Die eigene Homepage erstellen – so geht‘s

Marco Kratzenberg
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Wer heute eine Homepage erstellen will, der hat es leicht: Mit einem Homepage-Baukasten oder einem Content Managment System können selbst Laien eine anspruchsvolle Webseite erstellen und pflegen. Hier ein paar Tipps...

Wer in den Anfängen des Internet eine Homepage erstellen wollte, der musste entweder HTML lernen oder verließ sich dabei auf den kruden HTML-Code von Microsoft Word. Die meisten Homepages waren mehr als simpel. Das ist zum Glück heute in jeder Hinsicht leichter und günstiger. Die großen Webspace-Provider bieten auch einen Homepage-Baukasten an, mit denen ihr eine Internetseite erstellen könnt, ohne die geringste Ahnung von Webdesign zu haben.

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Mit WebSite X5 13 Webseiten erstellen

Verschiedene Arten von Homepages

Mit der technischen Entwicklung kam auch eine große Zahl neuer Webseiten-Formate. Wer heute eine Homepage erstellen will, sollte sich zuerst im Klaren sein, was er eigentlich vorhat. Wer regelmäßig neue Texte veröffentlichen will, der sollte ein Blog-System wählen. Eine Spielart der Blogs ist das Bilder-Blog, bei dem in erster Linie ständig neue Bilder veröffentlich werden.

Die Selbstdarstellungen von Firmen, Vereinen und Personen stellen die klassischen Internetseiten dar. Dazu muss man eine Homepage erstellen, die eine Menüstruktur und gegebenenfalls mehrere Seiten hat. Die regelmäßige Änderung des Inhalts steht hier nicht im Vordergrund, sondern die statische Erreichbarkeit wichtiger Informationen. Das ist die perfekte Aufgabe für die sogenannten Homepage-Baukästen.

Homepage erstellen mit einem Baukasten-System

Auch wenn es einige kostenlose Anbieter gibt, bei denen ihr eine Internetseite erstellen und dazu einen Homepage-Baukasten verwenden könnt, solltet ihr euch das überlegen – auch im Hinblick auf die Zielgruppe. Diese Firmen finanzieren sich durch Werbeeinblendungen in euren Webseiten. Das ist für eine private Homepage nicht ganz so schlimm, wirkt aber bei Firmen- oder Vereinsseiten unseriös.

Anbieter wie 1 & 1 oder Strato bieten euch die Homepage-Baukästen an, mit denen ihr Internetseiten jeder Art selbst erstellen könnt. Die Angebote staffeln sich hinsichtlich der Leistung und der Preise in verschiedene Kategorien auf. Alle haben gemeinsam, dass mindestens eine Domain und E-Mail-Adressen dabei sind. Außerdem greifen sie in der Regel auf einen großen Fundus von bereitgestellten Fotos und Designs zurück. Wenn es richtig professionell werden soll, dann könnt ihr eine Homepage erstellen, die über leistungsfähige Shop-Software verfügt und euch Marketing-Unterstützung in Form von Newslettern bietet.

Die Kosten fangen bei etwa 5 Euro pro Monat an und können für Profi-Pakete durchaus im Bereich von 30 Euro im Monat liegen. Es gibt aber auch kostenlose Angebote mit einer Homepage-Baukasten-Funktion. Dort kann sich jeder eine Homepage erstellen, die dann allerdings fremde Werbung einblendet, auf die ihr keinen Einfluss habt. Auch die Vorlagen wirken lange nicht so professionell. Wenn es darum geht, sich seriös mit seiner Internetseite zu präsentieren, sollte man ein paar Euro im Monat übrig haben.

Eine kostenlose Homepage erstellen

Natürlich kann man nach wie vor eine kostenlose Homepage erstellen. Der Begriff kostenlos muss aber zumeist mit einem gewissen Misstrauen betrachtet werden, denn irgendwie muss sich die gebotene Leistung ja finanzieren – und in den meisten Fällen ist das eben Werbung. Zwar ist die mittlerweile auf solchen Seiten schon lange nicht mehr so aufdringlich wie früher, aber sie ist eben vorhanden. Wenn man damit allerdings zurechtkommt, kann man unter einer Reihe von guten Anbietern wählen, die unterschiedliche Leistungen anbieten.

So bietet etwa WordPress kostenlose Subdomains unter der Domain WordPress.com an, die gleichzeitig noch den Vorteil haben, dass dahinter die bekannte und leistungsfähige Blog-Software sitzt. Ihr könnt das Aussehen der Webseite vielfältig anpassen, ohne dafür wirklich tiefgehende Kenntnisse zu benötigen. Einige Vorlagen sind kostenlos, andere hingegen verhältnismäßig teuer. Aber in der Regel kommt man mit den Standards sehr gut aus.

Der große Vorteil ist, dass man in einer angenehmen, leicht verständlichen Oberfläche arbeitet und die Seiten sind mit einem Klick sofort öffentlich. Nach relativ kurzer Einarbeitungszeit ist jeder in der Lage, sehr gut aussehende Webseiten zu gestalten. Allerdings wird den Besuchern gelegentlich eben Werbung eingeblendet.

Internet-Zeitreise: Webseiten früher & heute im Vergleich

Eine leistungsfähige Homepage erstellen auf freiem Webspace

Wenn man bereits über einige Homepage-Kenntnisse verfügt, weiß, wie man mit einem FTP-Programm umgeht und auch etwas mit MySQL-Datenbanken anfangen kann, der ist bei Seiten wie gut aufgehoben. Dort gibt es kostenlosen, werbefreien Webspace mit PHP, MySQL-Datenbanken.

Hier stehen dem Anwender alle Möglichkeiten offen. Er kann ein eigenes CMS installieren, einen Shop einrichten oder ein Chatsystem dort aufziehen. Ihr findet dort ebenfalls eine Homepage-Baukasten, mit dem ihr eure Homepage erstellen könnt. Auch WordPress-Blogs könnt ihr direkt starten, ohne noch etwas installieren zu müssen.

Selbst für simple Seiten lohnt sich das. Einfach auf einer der vielen Seiten für kostenlose Webseitenvorlagen eine passende runterladen, die Texte ändern, einige Grafiken neu einbinden und hochladen. Die Seite bietet eine Subdomain unter 000webhostapp.com an, die man sich frei aussuchen kann – sofern sie frei ist. Trafficgebühren werden nicht berechnet. Zum Konto gehört auch ein E-Mail-Account mit POP3 und IMAP-Zugriff.

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