Review – Assassin’s Creed: Brotherhood

Leserbeitrag

Mit dem plötzlichen Ende von Assassins Creed 2 blieben viele Fragen offen, welche Ubisoft nun in Teil 3 der Serie zu beantworten versucht. Zudem erhält Assassins Creed erstmals einen Multiplayer, der frischen Wind in den Assassinen Altag bringen soll. Zeitlich knüpft Brotherhood direkt an den Vorgänger an.

Auf der Flucht vor den Templern gilt es zu Beginn der Story ein neues Versteck für Desmond Miles und sein Team zu finden, als Unterschlupf soll Monteriggioni dienen, jene Stadt, in der Ezio Auditore einst lebte. Um Abstergo von ihrem Plan den Edensplitter zu finden abzuhalten, muss Desmond wieder in den Animus steigen, durch den er durch seine DNA mit seinem Vorfahren Ezio Auditore verbunden wird und so dessen Erinnerungen erneut erleben kann.

Desmond spielt in AC: Brotherhood eine größere Rolle, als im Vorgänger, so müsst ihr zum Beispiel die Stromkästen zum Betrieb des Animus wieder aktivieren oder mit Lucy die Geheimgänge der Villa erforschen.

 Als Desmond könnt ihr in der Gegenwart Monteriggioni erkunden und auch Artefakte finden.

Nach dem ersten Einstieg in den Animus findet sich Desmond als Ezio Auditore in Monteriggioni zusammen mit Ezio’s Onkel Mario Auditore wieder. In Monteriggioni steht ein Fest bevor, indem Ezio als Held gefeiert wird, doch Ruhm ist vergänglich; Am nächsten Morgen wird die Stadt von den Borgia unter Führung von Caesare Borgia angegriffen. Sie stehlen den Edenapfel und töten Mario Auditore . Daraufhin reist Ezio in das antike Rom, um die Borgia zu vernichten und sich den Edenapfel zurück zu holen.

Am Spielprinzip hat sich nicht viel geändert: Ezio springt über Dächer, klettert auf Häuser und verübt Attentate auf seine Gegner und taucht dann in der Menschenmenge unter und dabei sieht er auch noch verdammt gut aus.

Allerdings könnt ihr, im Gegensatz zum Vorgänger, nicht mehr auf eure Gegner zustürmen und diese mit der versteckten Klinge eliminieren, sondern müsst des Öfteren verdeckt vorgehen und euch durch die Menge bewegen, um nicht aufzufallen.

Aus diesem Muster bestehen die meisten Missionen und manchmal wirkt dies etwas Eintönig, doch es gibt auch Aufträge, die nicht mit dem Töten eines Ziels enden, so muss Ezio zum Beispiel von Leonardo DaVinci entworfene Kriegsmaschinen zerstören, die den Borgia in die Hände gefallen sind. Natürlich sind auch wieder viele Klettermissionen dabei, wie die Gräber von Romulus.In diesen Gräbern muss Ezio zur Grabkammer der Brüder von Romulus gelangen, um, ähnlich wie die Assassinengräber in Teil 2, eines der sechs Siegel zu erlangen, welche zum freischalten einer besonderen Rüstung benötigt werden.

Assassins Creed: Brotherhood läuft, ebenso wie die Vorgänger, linear ab, sowohl neue Missionen, als auch Personen, Läden und potientzielle Assassinenrekruten werden auf der Minikarte angezeigt. Auch die normale Karte ist übersichtlich und durch setzten von Wegpunkten findet Ihr stets an den gewünschten Ort.

Nachdem bereits in den Vorgängern große Städte nachgebaut wurden, wurde in Brotherhood das antike Rom nachgebaut. Von ärmeren Vierteln mit fast zerfallenen Häusern bis hin zu prächtigen und großen Burgen und Gebäuden, wie zum Beispiel das Kolosseum, gibt es viel zu entdecken. Trotz der größe der Spielewelt wird sie nicht langweilig, denn alle Gebiete unterscheiden sich von einander, die Umgebung bietet eine packende Atmosphäre und wirkt stets glaubwürdig.

 Kolosseum, Rom

Neben den Gebieten bieten auch die Bürger Roms eine große Vielfalt, so erkennt man deutlich den Unterschied zwischen reich und arm. Während die Bürger vor Läden und auf Marktplätzen fein bekleidet sind, tragen Bettler in den Gossen Roms kaputte Lumpen.

 Die Bürger Roms, Charaktere aus dem MP

Da die Stadt ca. drei mal so groß ist, wie Florenz aus Teil 2, liegen Missionen oft sehr weit auseinander, aber keine Angst: Ihr könnt einfach das Tunnelsystem der Assassinengilde benutzen, welche euch schnell von A nach B bringen, doch die meisten Eingänge wurden versiegelt und müssen erst erneuert werden.

Vor der Renovierung eines Gebäudes muss jedoch der Borgiaturm in dem Gebiet zerstört werden und der sich dort befindende Hautpamm getötet werden. Ist dies getan könnt ihr zahlreiche Läden renovieren und umso mehr Läden renoviert werden, desto größer wird auch der erhaltene Rabatt.

