Im vergangenen Jahr setzte sich David Jones, Mitschöpfer von „Grand Theft Auto“ und „Crackdown“, mit Realtime Worlds zusammen und formte aus dem ursprünglichen Arcade-Titel und der Idee hinter GTA ein Online-Spiel, das ziemlich großes Potential versprach. Wie wir heute wissen, scheiterte das Studio bereits Ende des Jahres und lange lagen die Spielserver brach. Schließlich erbarmte sich der MMO-Leichenfledderer GamersFirst, kaufte das Studio und führte APB mit neuem Bezahlmodell und unter neuem Namen zurück ans Tageslicht: „APB: Reloaded“ was reborn.
Am Spielprinzip hat sich dabei eigentlich nichts großartig geändert, aber wir wollen denen, die im vergangenen Jahr noch nicht in den Genuss kamen, dennoch nicht vorenthalten, worum es sich in „All Points Bulletin“ dreht.
In der Stadt San Paro herrscht Anarchie. Kriminelle und Enforcer, die örtlichen Polizeitruppen, liefern sich beständig Feuergefechte in den verwinkelten Straßen. Ihr seid einer von ihnen und bestimmt zu Beginn eure Zugehörigkeit. Je nach Fraktion erteilen euch dann Gangsterbosse oder Polizisten Aufträge, die ihr entweder im Alleingang oder in kleinen bis riesigen Gruppen absolvieren könnt.
Als Krimineller jagt ihr durch die Straßen, raubt Passanten aus, brecht in Läden ein, sprüht Graffitis, klaut Autos oder richtet einfach nur Zerstörung an – also Alles, was Spaß macht und nicht erlaubt ist. Die Enforcer haben es da schon ein wenig schwerer, denn die müssen entweder die Verbrecher jagen oder sichergestelltes Diebesgut zur Asservatenkammer bringen. Dabei gibt es ein System, das den Status des Spielers und somit seine Bedrohungsstufe angibt. Fährt man als Gangster Passanten und Hydranten platt, steigt dieser, während als Enforcer die Wiedererlangung von gestohlenen Gegenständen und Verhaftungen den Ruf aufpolieren.
Je höher dieser Status, desto mehr Gegner werden in den Missionen auf den Spieler angesetzt. So kommt ein Kleinkrimineller eher unbescholten durch die generischen Missionen, während ein Superschurke neben etlichen Enforcern auch noch Kopfgeldjäger der eigenen Fraktion an den Hacken hat. Auf die verfügbaren Gegenstände hat dieser Status allerdings keine Auswirkung.
Befindet man sich nicht gerade in einer Mission, stellen die gegnerischen Spieler keine Bedrohung dar. Aber wehe dem, der vor den Augen eines Polizisten einen Straßenraub oder einen Autodiebstahl begeht. Der wird sofort durch das Ertönen einer Polizeisirene gewarnt, dass er nun vom Augenzeugen als Freiwild gebrandmarkt wurde. Dann beginnt eine weitere wilde Schießerei, die den Alltag in San Paro prägt.