Die Siedler II Nummer 3 - Wuselspiel im Test!

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(Dennis) Die Traditions-Edition der Siedler Reihe bekommt ihren zweiten Teil. Aufbruch der Kulturen nennt sich das Wusel-Feuerwerk mit altem Regelwerk und neuer Grafik. Doch trotz der Traditions-Besinnung haben es einige Neuerungen ins Spiel geschafft.

Die Siedler II Nummer 3 - Wuselspiel im Test!

Im Jahre 2006 wurde “Die Siedler II” unter dem Namen “Die nächste Generation” neu aufgelegt. So kehrten Produktionsketten und Straßenbau nach altem Muster auf den PC zurück. Verantwortlich zeichnet sich das Funatics Studio und nicht wie erwartet das Team von Bluebyte.

Der “Aufbruch der Kulturen” bringt einige interessante Neuerungen mit sich. Mysteriöser Weise fehlt ein richtiges Tutorial, welches Neulingen das Spiel näher bringt. Bei Anfängern kann es so zu Problemen und Frust kommen. Wer schon einmal “Die Siedler” gespielt hat, sollte aber leicht zurecht finden.

Die Kampagne ist um einiges abwechslungsreicher als die der “Nächsten Generation” und wartet mit verschiedenen Missionszielen auf. Die Story wird während des Spiels von einem Haufen Charakteren vorgetragen, die am Bildschirmrand erscheinen. Ein Wettrennen um die Gunst der Götter soll gewonnen werden und beschäftigt euch ganze 12 Missionen.

Natürlich habt ihr auch die Möglichkeit im Multiplayer oder freien Spiel auf 20 verschiedenen Karten zu Siedeln. Drei verschiedene Völker stehen euch dabei zur Auswahl: Die Bajuvaren (Bayern), die Ägypter und die Schotten. Jedes Volk hat zwei einzigartige Gebäude und spezielle Waren. Die Bajuvaren ernähren sich Beispielweise von Bretzeln anstelle von Brot und spielen sich wie die klassischen Römer der “Siedler” Vorgänger. Die Ägypter bauen ihre Häuser nur aus Steinen und haben wirtschaftliche Vorteile, während die Schotten mit ihren Claymore Kämpfern eher militärisch ausgerichtet sind.

Wenn es richtig zur Sache geht, habt ihr nun dank des neuen Opferaltars sogar die Möglichkeit bestimmte Spezialkräfte zu aktivieren. Mit dem Einsatz einiger Rohstoffe bekommt ihr dann eine Extra-Portion Fisch, kurzfristig erweiterbare Grenzen und mehr.

Die Steuerung wurde etwas angepasst und ist jetzt leider etwas umständlicher, als nötig. So erscheint nun bei einem Klick erst ein Symbolring, der Euch zur gesuchten Aktion geleitet. Alte Siedler Fans werden sich aber freuen, dass die Leertaste noch immer die Baumöglichkeiten auf einen Blick zeigt.

Zwar sieht “Der Aufbruch der Kulturen” um einiges besser aus, als “Die Siedler II” von 1996, doch gibt es sicherlich schönere Strategiespiele wie “Anno 1701″ oder “Die Siedler VI”. Besonders schade ist die Tatsache, das die Siedler auf den Straßen bewegungslos warten und sich lediglich einmal kratzen. Damals probierten die kleinen Typen noch Handstand und andere Faxen, was positiv zum “Aquarium Effekt” beitrug.

Da sich Ubisoft entschied, die Reihe “Traditions-Edition” zu nennen, können wir uns wohl sicher sein, das schon bald ein Addon oder weiterer Teil basierend auf dem Siedler 2 Regelwerk erscheint.

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