Aliens: Colonial Marines Vorschau – Im Weltall hört dich niemand schreien

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 Die 80er Jahre waren in vielfacher Hinsicht ein verrücktes, aber auch tolles Jahrzehnt. Gerade das Genre der Action-Movies lebte auf mit Titeln wie Rambo, Predator, Die Hard, Terminator – und natürlich Aliens: Die Rückkehr. Letzterer unterschied sich jedoch vor allem in einem Punkt von den anderen: Mit Ellen Ripley (Sigourney Weaver) stand eine weibliche Protagonistin im Mittelpunkt. Über 25 Jahre später kehren wir nun in „Aliens: Colonial Marines“ dorthin zurück, wo James Camarons Werk endete.

Aliens: Colonial Marines Vorschau – Im Weltall hört dich niemand schreien

Viele verbinden albtraumhafte Erinnerungen mit der U.S.S. Sulaco. Der Ort, an dem der letzte Kampf gegen die Alien-Königin ausgefochten wurde. Im Hangar des Transportschiffs zerfetzte das Ungeheuer aus dem All den Androiden Bishop, bevor Ripley es ins Vakuum beförderte. Sie, die weibliche Powerfrau, bildete gemeinsam mit Sarah Connor (Terminator) die Speerspitze einer feministischen Heldenbewegung im Kino. Doch die Ikone ballerte nicht nur garstige Aliens aus ihren Panzern, sie rauchte auch. Mehr 80er geht wohl nicht. Gearbox Software (u. a. „Borderlands“) betont bei der Präsentation des Spiels in Dallas, Texas, dass man die Filmvorlage so detailgetreu wie möglich umsetzen wolle. Gilt das etwa auch für das 80er-Flair?

“Oh wow, diese Frage bringt mein Hirn zum Glühen!”, behauptet Creative Director Mikey Neumann, der mit seinem Gehstock ein wenig an Doktor House erinnert (die Folgen eines Schlaganfalls). “Ich habe tatsächlich über den 80er-Lifestyle nachgedacht, man schaue sich nur mal die Sneakers an! Aber ich habe niemals bedacht, dass Rauchen so In war. Ich weiß gar nicht, ob diese Schauspieler geraucht haben, außer Ripley. Früher war es so, dass die Zigarette einfach runterbrannte – es war ja auch kein CGI-Effekt. Ich hing jedoch mit vielen Marines und Army-Jungs in der modernen Armee ab und Rauchen ist dort eine vorherrschende Angewohnheit. Ich weiß also nicht, ob es unbedingt nur spezifisch für Ripley war, aber für das Spiel haben wir über so etwas nicht nachgedacht. Es ist auch die Frage, ob es dem Game tatsächlich mehr Tiefe verleihen würde.”

Darüber kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Unstrittig ist jedoch, dass Kenner der Materie sofort wieder in die Alien-Atmosphäre eintauchen. Im Hangar der Sulaco liegen beispielsweise die Überreste des Androiden. Sein weißes Kunstblut und der Unterkörper sind an diesem grausigen Ort zurückgeblieben. Doch die Situation ist schlimmer als je zuvor. Alien-Verwebungen, verschmiertes Blut, zerstörte Kabellage sowie verletzte und tote Soldaten geben Zeugnis darüber ab, dass die dunkle Brut hier zu neuem Leben erweckt wurde. Das Problem: Im Gegensatz zum neutralen Betrachter (also uns) haben die 400 Marines, die man diesmal in die Schlacht schickt, keine Ahnung davon, was sich hier ereignete. Wieder einmal – history repeating.

Eines ist klar, „Aliens: Colonial Marines“ spielt nach „Aliens“ UND „Alien 3“ und ist von 20th Century Fox als offizielle Fortsetzung des Filmstoffs anerkannt. Das bringt jedoch auch Einschränkungen mit, denn Gearbox ist dazu angehalten, sich an den Rahmen des Alien-Kanons zu halten. Neumann empfindet das nach eigener Aussage aber keineswegs als Beschränkung. Tatsächlich sei es in kreativer Hinsicht sogar inspirierend – wenn man Restriktionen unterworfen sei, das habe schon oft zu innovativen Lösungen geführt. Als Beispiel führt der Creative Director den Lebenszyklus der Aliens an, den er komplexer gestalten durfte, als in den Movies.

Wie der jetzt aussieht, ließ er zwar nicht durchblicken, dafür aber, dass wir durchaus mit einigen neuen Hintergrundinformationen zum Thema rechnen dürfen und auch neue Alien-Formen das Leben der virtuellen Marines bedrohen. Eine Version unterscheidet sich deutlich von den bisher bekannten, aggressiven Krieger-Drohnen. Sie attackiert die Humanoiden nicht direkt, sondern umgeht Beschuss und nutzt sogar aktiv Deckungsmöglichkeiten, um ihren Opfern in den Rücken zu fallen. Andere Unterarten ähneln dagegen einem Triceratops.

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Weitere Themen: Aliens Colonial Marines Patch, Aliens – Colonial Marines Demo, Sega


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