WP7: Nach Mango kommt jetzt Tango

Matthias Schleif

Möglicherweise hat sich der ein oder andere Beobachter darüber gewundert, dass ein so schwach ausgestattetes Smartphone, wie Nokia es mit dem Lumia 610 gerade erst auf dem MWC vorgestellt hat, mit Windows Phone 7 laufen soll. Mit dem neuesten Update namens “Tango” gibt Microsoft jetzt die Auflösung dieser Frage bekannt.

WP7: Nach Mango kommt jetzt Tango

Auch wir hatten ja geunkt, dass es sich bei nur 256MB Arbeitsspeicher im Lumia 610 um einen nicht sehr anspruchsvollen Prozessor handeln kann. Dass das Modell dennoch mit einer Windows-Version ausgeliefert werden kann, hat Microsoft ein wenig nachgeholfen und eine Art “Cheap Edition” entworfen, wie sie es schon vor Jahren mit der XP Netbook-Edition gemacht haben. Das Tango-Update, das sinnigerweise dem Mango-Update folgt, unterstützt auch deutlich schwächere Hardware, als bisher, so dass eben auch 256MB RAM oder ein einkerniger Prozessor bei etwa 800 MHz genügen sollen. Aber nicht nur unter Haube hat sich einiges getan, auch weitere Features wie Sprachnotizen und verbesserte MMS-Funktionen sind hinzugekommen.

Insgesamt versprechen die Redmonder, dass man nur auf etwa 5% der Apps verzichten müsse, die eben zu anspruchsvoll seien. Aber hey, seien wir ehrlich, 95% der Apps sind doch eh Schrott, also die Aussage so pauschal nicht viel wert. Wenn es sich um die 5% der Programme handelt, die der Durchschnittsanwender so nutzt, könnte das ein ganz schön schwächliches Erlebnis werden. Das Abspecken der Hardwareanforderungen ist, wie Roland von Winfuture zu Recht bemerkt, sicher eine der größeren Herausforderungen für ein Enwticklungsteam. Ein Besipiel für diese Art Überforderung ist wohl Bing Local, das auf entsprechend schwächerer Hardware nicht genutzt werden kann, da die Power des Systems für einen Datentransfer im Hintergrund nicht ausreiche.

Außer Nokias Lumia 610 wird das Tango-Update auch für andere Smartphones zur Verfügung gestellt, die in den nächsten Monaten den kostenlosen Download angeboten bekommen sollten.Los gehts ab Anfang April, mit einer Auslieferung bis in den Sommer ist also zu rechnen. Der Grund für die Verzögerung liegt in der Zusammenarbeit mit den Mobilfunkprovidern, die ein fehlerloses Funktionieren erwarten und daher das Update erst ausgiebig testen wollten.

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