Battlefield 3 - EAs Datenspionage gefloppt

Jonas Wekenborg
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Battlefield 3 ist draußen und sorgt aus verschiedenen Gründen für Unmut. Hauptsächlich aber dadurch, dass Publisher Electronic Arts für den Topseller ein Spyware-ähnliches Tool mitlieferte, dass die Daten ihrer Nutzer ausspionieren sollte.

Battlefield 3 - EAs Datenspionage gefloppt

Die durch Origin erhaltenen Daten sollten “zu Marketingzwecken” an Dritte weitergegeben werden. Allerdings hatte Electronic Arts da wohl die Rechnung ohne einige Nutzer gemacht, die die Machenschaften durchschauten und schließlich scharenweise auf Angriff gegen den Publisher schalteten. EA versucht unterdessen einen größeren Schaden an ihrem Image abzuwenden und änderte ohne Kommentar die Bedingungen in ihren Verträgen.

Damit sind die Rechte an personenbezogenen Informationen nicht länger Bestandteil der Lizenzverträge und dürfen so nicht länger gesammelt und weitergegeben werden. In einer offiziellen Stellungnahme schrieb man nun, dass man weder “personenbezogene Daten weiterverkaufen, Spyware verwenden oder auf den Rechnern von Nutzern installieren” werde.

Wer Battlefield 3 sein Eigen nennt und sich die Lizenzvereinbarung sorgfältig durchgelesen hat, wird folgende Passagen entdeckt haben: Durch die Installation von EAs Origin stimme man zu, “dass die Anwendung automatisch Lizenzrechte für einige oder alle EA-Produkte prüfen kann, ohne dich separat darüber zu benachrichtigen”. Sie dürfe weiterhin “Informationen über deinen Computer, Hardware, Medien, Software und deine Nutzung der Anwendung benutzen, um deine Lizenzrechte zu prüfen” sowie “die über die Anwendung stattfindende Kommunikation zu überwachen und jegliche Information zu veröffentlichen, die EA für nötig hält, um deine Einhaltung dieser Lizenz sicherzustellen”. Auch die oben bereits erwähnte Weitergabe von “personenbezogenen Informationen zu Marketingzwecken” wurden in dem Vertrag festgehalten.

Derzeit liegt der Fall beim Landesbeauftragten für Datenschutz in Nordrhein-Westfalen auf dem Tisch. Man wolle EAs deutschem Sitz in Köln einen umfangreichen Fragenkatalog zukommen lassen, der klären solle, welche Daten für welche Zwecke genutzt werden sollten.

Derweil tummeln sich Nutzer, die sich betrogen fühlen, auf der Website The Origin, die in den letzten Tagen zu einer Protest-Plattform mitsamt Online-Petition herangewachsen ist.

Weitere Themen: Battlefield 3 - Trial, DICE

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