Kurze Webadressen: Die besten Short URL Dienste

Manche Webadressen sind zwar aussagekräftig, aber schwer zu merken oder am Telefon zu übertragen. Aus diesem Grund haben sich schon seit einigen Jahren einige “Adress-Verkürzer” etabliert, die solche langen Monster kurz und merkbar machen. Ich stelle einige Short Url-Dienste vor.

Kurze Webadressen: Die besten Short URL Dienste

Eine Adresse wie http://www.giga.de/webapps/watchever/specials/movie2k-alternativen-im-ueberblick-wo-kann-man-filme-kostenlos-online-gucken/ verrät zwar schon, was man dahinter erwarten kann, aber nenne die mal jemandem am Telefon. Das geht mit http://goo.gl/ZLwdRg schon wesentlich leichter – und beide verweisen auf dieselbe Seite!

Wie funktioniert eine Short Url?

Wie schon gezeigt, wird quasi eine Adresse gegen die andere ausgetauscht. Dazu muss der Anbieter aber wissen, wohin er umleiten soll. Und das sagen wir ihm. Dazu geben wir beispielsweise auf der Webseite des Url-Verkürzers in einem Eingabefeld die lange Adresse ein und bekommen dann eine Kurzadresse angezeigt. Das ist nichts anderes als eine Umleitung. Der Anbieter speichert also die lange Adresse, gibt dafür eine kurze Umleitungsadresse raus und wartet auf deren Aufruf.

In der Regel besteht diese Short Url aus der Webseite des Anbieters, gefolgt von einigen Zahlen und Buchstaben. Also etwa http://bit.ly/15pvyDt. Nur sieben Zeichen reichen hier aus, um eine lange Adresse eindeutig zu kennzeichnen. Das ist einfache Mathematik. Bei 28 Buchstaben und den Zahlen von 0-9 gibt es fast unendlich viele Möglichkeiten, das Internet in kurze Adressen zu verwandeln.

Welche Short Url-Dienste sind empfehlenswert?

Wenn man entscheiden will, welcher dieser Dienste empfehlenswerte ist und welcher nicht, dann geht es hauptsächlich um folgende Fragen:

  • Erfolgt eine direkte, werbefreie Umleitung, oder wird eine Zwischenseite bzw. ein Werbeframe eingeblendet?
  • Wie kurz ist die Zieladresse?
  • Wie schnell ist die Umleitung?
  • Kann man die Nutzung der Short Url in einer Statistik verfolgen?

Letzteres geht. Z.B. nicht bei allen Anbietern, aber Dienste wie bit.ly erfüllen gleich alle der eben aufgezählten Forderungen.

Short Url von bit.ly

Diesen Dienst gibt es schon ziemlich lange und er macht seien Sache wirklich exzellent. Unter bit.ly finden wir die Webseite, auf der wir jede beliebige Adresse in eine Kurz-Url umwandeln können. Diese Adressen sind recht kurz, wie man ja an http://bit.ly/15pvyDt schon sehen kann. Und das Schönste: Hängt man an seine Short Url einfach ein Pluszeichen an, so kann man nachverfolgen, wie oft und wann sie genutzt wurde. Probiert es selbst mal unter http://bit.ly/15pvyDt+. Die Umleitungen sin sehr schnell und erfolgen nahezu verzögerungsfrei. Es wird keinerlei Zwischenseite oder irgendeine Form von Werbung angezeigt.

Google kann auch Short Urls

Dass Google über einen eigenen Short Url-Dienst verfügt, ist gar nicht so bekannt. Unter goo.gl finden wir eine wenig aufregende Seite, die einfach macht, was sie soll. Im Eingabefeld geben wir die lange Adresse an und bekommen dann einen Kurzlink wie http://goo.gl/CS56z0 angeboten. Das Verfahren ähnelt also sehr dem von bit.ly. Hat man sich mit einem Google-Konto angemeldet, kann man auf der Webseite eine Statistik seiner letzten Links nachverfolgen.

Diese sind sogar wesentlich umfangreicher und geben Infos über die Verbreitung, Browser und Betriebssysteme der Link-Nutzer. Für Firefox gibt es ein nettes Addon namens goo.gl lite, das mit einem einzigen Mausklick aus einer aktuelle Adresse eine Google-Short Url macht und sie in die Zwischenablage kopiert. Sehr praktisch, um mal eben auf die Schnelle so eine Kurzadresse weiterzugeben.

Short Urls vorab prüfen

Es gibt auch einige Webseiten, auf denen man solche Short-Url-Adressen prüfen kann, wenn sie einem beispielsweise dubios vorkommen, weil sie Teil einer Spam-Mail sind. Und das macht auch Sinn, wenn man bedenkt, dass z.B. einige russische Anbieter von Casinoseiten ihren Besuchern gleichzeitig Trojaner unterjubeln. Webseiten wie CheckShortUrl haben sich darauf verlegt, solche Adressen rückwärts aufzulösen und uns anzuzeigen, was dahintersteckt. Generell ist das sicher keine schlechte Idee.

Man bekommt eine kleine Vorschau der Seite angezeigt und darunter einen Haufen von Informationen. Also zum Beispiel die eigentliche Zieladresse, die Umleitungsgeschwindigkeit sowie einige Angaben zum Seitentitel und -Inhalt. In den meisten Fällen kann es nicht schaden, sich so zu vergewissern. Allerdings muss man sich auch klarmachen, dass die Webseite dennoch einen Besuch bekommt! Nicht von uns, aber von der Webseite CheckShortUrl. Und schon anhand dessen können die Gauner manchmal Aufschlüsse darüber bekommen, wie erfolgreich eine ihrer Spamkampagnen war. Wie viele Empfänger darauf geklickt haben. Und wenn sie wirklich clever waren, haben sie jedem Empfänger eine eigene Short Url zugesendet und können an der Nutzung erkennen, dass die E-Mailadresse gültig ist. So kann also selbst eine solche Prüfung zur Falle werden. Wenn man sich fast sicher ist, dass hinter einer Kurzadresse nichts seriöses steckt, dann sollte man sie löschen. Übrigens reagiert die E-Mailadresse support@bitly.com schnell auf Spamadressen.

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