Windows aufräumen in wenigen Schritten [How-To]

Martin Maciej

Während eine Wohnung regelmäßig gesäubert wird, könnten einige PC-Festplatten mit jedem Messi-Haushalt konkurrieren. Aber auch auf scheinbar gut gepflegten und gewarteten Computern lässt sich Windows aufräumen, so dass zusätzliche Arbeitsgeschwindigkeit gewonnen werden kann, während Probleme bei der Arbeit vermieden werden. Hier findet ihr die besten und einfachsten Tricks, mit welchen sich Windows aufräumen lässt, um wieder die volle Leistungsfähigkeit des Computers herzustellen.

Windows aufräumen in wenigen Schritten [How-To]

Das Ausmisten von Windows kann dabei nützlich sein, wenn der Computer bereits einige Monate oder gar Jahre in Betrieb ist. Aber auch bei neuen PCs bietet sich das Aufräumen von Windows an. Viele Computer werden mit bereits vorinstallierten Demo- und Testversionen von Programmen ausgeliefert, die im Normalfall nicht benötigt werden. Diese sogenannte Crapware kann getrost vor einer Einrichtung des neuen Computers entfernt werden.

Windows bietet bereits von Haus aus einige Tools, mit denen sich Windows aufräumen lässt. Unter Start -> Zubehör -> Systemprogramme finden sich die nützlichen Anwendungen „Datenträgerbereinigung“ und „Defragmentierung“. Die Defragmentierung bringt Daten auf der Festplatte wieder in die richtige Ordnung, so dass ein schnellerer Zugriff gewährleistet wird. Mit der Datenträgerbereinigung können mit wenigen Klicks nicht mehr verwendete Daten von der Festplatte geworfen werden, z. B. temporäre Dateien, der Papierkorb oder Protokolldateien. Bereits auf diesem Wege kann man Windows aufräumen und von lästigem Datenmüll befreien. Natürlich sollte man unter der Windows Systemsteuerung auch überprüfen, ob sich dort Programme finden, die nicht mehr verwendet und somit gelöscht werden können.

Programme zum Windows aufräumen

Wem der erste Aufräumvorgang noch nicht reicht, der kann mit zusätzlichen Tools für mehr Ordnung unter Windows sorgen. Ein prominenter Vertreter der Optimierungstools ist der CCleaner. Mittels CCleaner lassen sich im Vergleich zur Systembereinigung noch mehr unnötige Dateien entfernen.

Natürlich besteht das Aufräumen von Windows nicht nur im Entfernen von Ballast auf der Festplatte, sondern in der Wartung existierender Programme. Bei jedem Programm sollte untersucht werden, ob sich die Anwendung in der aktuellsten Version auf der Festplatte befindet. Eine aktuelle Programmversion sieht nicht nur schöner aus, sondern bietet häufig zusätzliche Funktionen und räumt bestehende Fehler aus. Besonders wichtig ist die Aktualisierung aber, um eventuelle Sicherheitslücken stopfen zu können. Findige Hacker finden in weit verbreiteter Software, z. B. dem VLC mediaplayer oder Adobe Reader Schwachstellen, um durch diese Schadsoftware auf Computer einschleusen zu können. Nur ein gepflegter und aufgeräumter Windows-PC ist vor solchen Virenangriffen gefeit. Möchte man nicht bei jedem Tool manuell die Version überprüfen, lässt sich dies ebenfalls durch ein zusätzliches Tool, den Secunia Personal Software Inspector durchführen.

Windows aufräumen ohne viel Aufwand

Hat man mit der Software aufgeräumt, stehen noch Optimierungen in der Windows-Registry an. Auch hier findet der kostenlose CCleaner wieder seinen Einsatz. Mit dem Registy-Cleaner lassen sich fehlerhafte oder nicht mehr benötigte Registry-Einträge von der Festplatte räumen. Darüber hinaus bietet der CCleaner eine Funktion, mit der sich der Autostart unter Windows aufräumen lässt. Hier können Anwendungen entfernt werden, damit diese nicht mehr bei jedem Neustart von Windows geöffnet werden. Zum einen wird so Windows schneller gestartet, zum anderen werden während der Arbeit mit Windows keine wertvollen Ressourcen unnötigerweise verbraucht. Auch ältere Systemwiederherstellungspunkte können mit dem CCleaner mit einem Klick gelöscht werden, um neuen Speicherplatz zu gewinnen und Windows aufzuräumen. Im letzten Schritt beim Windows Frühjahrsputz sollten noch alles Cookies und Caches des Browsers gelöscht werden. Dieses lässt sich manuell im Browser durchführen, z. B. im Mozilla Firefox oder Google Chrome. Das Allround-Talent im Windows Aufräumen, CCleaner, bietet jedoch auch hierfür eine praktische Funktion, die einem viel Arbeit abnimmt.

Windows aufräumen: Checkliste

Ist euer Windows aufgeräumt und ordentlich? Hier noch einmal eine Checkliste:

  • Nicht mehr benötigte Software in der Systemsteuerung deinstallieren
  • Windows Registry reinigen
  • Browser-Cookies und –Caches löschen
  • Datenträgerbereinigung durchführen, um z. B. temporäre Dateien und Protokolldateien zu entfernen
  • Festplatte defragmentieren
  • Installierte Software aktualiseren

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