Lange bevor es CDs für Computer gab, gab es die Musik-CD. Damals handelte es sich dabei immer um dasselbe Format, dessen Spezifikation übrigens Red Book genannt wird. Heute kann „Musik-CD“ auch bedeuten, dass jemand jede Menge MP3-Dateien auf einen CD gebrannt hat.

Es gibt übrigens einen Unterschied, auf welche Weise bzw. in welchem Format CDs gebrannt werden. Will man eine Audio-CD brennen, dann wird ein anderes Format benutzt, als etwa bei Video CDs oder Datensammlungen. Deshalb bieten Brennprogramme verschiedene Formate an und danach muss man sich auch richten, wenn man seine Musik auf CD brennen will. Will man nur eine Musik-CD kopieren, dann wird das als einfache 1:1 Kopie im Programm erledigt. Dabei liest das Brennprogramm eine Quell-CD ein, speichert die Daten auf der Festplatte und brennt sie dann auf einen CD-Rohling.

Eine Audio-CD brennen. Was muss ich berücksichtigen?

Musik auf CD brennen ist nicht dasselbe wie eine Audio-CD zu brennen. Bei MP3-Dateien reicht es aus, die Dateien im normalen Dateimodus einfach auf die CD zu kopieren. Audio-CDs haben ein eigenes Format. Also muss man bereits zu Beginn der Aktion in seinem Brennprogramm Musik-CD oder Audio-CD wählen.

Die üblichen Brennprogramme sind in der Lage, auf der Festplatte liegende MP3-Dateien automatisch so umzuformatieren, dass sie als Audio-CD verwendbar sind. Hat man sich also ein Album oder einzelne Stücke online gekauft oder seine CD bereits einmal als MP3-Dateien auf die Harddisk extrahiert, so kann man sie unproblematisch wieder ein eine CD zurück verwandeln. Vor allem kann man sich auf diese Weise auch eigene Musikzusammenstellungen brennen, wie man es zu Zeiten der Cassette als „Mix-Tape“ gemacht hat.

Eine CD hat zwei Arten von Fassungsvermögen, die meist auch draufgedruckt sind. Einmal fasst sie 700 MB – das ist die theoretische Menge an Daten, die man darauf brennen könnte. Aber für Musik-CDs ist interessant, dass man nur 80 Minuten Musik auf Audio-CDs kopieren kann. Und das sind zwei völlig unterschiedliche Maßsysteme! Die MP3-Dateien für diese 80 Minuten Musik nehmen vielleicht auf der Festplatte nur 50 oder 60 MB an Platz weg. Trotzdem kann man nicht mehr auf die CD brennen, wenn man Musik-CDs brennen will. Doch in der Regel sind alle Brennprogramme in der Lage dazu, uns früh genug zu warnen, wenn die CD „voll“ ist.

MP3-CDs: Eine andere Art von Audio-CD brennen

Verschieden CD-Player und auch Autoradios beherrschen mittlerweile das Abspielen sogenannter MP3-CDs. Das sind streng genommen keine Audio-CDs, sondern Daten-CDs. Und darum muss man sie ein seinem Programm auch nicht wie eine Audio-CD brennen. Um so jede Menge Musik auf CD zu bekommen, reicht der normale Modus einer Daten-CD aus.

Der große Vorteil dabei ist, dass man wesentlich mehr Musik auf seine Scheibe bekommt! Wie ich weiter oben ausgeführt habe, hat die normale Audio-CD eine maximale Abspiellänge von 80 Minuten. Das liegt an den Beschränkungen des Formats. MP3-CDs sind reine Datensammlungen, wie z.B. auch ein USB-Stick. Hier kommt es also nur darauf an, wieviel Platz meine Musikstücke brauchen. Und das ist ein einfaches Rechenexempel. Sind meine Musikstücke als MP3-Datei durchschnittlich 3,5 MB groß, dann bekomme ich davon 200 Stück(!) auf eine CD. Das sind dann, bei etwa 2,5 Minuten Abspieldauer pro Stück mehr als 8 Stunden ununterbrochene Musik.

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