Spielen geht immer - auch und vor allem in Zukunft!

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(Vio) Das für GIGA Friends sicherlich spannendste Thema, nämlich Gaming, wurde heute auf der DLD Conference mit dem sogenannten Panel New Playgrounds abgedeckt. Die Rednerliste ließ sich auf jeden Fall sehen: Viele von Euch kennen bestimmt Dr. Gerhard Florin, den Executive Vice President of Publishing von Electronic Arts. Daneben sprach auch Stanley Yang, dessen Firma NeuroSky an Wegen arbeitet, elektronische Geräte, Konsolen und Computer mit reiner Gedankenkraft zu steuern. Und zu guter Letzt Judith Park, die inzwischen erfolgreichste deutsche Manga-Zeichnerin.

Spielen geht immer - auch und vor allem in Zukunft!

Judith Park ist allerdings nicht nur kompetent mit dem Bleistift, sondern auch mit dem Controller: Seit Jahren ist sie eine aktive Gamerin und spielt leidenschaftlich gern Konsole und Online-Rollenspiele. Kein Wunder also, dass sie sich besonders in solchen Spielen gut auskennt, in denen die Charaktere im Manga-Style designt sind. Dass Manga- und Anime-Serien auch als Spiele umgesetzt werden (siehe “Dragonball Z”, “Naruto”, “OnePiece” etc.), ist ja bereits ein bestehender Trend, der ganz sicher noch weiter wachsen wird.

Electronic Arts, so erläuterte Gerhard Florin, konzentriert sich derzeit darauf, die bisher nicht spielende Gesellschaft zu erreichen. Auf der anderen Seite ist EA sich bewusst, dass auch die Gruppe der Hardcore-Zocker einen wichtigen Kundenstab bildet: Wer rund um die Uhr spielt, gibt auch eine Menge Geld für sein Hobby aus. Die Strategie, die EA beispielsweise seit 2006 mit “FIFA” in Korea verfolgt, sieht folgendermaßen aus: Zunächst wird das Online-Spiel den Usern kostenlos zur Verfügung gestellt. Denn die Erfahrung zeige, dass man erst eine Basis von ca. 15.000 bis 20.000 Leuten brauche, die das Game aktiv spielen, bis man über Verkäufe und Services auch Geld verdienen kann.
Dieses Prinzip wird nun auch mit “Battlefield Heroes” umgesetzt: Die erfolgreiche Shooter-Serie erhält ihren ersten kostenlosen Online-Spinoff. Statt realistischer Grafik gibt EA in diesem sogenannten “Cartoon-Shooter” knuffigen Charakteren den Marschbefehl und verpasst dem Ganzen eine gehörige Portion Humor. Das heißt in diesem Fall also: Hardcore goes Casual Gaming. Die Kohle muss natürlich trotzdem reinkommen – und dies will EA ganz MMORPG-mäßig über Verkäufe von Bonus-Items und Accessoires für die Spielcharaktere schaffen.

Wie Science Fiction dagegen klingen die Worte von Stanley Yang: Er verfolgt die Vision, künftig sämtliche Controller wegzuschmeißen und statt dessen unsere Gehirnwellen zu verwenden. Das Prinzip klingt simpel: Da unsere Gehirnwellen sowieso aus elektronischen Impulsen bestehen, muss man einfach nur einen Weg finden, diese Signale in Einsen und Nullen zu übersetzen. Mit seiner Firma NeuroSky hat Yang bereits erste Erfolge erzielt: Simple Befehle wie “rechts”, “links”, “Objekt hochheben” können in Testprogrammen schon mit reiner Gedankenkraft gegeben werden. Ob dies das Gaming der Zukunft sein wird, hängt aber sicherlich auch davon ab, wie einfach und schnell sich die Gedankenbefehle übermitteln lassen. Man darf aber auf jeden Fall gespannt sein, was die Forschung in den nächsten Jahren bringt.

Wie auch immer die Strategien der unterschiedlichen Publisher und Entwickler aussehen, so wird doch eines deutlich: Die Gamesbranche wird vielschichtiger und möchte jeden erdenklichen Typ Spieler bedienen. Und das wiederum kann uns Gamern doch nur recht sein, oder?

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