Angry Birds Rio: Test und Video von Rovios jüngstem Streich

Amir Tamannai
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Amazons Appstore ist für europäische Kunden nach wie vor nicht verfügbar und das ist doppelt schade, denn der neueste Teil der Angry Birds-App ist zurzeit nur dort erhältlich. Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, sind kurzerhand in die USA geflogen und haben die zornigen Vögel entführt — oder bringe ich jetzt die Story des Games mit der Realität durcheinander? Jedenfalls geben wir euch im Folgenden einen kurzen Eindruck von Angry Birds Rio.

Angry Birds Rio: Test und Video von Rovios jüngstem Streich

Vorweg: Das Spielprinzip von Angry Birds wurde auch im jüngsten Ableger, der auf den Namen “Rio” hört, nicht angetastet. Nach wie vor geht es darum, Vögel mit verschiedenen Flug- und Zerstörungseigenschaften per Katapult in Gebilde aus Kisten, Brettern, Steinen und was sonst noch so in der Gegend herumliegt, zu schießen.

Diesmal ist das Ziel allerdings nicht, irgendwelche blöden Schweine (für Angry Bird-Noobs: Es handelte sich wirklich um Schweine) in Jenseits zu befördern, sondern in Käfigen gefangen gehaltene Artgenossen zu befreien. Die Hintergrundstory wird nämlich vor dem Start des ersten Levels ganz rudimentär angedeutet: Die Angry Birds wurden in die brasilianische Metropole Rio entführt, konnten sich aber prompt befreien und finden sich nun in einer Lagerhalle voller Kartons und eingesperrter Vögelchen wieder.

Also, munter drauf los katapultiert, Spielprinzip und Physik sind ja bekannt. Bis zum zweiten Abschnitt des Games, der dann im Dschungel spielt und in dem Affen von Hochsitzen geschossen werden, konnte ich auch keine neuen Vogelarten oder Spezialfähigkeiten derselben entdecken. Also alles beim (guten) Alten.

Verbessert haben sich nach meinem Empfinden Grafik und die Präsentation — insgesamt wirkt die Optik von Angry Birds Rio polierter und “professioneller”. Das manifestierst sich aber nur subtil und in Kleinigkeiten: Im Hintergrund drehen sich Lüftungsräder, die Explosionen sehen netter aus und befreite Vögel fliegen schön animiert davon. Besonders gut hat mir die Reaktion der Affen im zweiten Abschnitt gefallen, wenn ihr Hochsitz zu kippen beginnt: Die kämpfen dann sichtbar mit der Balance und versuchen vor dem unvermeidlichen Fall noch in die Gegenrichtung zu rennen.

Auch die Grafiken nach Levelabschluss, in denen Punkte und Sternchen vergeben werden kommen nun spritziger und schicker daher. Das sind wie gesagt nur Kleinigkeiten; bei mir — der zuletzt von der Angry Birds-Reihe etwas gelangweilt war — haben diese aber zumindest für einen neuerlichen Motivationsschub gesorgt.

Es gibt auch wieder jede Menge versteckte Items zu finden — mir sind bislang zwar nur güldene Ananasse untergekommen, der Trophäenbildschirm im Spiel hat aber noch diverse freie Podeste, die erahnen lassen, dass in Südamerika weitere Schätze versteckt sind.

Apropos “erahnen lassen”: Im Hauptmenü von Angry Birds Rio, das übrigens von schmissigen Samba-Rhythmen, die mich positiv an den Soundtrack einer Fußball-WM erinnern, untermalt wird, befinden sich neben den zwei bereits spielbaren Abschnitten “Lagerhalle” und “Dschungel” noch Platzhalter für vier weitere Kapitel. Diese sind mit “Mai”, “Juli”, “Oktober” und “November” betitelt — Level-Nachschub ist also im wahrsten Sinne des Wortes vorprogrammiert. Ich freue mich drauf, denn Rio hat es mit ganz vorsichtigen Verbesserungen tatsächlich geschafft, in mir die Lust an den Angry Birds wieder aufkeimem zu lassen.

Aktuell ist Angry Birds Rio hierzulande wie gesagt noch nicht erhältlich. Beim Start von Amazons Appstore wurde das Spiel US-Kunden für einen Tag kostenlos zum Download angeboten — wir hoffen auf dieselbe Aktion, wenn der Store bei uns seine virtuelle Tore öffnet und empfehlen dann definitiv den Download. Bis dahin, macht euch das folgende Video hoffentlich noch mehr Lust auf Abenteuer unter dem Zuckerhut.

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