Im Kampf stehen Ezio, neben der versteckten Klinge, zahlreiche Schwerter zur verfügung und erstmals auch schwere Waffen, wie Äxte und Speere, sowie eine Armbrust und Schusswaffen. Passend zu den neuen Waffen wurde auch das Kampfsystem und die intelligenz der Gegner überarbeitet. Ein Kampf besteht nicht mehr nur aus ewigem Kontern, sondern aus schnellen Erstschlägen. Nach einem getötetem Gegner könnt ihr durch weiteres angreifen in eine Blitzattentatsserie verfallen und so mehrere Gegner hintereinander mit nur einem Schlag bezwingen.

 Attentat auf eine Wache vom Pferd aus

 Ezios Angriff mit der Pistole während einer Blitzattentatsserie

Ein einzelner Assassine reicht jedoch nicht aus, um Rom von den Borgia zu befreien, also gilt es neue Rekruten zu rekrutieren und wer wäre dafür nicht besser geeignet als Bürger Roms, die ihre Heimat befreien wollen, nachdem sie von den Borgia Wachen bedroht, erpresst und angegriffen wurden? Allerdings kommen die Bürger nicht von allein zu Ezio, nach jedem zerstörtem Borgiaturm besteht die Möglichkeit einen neuen Assassinen zu rekrutieren, indem ihr einen Bürger in Not aufsucht und diesen vor dem Tot im Kampf gegen die Wachen der Borgia bewahrt.

 Ezio bietet Bürger den Beitritt der Gilde an

Gewonnene Rekruten können auf Attentatsmissionen geschickt werden, durch diese erhalten sie Erfahrung und Gold. Ein Rekrut startet auf Stufe 1 und kann bis zur 10. Stufe ausgebildet werden und erreicht so den Rang ”Assassine”. Mit jedem Stufenaufstieg können sie weiter ausgerüstet werden, in Angriff und Verteidigung. Braucht ihr im Kampf oder bei der Verfolgung eines Zieles Hilfe können die Assassinen helfen;Per Knopfdruck erscheinen die Rekruten und stehen Ezio im Kampf zur Seite.

 Ezio und Assassinenrekruten

Um den Einfluss der Borgia in Rom zu senken und den der Assassinen zu erhöhen, müssen die einzelnen Gebiete befreit werden, indem zuerst der Hauptmann des jeweiligen Gebietes getötet wird und als nächstes der Turm verbrant wird. Auf Dauer mag dies langweilig erscheinen, so ist es aber nicht, denn jedes Gebiet hat einen anderen Schwierigkeitsgrad. So kann Ezio zum Beispiel im erstem Gebiet den Hauptmann vom Dach aus töten und im nächsten muss er sich erst durch Reihen von Wachen kämpfen und falls Ihr Pech habt, so flieht der Hauptmann auch noch und muss erst in der Stadt gesucht werden oder Ihr müsst es erneut versuchten, nachdem neue Wachen zurückgekehrt sind.

Nach einem erfolgreichem Kampf solltet ihr nicht einfach weglaufen, denn im Gegensatz zum Vorgänger tragen Wachen, neben etwas Gold, nützliche Gegenstände mit sich, wie zum Beispiel Gift, Medizin oder Muntition. Dies erspart so manchen Gang zum Geschäfft.

 

 

In AC: Brotherhood ist erstmals ein Multiplayer in der Assassins Creed Reihe vorhanden. Er bietet (vorerst) einen Modus namens ”Gesucht”, indem Ihr, nach der Auswahl eines Aussehens, einen anderen Spieler töten müsst, während gleichzeitig ein anderer Spieler versucht euch zu töten. Doch solltet ihr nicht wild auf das Ziel losstürmen, denn für ein unauffälliges Attentat gibt es mehr Punkte. Um vom Ziel nicht entdeckt zu werden, solltet ihr in dessen Nähe nur langsam gehen. Ob ihr in der Nähe des Ziels seid, erfahrt ihr durch einen Blick auf einen Kreis, der sich in der Nähe des Ziels füllt. Durch ein kostenloses DLC stehen noch weiter Modi zur Verfügung.

Grafisch ähnelt Brotherhood dem Vorgänger, braucht sich damit aber nicht zu verstecken, denn die Stadt sieht wirklich toll aus. Die Gebäude wirken glaubwürdig, es glänzt mit vielen kleinen Details und auch die Charaktere und Animationen können sich sehen lassen. Zudem kann man in der Stadt eine sehr schöne Weitsicht genießen. Jedoch fallen die teils langweiligen Wiesen, Büsche und kagen Bäume aus dem Rahmen und erinnern an die Zeit der Playstation 2, das geht noch deutlich besser.

 Blick auf die Stadt

Das Spiel selbst läuft durchgehend flüssig, hat nur geringe Ladezeiten und ruckelt kaum.

 

mein Fazit:

Brotherhood bietet trotz Multiplayer eine gute Storylänge von 15-20 Stunden und hat mich persönlich sehr gefässelt. Ubisoft konnte das hohe Niveau der Vorgänger halten und durch die Assassinenrekruten kam noch etwas frischer Wind dazu. Auch das überarbeitete Kampfsystem hat mir sehr gut gefallen, die Kämpfe sind endlich flüssig und bestehen nicht mehr nur aus kontern! Schade nur, dass manche Missionen sich mit der Zeit wiederholen, aber nach dem Singleplayer wartet auch noch der Multiplayer, jedoch bleibt die Frage wie lange dieser begeistern kann.

 

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Weitere Themen: Assassin’s Creed, Ubisoft

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