Bastion Test - Es war einmal ein Action-RPG, das sie alle umhaute...

Tom
9

Schon witzig, dass bei einem Entwicklerstudio mit dem Namen Supergiant Games gerade mal sieben Leute arbeiten.

Bastion Test - Es war einmal ein Action-RPG, das sie alle umhaute...

Was auf dem Papier total unspektakulär klingt, wird mit einem Controller in der Hand schnell zu einem noch nie dagewesenen Erlebnis. Die großen Publisher umschiffen zurzeit das Sommerloch und lassen so Platz für die Kleinen: Microsofts “Summer of Arcade” beginnt mit “Bastion” und landet damit gleich einen Volltreffer.

The Kid arrived…

Die raue Stimme von Logan Cunningham wird jeden “Bastion”-Spieler durch sein gesamtes Abenteuer begleiten. “The Kid” nennt er unseren Helden, einen jungen, weißhaarigen Krieger, der – so wurde es uns erzählt – nach einer Katastrophe als einer der wenigen Überlebenden zurückbleibt. Die Welt liegt in Schutt, die Menschen in Asche, Monster fallen erbarmungslos über die Lande her. Wie gut, dass The Kid gleich zu Beginn über seinen treuen Kriegshammer stolpert. Ungebetene Gäste werden damit schnell zu Brei gebratzt.


Schnell offenbart sich das Gameplay-Gerüst des Independent-Machwerks: “Bastion” ist im Kern ein wahrhaftiges Action-RPG, hier wird gehackt, geschnetzelt und geballert, ab und zu ausgewichen und gezaubert, Hauptsache es gibt ordentlich aufs Fressbrett der Dämonenwelt. Zwar beschränkt sich “Bastion” auf ein überschaubares Waffenarsenal, die Tötungswerkzeuge sind allerdings allesamt aufrüstbar. Außerdem gibt es verschiedene passive Boni in Form von Tränken, die mit jedem Levelaufstieg weise gewählt werden wollen. Und dann wären da noch die Herausforderungen, die etwa Gegner stärken und so den Schwierigkeitsgrad erhöhen, uns aber auch mit mehr Erfahrungspunkten und Geld belohnen.

All diese Aktionen führen wir in bestimmten Häusern aus – nur in der Schmiede lassen sich Waffen aufrüsten, nur in der Destillerie wählen wir unsere Status-Boni, nur im Schrein wählen wir eine oder mehrere Götzen, um die genannten Herausforderungen zu aktivieren. In der namensgebenden Bastion, zu der wir zwischen jedem Level zurückkehren, können wir besagte Gebäude errichten. Dazu brauchen wir allerdings magische Kerne, die wir wiederum nur am Ende mancher Stages finden. Die Levels sind übrigens meist linear, bieten aber ab und zu Abzweigungen mit zusätzlichen Schätzen.

Das Spaßigste an “Bastion” ist dann tatsächlich der Kampf: Mit dem langsamen, wuchtigen Hammer zuzuschlagen ist Genugtuung pur. Mit der schnellen Machete durch Horden an Feinden zu messern ist fast noch besser. Dann wäre da noch der Bogen, der sich aufladen lässt oder die mächtige Muskete, die wie eine Schrotflinte Gegnermassen wegbläst – hach, bei den tollen Waffen wissen wir gar nicht, was wir eigentlich mit in den Kampf nehmen sollen. The Kid kann nämlich stets nur zwei Waffen gleichzeitig tragen, außerdem ist er auf nur eine Spezialfähigkeit beschränkt. Das ist dann sowas wie ein Wirbelwind oder eine Tretmine oder ein reflektierendes Schild. Aprospros Schild: The Kid kann Angriffe mit seinem Buckler blocken und Geschosse zurückwerfen.

Weitere Themen: Rollenspiel, Bastion Demo

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