Das Horror-Survival-Game Agony wird sehr wahrscheinlich einer der Titel sein, der das Genre in diesem Jahr voranbringt, auf besonders verstörende Weise.

„Aber Gott wird meine Seele erlösen aus der Hölle Gewalt; denn er hat mich angenommen.“ – Psalm 49,15
Spätestens seit Agony (als wäre es nicht schon früher der Fall gewesen…) bin ich der felsenfesten Überzeugung, dass es eine Hölle gibt. Erlösen wird dich aus dieser allerdings niemand so richtig. Denn Agony ist nicht einfach nur ein beliebiges Horror-Spiel. Agony erforscht die Grenzen des Genres und lässt dich als Spieler im wahrsten Sinne durch die Hölle gehen, du kannst spüren, wie du über, ja, was eigentlich… organisches, dämonisches, totes Fleisch läufst. Und schnell wirst du feststellen, dass das Leben an so einem Ort nicht gerade einladend ist, im Gegenteil: Der Tod gehört hier unausweichlich zum Gameplay dazu.

Bereits 2017 konnten wir uns Agony kurz anschauen und haben unsere Eindrücke im Video zusammengefasst.

Agony: Der Horror-Schocker des Jahres?
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Die Entwickler von Madmind Studios interpretieren das Horror-Survival-Genre neu, in dem sie den Tod zum zentralen Bestandteil der „Geschehnisse“ in Agony machen. Du wirst dich aktiv dafür entscheiden zu sterben, um deinen Körper für eine kurze Zeit zu verlassen und andere Wesen dieses Infernos zu besetzen. Alles nur, um im Spiel weiter voran zu kommen. Als gequälte Seele suchst du eine Möglichkeit, dieser Hölle zu entfliehen. Dabei helfen kann dir die rote Königin, ein Teufel in weiblicher Gestalt. Der Weg den du dabei wählst ist zumindest zum Teil dir überlassen: schleichend, sterbend, rennend – letzteres ist immer eine Option, denn deine Verteidigungsmöglichkeiten sind eher eingeschränkt.

Hier bekommst du Agony via Steam *

„All das Blut und diese Dämonen, Fratzen und Höllenwesen, als das Leid und die Schreie, das wird doch schnell langweilig“, sagst du? Im Interview mit den Kollegen von Gamona lieferte Tomasz Dutkiewicz, der CEO und Gründer des polnischen Studios, eine Antwort:

Tod und Leid wird dich umgeben. Es wird sich natürlich anfühlen, du wirst dich daran gewöhnen. Und genau das wird der Punkt sein, an dem wir ansetzen; es wird uns die Möglichkeit geben, den Horror noch weiter voranzutreiben. Jedes Level im Spiel fühlt sich anders an und wird etwas einzigartiges und grauenhaftes bereithalten. Du triffst vielleicht einen Schatten, der dich scheinbar die gesamte Zeit beobachtet, aber in der nächsten Szene wirst du vor einem Dämon mit einem gespalteten Schädel weglaufen oder du erschauderst unter einer Gänsehaut, wenn du einen Irren siehst, der mit einem Stein Babies erschlägt, ohne jegliche Emotionen zu zeigen.

Zwar erscheint der Titel erst am 30. März 2018 zunächst via Steam, doch schon seit den ersten Bildern plagt die Spieler eine ganz andere, reale Angst. Darf der Titel überhaupt erscheinen? Muss er zensiert werden? Die Ironie daran, die Darstellung von Brutalität und anderer Unmenschlichkeiten ist nicht das Problem:

Brutalität ist nicht wirklich ein großes Thema in der Industrie… Nacktheit ist schwierig. Wir haben ein Spiel ohne Grenzen erschaffen, aber nun müssen wir doch einige Teile zensieren, damit Agony auf den Konsolen erscheinen darf. Wir haben uns dazu entschieden, einige Szenen zu ändern, bis ihnen ein ‘M‘-Rating zugestanden wurde, denn wir hatten nicht wirklich eine Wahl. Wir sind nur ein kleiner Entwickler ohne Armeen von Anwälten, die für unsere Vision kämpfen könnten.

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Agony: Gruselige GIFs zeigen das wohl schockierendste Spiel des Jahres

Auch in der Hölle herrscht also Zucht und Ordnung. Agony wird aus einer eher linearen Story-Kampagne von etwa 12-14 Stunden bestehen, wer allerdings alle sieben Enden, Trophäen und Geheimnisse freischalten möchte, wird gut und gerne die doppelte Zeit in dem Titel verbringen. Zusätzlich erhält das Spiel einen Agony Mode, in dem du unendlich lange in prozedural generierten Leveln verweilen und die Qualen „genießen“ kannst.

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