Studie: Android-Nutzer weniger OS-loyal als iPhone-Nutzer

Frank Ritter
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Eine Studie der GfK hat die Treue von Konsumenten hinsichtlich Mobil-Betriebssystemen untersucht. Das Ergebnis: Android-Nutzer sind emotional weniger stark an ihr Smartphone gebunden als iPhone-Besitzer. Man könnte aber auch sagen, dass Android-Nutzer stärker an die Hardware-Marke gebunden und iPhone-Nutzer blinder für Alternativen sind.

Studie: Android-Nutzer weniger OS-loyal als iPhone-Nutzer

Eine am Montag vorgestellte Studie der GfK befragte Konsumenten in wichtigen Märkten der Welt nach ihren Präferenzen bei mobilen Betriebssystemen. Ergebnis: Die wenigsten Smartphone-Nutzer sind sich sicher, ob sie ihrer Marke oder ihrem Mobil-OS treu bleiben. Einzige Ausnahme sind Benutzer von Apple iPhones.

Der Studie zufolge planten durchschnittlich nur 25 Prozent der Nutzer, ihrem mobilen Betriebssystem treu zu bleiben — bei Apple lag der Anteil mit 59 Prozent jedoch unverhältnismäßig hoch. Weit dahinter: RIMs BlackBerry OS mit noch recht starker Loyalität von 35 Prozent, Android mit 28 Prozent, Windows Mobile mit 21 Prozent.

Die GfK hat insgesamt 2.653 Handy-Nutzer in Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Spanien, den USA und China befragt. In der Gesamtzahl wollten 37% der Nutzer herkömmlicher Mobiltelefone beim nächsten Kauf auf ein Smartphone umsteigen. Die überproportionalen Wachstumszahlen im Smartphone-Markt in den vergangenen Jahren werden durch diese Ergebnisse bestätigt.

Die massiver Diskrepanz der Zahlen bei iPhone und Android lässt nicht unbedingt den Schluss zu, dass iPhones per se besser seien, als Geräte mit dem Google-Betriebssystem. Vielmehr zeigt sich, dass Smartphones, bei denen Hardware und Software aus einer Hand geliefert werden, größere Zustimmung bei den Befragten hinterließ. Gut möglich, dass einem hypothetischen Befragten mit einem Xperia X10 zwar bewusst war, dass er ein Gerät von Sony besitzt, aber nicht, dass es sich um ein Android-Telefon handelt — oder, dass ihm das OS weniger wichtig als die Marke war.

Eine weitere Interpretationsmöglichkeit ist, dass Apple-Nutzer im Mittel weniger Marktübersicht besitzen und sich der Tatsache, dass es potente Alternativen zum iPhone gibt, eventuell gar nicht bewusst sind.

Bild: opensourceway (cc)

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