PC optimieren: So holt ihr mehr Leistung aus dem Rechner [Tipp]

von

Das Öffnen eines Word-Dokuments raubt euch wertvolle Minuten? Das Gaming-Spektakel wird zur Dia-Show? Das Hochfahren von Windows reicht, um einen köstlichen Kaffee zu kochen und auszutrinken? Dann solltet ihr euren PC optimieren und unnötigen Ballast von Bord werfen. Der PC lässt sich dabei mit zusätzlichen Tools optimieren, die Leistung kann aber auch bereits mit Bordmitteln von Windows gesteigert werden.

Im Optimalfall sollte ein Computer regelmäßig platt gemacht und formatiert werden. So wird sichergestellt, dass nur benötigte Dateien auf der Festplatte Platz finden und Datenmüll schnell in die Versenkung gerät. Da das Abspeichern der eigenen Daten und Neuaufsetzen des Systems jedoch häufig mit enormen Zeitaufwand verbunden ist, empfiehlt es sich nach simpleren Wegen zum PC optimieren zu suchen.

PC optimieren: Autostartprozesse entfernen und Systemstart beschleunigen

Bereits beim Start von Windows wird eine Vielzahl von Anwendungen und Prozessen geladen, die wertvolle Ressourcen verbrauchen, in der Regel aber nicht benötigt werden. Zu den verschwenderischen Prozessen gehört z. B. der Dienst iTunes Helper, soffice.exe, winampa.exe oder reader_sl.exe. Die Prozesse werden im Vorfeld geladen und helfen eine dazugehörige Anwendung, z. B. iTunes oder den Adobe Reader wenn benötigt schneller zu starten. Das Verhältnis zwischen Platzbedarf im Arbeitsspeicher und Startbeschleunigung ist jedoch sehr unausgewogen. Auch ohne das vorzeitige Laden der Prozesse öffnen sich die Anwendungen in der Regel in einer annehmbaren Geschwindigkeit. Im Task-Manager, aufzurufen mit der Tastenkombination „Strg“+“Alt“+“Entf“ können alle aktiven Dienste und Prozesse eingesehen werden. Mit Rechtsklick lässt sich der zugehörige Dateipfad anzeigen, um zu erfahren, zu welcher Anwendung der Dienst, bzw. Prozess gehört. Um nun unerwünschte Dienste aus dem Autostart auszuschließen und damit das Hochfahren des PCs zu beschleunigen, gebt ihr im Windows-Startmenü „msconfig“ ein.

Im neuen Fenster ruft ihr den Reiter „Systemstart“ auf und entfernt dort den Haken für die nicht benötigten Anwendungen. Auf diesem Wege solltet ihr euch auch den Reiter „Dienste“ ansehen und dort ebenfalls alle Speicherfresser und Platzräuber deaktivieren. Natürlich solltet ihr hier nicht den gnadenlosen Rausschmeißer spielen und nur Dienste und Prozesse ausschalten, bei denen ihr euch 100%-ig sicher seid, dass diese nicht benötigt werden. Werden essentielle Dienste deaktiviert, führt dies nicht zu einer Optimierung des PCs, sondern zu Systemabstürzen, Datenverlust und Computerfrust.

Weitere Wege zum  Optimieren des PCs

Windows bietet von Haus aus Möglichkeiten und Tools für die PC Optimierung. Für weitere Informationen solltet ihr einen Blick in die Tipps zum Windows schneller machen werfen. Möchte man seine Hardware aufrüsten, um die Leistung des PCs zu verbessern, empfiehlt sich an erster Stelle der Einbau einer SSD-Festplatte. Im Preis-Leistungsverhältnis ist der Geschwindigkeitszuwachs bei der Verwendung einer SSD-Platte enorm. Darüber hinaus gibt es neben den Windows-internen Funktionen noch diverse Tools, mit denen sich der PC optimieren lässt. Prominente Vertreter sind der CCleaner und die TuneUp Utilities.

Tools zum PC optimieren: Vorsicht vor schwarzen Schafen

Achtung, seit kurzem machen sich auch Hacker und Betrüger den Drang, seinen PC optimieren zu wollen, zu nutze. So kursieren Anwendungen und Tools, die vermeintlich dabei behilflich sein wollen, die Performance des Computers zu steigern, im Endeffekt jedoch ahnungslosen Nutzern das Geld aus der Tasche ziehen. Diese Tools werden auch Scareware genannt. Merkmal der Scareware ist, den PC Nutzer durch blinkende und grelle Meldungen zu verunsichern und vermeintliche Probleme aufzuzeigen, bzw. zu einer Handlung aufzufordern. Seriöse PC Optimierungstools zeigen zwar auch Probleme an, weisen den Nutzer jedoch lediglich auf die bestehenden Fehler und Optimierungsvorschläge hin, in der Regel dezent und unauffällig. Bei Scareware wird mit großen und auffälligen Flächen auf PC-Fehler hingewiesen. Um diese zu beheben, wird man nach einem Klick auf die entsprechende Funktion zuerst zu einer Zahlung aufgefordert.


Kommentare zu diesem Artikel

Neue Artikel von GIGA SOFTWARE

Anzeige
GIGA Marktplatz