RTL in der Quotenkrise: Trash-TV zieht nicht mehr

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Den Privaten geht's nicht gut. Neben dem zunehmend unsympathisch dahinsiechenden Kellerkind SAT.1 erwischt es nun auch RTL im zweiten Jahr in Folge. Im Mai erreichte man mit 14 Prozent Marktanteil den bisherigen Tiefstand bei den 14- bis 49-Jährigen. Vor allem eigens produzierte Gehirngefahren wie das “Das Supertalent”, „Mama Mia“ oder „Pool Champions“ enttäuschten die Programmmacher. Doch auch mit CSI Irgendwas und sonstigem B-Crime-Kram kann man heute wohl keinen erfolgreichen Fernsehabend mehr bestreiten. Es ist also Zeit für eine Strategie. Die wurde in dieser Woche vorgestellt. Mit Information, Journalismus und mehr Sport will RTL zu alter Größe zurückfinden.

RTL in der Quotenkrise: Trash-TV zieht nicht mehr

Wie ernst es dem Sender damit ist, konnte man bereits vor einiger Zeit erahnen, als RTL ARD und ZDF überraschend die Qualifikationsspiele der Nationalmannschaft für die Europameisterschaft 2016 und die Weltmeisterschaft 2018 vor der Nase wegschnappte. Mit der am Mittwoch präsentierten Programmvorstellung setzt der angeschlagene Privatsender nun den zweiten Teil der Strategie fest. Senderchef Frank Hoffmann spricht von mehr Information und Journalismus.

Was uns da konkret bevorsteht, bleibt abzuwarten. Bisher ist nur die Rede von Wahl-Sondersendungen und der Beimischung von bekannten RTL-Moderatoren (- und Köchen) in politische Talkrunden. Fest steht dafür schon jetzt: Es kann eigentlich nur besser werden.

via: Spiegel Online


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