Ace Combat: Assault Horizon Vorschau - Ein echter Überflieger

David Hain
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Falls es Fragen geben sollte, weshalb Namco Bandai sein Spiele-Line-Up des kommenden Jahres ausgerechnet im arabischen Emirat Dubai vorstellt, sind diese spätestens jetzt ausgeräumt: "Na weil eine der Missionen von Ace Combat: Assault Horizon in Dubai spielt", so die offizielle Erklärung. Stimmt, das macht natürlich Sinn, erzeugt gleichzeitig aber auch ein wenig Missmut – eigentlich wären wir viel lieber in den Weltraum aufgebrochen, der Space-Shooter Galaga Legions DX wurde schließlich auch gezeigt…Just kiddin’

Ace Combat: Assault Horizon Vorschau - Ein echter Überflieger

Allein die Tatsache, dass Namco rund 160 Journalisten in das sonnige Städtchen einfliegt, zeigt jedoch, wie wichtig der Titel für den japanischen Unterhaltungsriesen ist. Immer wieder betont man, wie viele große Stücke der Publisher auf das schnittige Jet-Geballer hält. Dabei gehörte “Ace Combat” bisher nie zu den großen Games-Marken – trotz Kritikerlob blieben die dicken Abverkäufe zuletzt auch bei “Ace Combat 6″ (2007) aus.


Teil sechs war in erster Linie für den explosionsartigen Anstieg der Grafikqualität bekannt, die allerorten als “bombastisch” bejubelt wurde. Ende 2011 sieht das natürlich anders aus: Während “Ace Combat 6″ davon profitierte, dass es zu den ersten Titeln der neuen Konsolengeneration gehörte, fällt dieser Sprung bei “Assault Horizon” natürlich ungleich geringer aus. Was nicht bedeutet, dass man sich hier nicht ebenfalls an großartigen Ansichten satt sehen könnte.

Wer sein “Ace Combat” bisher bevorzugt wegen der Grafikleistung gekauft hat, wird mit “Assault Horizon” seine helle Freude haben: Oben sorgen extrem ausdetaillierte Fliegermodels und plastische Rauschschwaden für blinkende Spieleraugen, unten zaubern Satellitenfotos einen Realismusgrad auf den Bildschirm, der wahrscheinlich nur noch von einem tatsächlichen Flug über die Städte im Spiel geschlagen wird.

Soweit alles beim Alten. Für was man “Ace Combat” allerdings eher nicht kennt, ist erzählerische Güte. Bisher waren die Geschichten um fiktive Nationen und dicke Fliegerfreundschaften reichlich käsig. “Assault Horizon” atmet hingegen die Napalm-getränkte Luft eines “Call of Duty” – neuerdings stehen realistische Kriegsschauplätze und Militarismus im Fordergrund, der Ton ist rau, die Atmosphäre düster. Entsprechend inszeniert sind die Zwischensequenzen, in denen euch statt schmalziger Japano-Dialoge deftiger Armyjargon um die Ohren gepfeffert wird.

Überhaupt erinnert das, was uns da in Dubai gezeigt wird, kaum mehr an die gemächlichen Rundflüge, für die man manche Vertreter der Flugsimulationen kennt. “Ace Combat” ist Krieg ist Action ist wuchtig ist Adrenalin: Sobald wir in einen Luftkampf geraten, klemmt sich die Kamera fest an unser hinteres Steuer, zoomt nah ins Geschehen und intensiviert die ohnehin schon spektakulären Dogfights noch mal um ein Vielfaches.

“Dogfight Mode” nennt Namco dieses hochdynamische Spiel mit den Perspektiven, das uns schon beim bloßen Zusehen in die Sitze gepresst hat. Wird ein Gegner zerstört, kommt die Impact Camera zum Einsatz, die sämtliche Explosionen in Slow-Motion zelebriert. Actionfans dürften da aufheulen – die Zeiten, in denen man auf kleine, rote Punkte in kilometerweiter Entfernung schießt, sind damit wohl hoffentlich langsam gegessen.

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