Sony Xperia S: Kamera Hands-On

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Smartphone-Kameras werden immer leistungsfähiger. Durch neuere, größere Sensoren und verbesserte, lichtstärkere Objektive rückt man einer gängigen Kompaktkamera schon gefährlich nahe auf die Pelle. Sonys aktuelles Flaggschiff namens Xperia S möchte hier die Konkurrenz herausfordern. Der bewährte Exmor-R Kamerasensor soll hierbei auch bei der 12 Megapixel-Linse für gute Ergebnisse, selbst bei schlechtem Licht sorgen.

Sony Xperia S: Kamera Hands-On

Mit einer Blende von F/2.4 ist das Objektiv an sich nicht das lichtstärkste in der Smartphone-Armada, kann sich aber trotzdem noch sehen lassen. Da ich gerne und viel fotografiere hat das Handy natürlich in dieser Disziplin mein Interesse geweckt. Also nahm ich das Xperia S mit auf einen Ausflug zum heimischen Volkspark, bei ausreichend gutem Wetter. Mit im Gepäck hatte ich meine Spiegelreflexkamera Nikon D5000.

 

Zwar mag ein Vergleich beider Systeme äußerst unfair erscheinen, jedoch interessierte mich trotzdem, wie sich das Smartphone im Vergleich zur SLR schlagen würde. Als Objektiv nutzte ich die 18-55 VR Standard-Linse aus dem Hause Nikon. Normalerweise stelle ich Blende, Belichtungszeit, ISO und Sonstiges manuell ein, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Für einen faireren Vergleich ließ ich meine Kamera die Optionen automatisch auswählen.

Auch das Xperia S blieb in den Standard-Einstellungen. Viel gibt's bei der Softwar der Sony Kamera sowieso nicht auszuwählen. Auflösung, Blitzmodus, Selbstauslöser, Lächelerkennung, GPS-Position, Verschlusston und Aufnahmemethode stellen die Optionen dar. Außerdem kann zwischen automatisch erkannter Szenerie und normalem Modus gewählt werden. Als Extra gibt's 3 verschiedene Panoramen.

Das Sony bei so einer vielversprechenden Kamera keine Möglichkeit mit auf den Weg gibt, die Lichtempfindlichkeit, die Farben, den Kontrast oder den Weißabgleich einzustellen ist etwas ärgerlich. Die Xperia-Kamera ist bei gutem Licht auch eine von der schnellen Sorte. Nur 0,5 Sekunden vergehen bis das Motiv fokussiert ist. Die Zeit bis das Bild dann mit durchgedrücktem Auslöser im Kasten ist liegt unter einer Sekunde. Dabei kann die Größe eines Bildes schon mal über 4 MB sein.

Hier ein paar direkte Detailvergleiche der beiden Kameras

Je nach Detailreichtum einer Aufnahme variiert die Datenmenge beim Xperia von 1 MB bis über 4 MB. Hier ist jedoch noch Luft nach oben, denn laut der App Android System Info ist die JPG-Qualität der Bilder nur auf 85% gestellt. Die Qualität der Bilder konnte mich durchaus überzeugen. Sogar würde ich behaupten, dass das bisher die beste Smartphone-Kamera ist, die mir in die Hände kam. Die Farben wirken recht realistisch, sind aber einen Tick zu warm.

Die Details können überzeugen, im Vergleich zu einer Spiegelreflex macht das Objektiv eine vorzeigbare Figur, auch wenn hier logischerweise sehr feine Strukturen bei manchen Stellen verloren gehen. Dennoch kann man beispielsweise Geäst noch recht deutlich erkennen, bei vielen anderen Handys verwandeln sich solche Motive schnell in Matschhaufen. Erfreulich ist auch, dass die effektive Auflösung zu den Bildrändern hin stabil bleibt. In den Ecken sieht man keine unscharfen Stellen.

Alle Bilder des Xperia S

Vergleichsbilder von der Nikon D5000

Anmerkung: Mit Rechtsklick und “Grafik speichern unter” bei Firefox könnt ihr die Bilder in voller Größe herunterladen. Besonders bei Makro-Aufnahmen macht das Sony eine überaus gute Figur. Zwar überstrahlt das Weiß etwas, davon abgesehen ist das Bild jedoch sehr detailliert. So lichtempfindlich wie beworben ist der Exmor R-Sensor jedoch nicht. Selbst bei der niedrigsten Lichtempfindlichkeit von ISO 50 ist Farbrauschen zu erkennen, was man beispielsweise bei dem Bild mit dem See sehen kann. Der separate Auslöseknopf des Handys ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Damit gelingen auch in spontanen Situationen schnelle Aufnahmen, da man die Kamera mit der Taste auch aus dem Standby heraus aufrufen kann. Insgesamt sind die Bilder des Xperia S durchaus bei der Elite der Kamera-Smartphones einzuordnen. Den heiligen Gral der Handy-Cams hat Sony damit zwar sicherlich nicht entworfen, um die Kompaktkamera hin und wieder zuhause zu lassen taugt das Gerät aber allemal.

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