Battlefield 3 - Vorschau: Dieser Shooter wird genial!

Tom
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Endlich alleine mit “Battlefield 3″. Wenige Wochen nach der offiziellen Ankündigung, in denen Trailer und Screenshots unser Ballerblut bereits in Wallung versetzt haben, sitzen wir nun in London vor einem dicken Flachbildschirm, die Augen freudig aufgerissen, als wären wir wieder acht Jahre alt und stünden vor dem Süßwarenladen.

Battlefield 3 - Vorschau: Dieser Shooter wird genial!

Okay, so ganz allein sind wir nicht – halb Europa (genauer: etwa 40 Journalisten der wichtigsten Medien) sitzt neben uns – und freut sich mit. Nur um kurz darauf enttäuscht zu werden.

Nicht, dass es uns ob des Gezeigten die Begeisterung verschlagen hätte. Die Grafik etwa – der Wahnsinn. DICE bewegt sich mit “Battlefield 3″ dank der zweiten Iteration der hauseigenen Frostbite Engine nahe am Fotorealismus. “Crysis 2″ und “Killzone 3″ haben in Punkto Texturschärfe, Detailgrad und Effektdichte zwar auch dicke Argumente aufzubieten, DICE kann aber mehr. Die Ausleuchtung, um das Kind mal beim Namen zu nennen, ist derzeit jedenfalls konkurrenzlos. Exakt berechnete Sonneneinflutung, fein dosierte künstliche Lichtquellen, perfekter Schattenwurf – derart realistische Lichtsetzung haben wir bisher noch nicht erlebt.


Warum sich trotzdem relativ schnell Verdrossenheit im engen Präsentationskämmerlein breit macht? Weil wir all das längst kennen. EA hat lediglich die drei “Fault Line”-Episoden hintereinander geschnitten; insgesamt also 15 Minuten Gameplay, dass sich jeder Interessierte nach Belieben bei Youtube ansehen kann. Also bitte EA, wir wollen ja ungern meckern, aber etwas mehr hätten wir uns dann doch erwartet.

Dabei kann man Entwickler DICE und seinem Publisher den Grundgedanken kaum verübeln: Wer das kleine Plattoon der 1st Reckon Marines durch die viertelstündige Beispielmission begleitet, wird unweigerlich in ein unglaublich beklemmendes, hochspannendes Kriegsszenario hinein gesogen, das uns ab Minute eins – der raue Ton sei uns entschuldigt – direkt bei den Eiern packt. Lebensechte Animationen, ein Sound zum Schwärmen und die erwähnte Grafik: Das alles wirkt eher wie ein Antikriegsfilm von Ridley Scott denn wie der x-te Militär-Shooter.

Denn: So viel Kritik muss sein – “Battlefield 3″ macht sich nicht großartig die Mühe sein Genre neu zu erfinden oder einen frischen Ansatz zu finden. Ihr zieht mit ein paar Jungs durch das irakische Hinterland, blafft Militärkommandos durch die Botanik, ballert euch an Moscheen und anderen Klischee-Szenarios vorbei – and that’s it. Sicherlich nicht der neuste Ansatz, “Battlefield 3″ könnte aber so etwas wie das ultimative Ausrufezeichen für das Genre werden.

Weitere Themen: Battlefield 3 - Trial, DICE

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