hände hat und den Trend zum immer größeren Smartphone (Galaxy Nexus mit 4,65 Zoll) abschreckend findet, sollte sich den Winzling auf jeden Fall mal genauer anschauen — denn anders als die meisten Modelle, die mit einem solch kleinem Display aufwarten, muss man hier keine Abstriche bei der Hardware machen (verglichen mit der Konkurrenz aus dieser Liste). Denn das kleine Display löst — ebenso wie das des Xperia Neo — mit den kruden 854×480 Pixeln auf, zudem bietet das Sony Ericsson-Smartphone einen 1 GHz-Single Core-Prozessor, der von 512 MB Arbeitsspeicher unterstützt wird.
Die 8,1-Megapixel-Kamera macht zwar soweit ganz gute Bilder, die allerdings einen leichten Blau- sowie Rot-Stich aufweisen. Alles in allem ist das Xperia Ray aber ein eleganter Begleiter mit gutem Display, der problemlos in jede Hosentasche passt. Mit einem Preis ab 220 Euro ist es zudem noch überaus günstig, so dass ich guten Gewissens eine Kaufempfehlung, insbesondere für Menschen mit kleinen Händen oder für alle, die aus sonstigen Gründen kleine Smartphones bevorzugen, aussprechen.
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HTC Sensation XL
Zweifelsohne: Mit einem Straßenpreis, der immer noch teils weit über 500 Euro liegt, passt das HTC Sensation XL nicht wirklich in unseren Einkaufsberater, der sonst größtenteils Smartphones in einem Wert von etwa 250 Euro beinhaltet. Da das neue HTC-Smartphone aber sonst in keine Kategorie richtig reinpasst (Stichwort: Obere Mittelklasse) haben wir es noch in diesen Liste mit rein gepackt. Das HTC [link id=1207322]Sensation XL besitzt einen 4,7 Zoll großen S-LCD-Bildschirm, der Inhalte allerdings nicht in HD-, sondern nur in WVGA-Auflösung (800×480 Pixel) anzeigt. Der Single Core-Prozessor taktet mit 1,5 GHz.

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Fazit
Wie ihr sicherlich gemerkt habt, unterscheiden sich die genannten Smartphones in der Regel nur geringfügig — die Details machen es aus. Hier muss jeder für sich selbst entscheiden, worauf er besonders Wert legt und dies bei seiner Kaufentscheidung berücksichtigen — das einzig beste Modell aus dieser Liste gibt es nicht. Sicher kann ich allerdings sagen, dass insbesondere das Preis-Leistungs-Verhältnis beim Samsung Galaxy W, dem Motorola Defy+ und dem Sony Ericsson Xperia Ray überzeugt.
Auch kann man festhalten, dass der, der besonders auf Updates Wert legt, mit dem Samsung Nexus S immer noch am Besten beraten ist. Nutzer, die hingegen besonders auf User Experience und Verarbeitung Wert legen, werden wahrscheinlich mit dem HTC Desire S großen Spaß haben. Wir lernen also: Eine vorgeschriebene Lösung gibt es nicht — jeder muss ganz nach seinen Bedürfnissen auswählen. Ich hoffe, dass ich euch bei eurer Kaufentscheidung wenigstens ein bisschen helfen konnte.






