Review - Alan Wake

Leserbeitrag
5

Ganze 5 Jahre hat sich Entwickler Remedy, die für Max Payne 2 verantwortlich sind, Zeit gelassen und haben 2010 ihren Horrorshooter Alan Wake für die Xbox 360 heraus gebracht. Ob sich die Zeit gelohnt hat?

 

DIE Horrorstory?

!!!Spoiler!!!

In Alan Wake seit ihr der gleichnamige Held Alan Wake, dieser ist ein sehr erfolgreicher Schriftsteller, doch seti nun mehr als 2 Jahren hat er kein Wort mehr zu Papier gebracht. Deshalb verschlägt es Alan und seine Frau Alice in das kleine Städtchen Bright Falls um Urlaub zu machen. Noch auf der Fähre zur Stadt hat Alan einen fürchterlichen Albtraum in dem ihm Schattenmonster verfolgen. Nur mit Licht schafft Alan sich durch die Dunkelheit zu schlagen. Doch dies war alles nur ein Albtraum und kurz darauf in der Hütte am ”Cauldroun Lake” angekommen passiert es. Seine Frau Alice verschwindet auf mysteriöse Weise, an das Letzte an das sich Alan erinnern kann ist die Tatsache, dass er ins Wasser sprang um Alice zu retten. Eine Woche später wacht er in einem Unfallwagen an einer Klippe auf und weiß nicht was mit ihm Geschehen ist. Auf Alans Weg seine Frau zu suchen begegnen ihm im Dunkeln die Schattenmänner aus dem Traum. Zudem findet er Manuskriptseiten, die er angeblich selbst verfasst haben soll. Die Seiten erzählen genau die Geschichte die ihm im Moment widerfährt. Nun beginnt Alan eine Ursache für alles zu finden.

Die Story ist sehr mysteriös und anfangs schwer zu verstehen, aber im Verlauf des Spieles kann man sich mehr und mehr in die Story einfühlen. Es warten Überraschungen und Wendungen auf Alan. Auf jeden Fall, ist die Story einfallsreich, dennoch schwer nachvollziehbar.

Der Gegner: Die Dunkelheit

In Alan Wake seit ihr sowohl nachts als auch am Tage unterwegs, wenn die Nacht kommt sind eure einzigen Freunde die Waffe und das Licht. Auf Alans sehr langen Wanderungen zu Zielen laufen euch sehr häufig sogenannte ”Besessene” über den Weg. Um diese zu bezwingen, müsst ihr eure Feinde mit euerer Taschenlampe schwächen, dies tut ihr in dem ihr die LT (L2) Taste drückt. Drückt ihr die Taste bis zum Anschlag durch ist euer Lichtstrahl sehr verheerend aber  dies verbraucht auch Batterie, drückt ihr die Taste nur zur Hälfte durch macht ihr nicht viel Schaden, verbraucht aber auch keine Batterie. Habt ihr eurem Gegner die Dunkelheit entzogen, dies merkt ihr an einem Knall und an einem Kreis der immer kleiner wird. Nun könnt ihr die Waffen sprechen lassen, mit Revolver, Jagdgewehr, Schrotflinte, Leuchtpistole und Blendgranaten könnt ihr nun den Gegner ins Jenseits befördern. Man sieht, dass das Waffenarsenal nicht sehr groß ist und außer die Leuchtpistole, die wie ein Raketenwerfer fungiert, ist keine Waffe etwas Neues. Zudem könnt ihr mit Leuchtfackeln eure Gegner schwächen. Das Kämpfen wird auf Dauer sehr eintönig, da man viel zu oft in Gefechte verwickelt wird, außerdem werden Gegner durch eine Zeitlupensequenz angekündigt. Ich hätte mir gewünscht, dass die Genger einen erschrecken, denn dies war in Alan Wake nicht sonderlich der Fall. Der Gruselfaktor ist nur in der Atmosphäre in den dunklen Wäldern zu spüren.

Das hab ich doch schon mal irgendwo gelesen!

Wie anfangs schon beschrieben findet ihr auf eurem Weg Manuskriptseiten, die die Geschichte erzählen, doch das meist viel zu früh. So findet ihr eine Manuskriptseite, lest diese und in der nächsten Sequenz passiert dies, so wird dem Spieler die Spannung genommen.

 

Was ist mit Grafik und Sound?

Grafisch präsentiert Alan Wake eine gute Weitsicht und solide Gesamtgrafik, allerdings hat Remedy bei den Details ein wenig gespart. Um die düstere Atmosphäre zu unterstreichen ist ein guter Sound/Musik von Nöten. Bei den Soundeffekten macht Alan Wake nichts falsch, bei der Musik hat man in Gefechten zwar das Gefühl die Musik sei ein wenig übertrieben, aber da kann man drüber weg sehen. Bei den deutschen Synchronstimmen wurde mächtig gespart, Alans Stimme ist eigentlich ganz passend, aber oftmals werden Sätze emotionslos oder der Situation nicht angemessen gesprochen. Lippensynchronität besteht nur in den seltensten Fällen. Oftmals schadet die schlechte Synchronisation der Atmosphäre, da auch viele Nebencharaktere unpassende Stimmen haben.

Fazit

Alan Wake spielt sich auf jeden Fall einwandfrei und man hat nie das Gefühl die Story wirke aufgesetzt. Man bekommt rund 12 – 16 Stunden Spielzeit geboten, dabei muss man aber sagen, dass man lange Zeit in Gefechte verwickelt ist und die Wege zu den Zielen erweisen sich als sehr langwierig. Dennoch ist Alan Wake eine Empfehlung für jeden Xbox 360 Besitzer, der auf Mystery und Action steht. Wer hier geballte Rätselkost sucht ist fehl am Platz, Alan Wake passiert auf Action und Atmosphäre.

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