2018 kommt die wehrhafte Hexe Bayonetta auf Nintendo Switch. Höchste Zeit, dass ich die japanische Action-Heldin auch mal kennen lerne!

Bayonetta + Bayonetta 2: Veröffentlichungstrailer - Nintendo Switch
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So sehen Bayonetta, Teil 1 und 2 auf Nintendo Switch aus.

Bei den Game Awards 2017 überraschte Nintendo die Gaming Community mit der Ankündigung Bayonetta 3 für Switch zu entwickeln. Bereits am 16. Februar 2016 erscheinen außerdem die ersten beiden Teile der Reihe auf der Hybrid-Konsole. Twitter explodierte fast vor Begeisterung – und ich? Ich hatte wieder mal keine Ahnung, was eigentlich Phase ist.

Vor meiner Super Retro Trio und der Switch war ich der Welt der Konsolen jahrelang ferngeblieben. Folglich hatte ich nie die Gelegenheit gehabt, die ersten beiden Teile der Bayonetta-Saga anzuspielen. Aber das soll sich jetzt ändern. Dank Nintendo kriege ich den Switch-Port des ersten Bayonetta-Teils sogar schon ein paar Tage vor Veröffentlichung in die Finger. Zeit, dem Hype auf den Grund zu gehen!

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Das Intro ist schon mal kinoreif. Moment. Was ist? Ist das – Tatsache, ein Uhrenturm. Das Spiel beginnt mit einem halben Uhrenturm, der in einen Abgrund stürzt.

Unterm Ziffernblatt stehen zwei Frauen in Lack und Leder, die von der Tatsache, dass dieser Turm gerade abstürzt, völlig unbeeindruckt sind. Schwerkraft? Pah! Niemand mag den ollen Newton!

Die beiden Fetisch-Models bleiben allerdings nicht lang allein. Kaum hab‘ ich mich an die, sagen wir mal, spezielle Ausgangssituation gewöhnt, da rauscht auch schon eine Bande geflügelter Muskelpakete durchs Bild. Schutzengel sind das ganz sicher keine, soviel steht schon mal fest.

Zum Glück sind die beiden standfesten Damen offenbar große Fans der Matrix-Filme: Sie begrüßen die geflügelten Gegner mit jeder Menge Blei und Martial-Arts-Moves, die sogar die Bruce Lee vor Neid erblassen lassen würden.

Im Hintergrund versucht gleichzeitig irgendein Erzähler mir verständlich zu machen, was da gerade abgeht. Er scheitert. Zu gebannt bin ich von dem rasant geschnittenen Effektfeuerwerk vor meinen Augen. Dieses Intro ist ein Ecstasy-Trip für die Augen.

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Kurze Zwischenfrage: Wie lang kann so ein Uhrenturm eigentlich fallen? Von wo ist der denn bitte abgestürzt? Vom Mond?

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Die Mädels posen wieder. Rücken an Rücken. Im freien Fall! Irgendwo sieht Sailor Moon sich diese Intro-Sequenz gerade an und schüttelt ungläubig den Kopf.

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Ein Ladebildschirm! Jetzt geht’s los. Gleich darf ich auch ballern und boxen.

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Oder wir gucken uns erstmal noch ’ne Filmsequenz an. Ist ja auch schön. Jetzt sind wir auf einem Friedhof. Nachts. Das heißt selten was Gutes. Und eine von den Frauen aus dem Intro ist auch da. Das ist dann wohl Bayonetta, schätze ich? Die ist jetzt jedenfalls als Nonne verkleidet. Ich nehme an, es gibt gute Gründe dafür. Bestimmt.

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Das Nonnenkostüm hatte Bayonetta anscheinend an, damit es ihr in der folgenden Kampfszene möglichst sexy vom Körper geschnitten werden kann. Sehr japanisch.

Aber das mit den Zwischensequenzen hast du drauf, Bayonetta. Geiler Look, geile Mucke, geile Stimmen. Super gemacht, kriegst ’nen Keks. Aber ich würde jetzt so langsam auch gerne mal ’ne Runde spielen, Bayonetta. Ich häng‘ nämlich schon bald ’ne Viertelstunde an der Switch und hab‘ noch nicht einen Knopf gedrückt.

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Bayonetta! Lass‘! Mich! Spielen!

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Na bitte! Geht doch! Jetzt kriegen diese fiesen Engel auf die Fresse! Die… müssen erstmal abwarten, bis ich die Tutorials gemeistert habe. Natürlich, Bayonetta. Kein Problem.

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Aaalso: Mit A und B trete ich zu. Außerdem ermutigt das Spiel mich, beide Tasten für „verheerende Combos“ zu kombinieren. X lässt Bayonetta schießen. Halte ich X gedrückt und drehe dabei den linken Joystick, aktiviere ich den „Kugel-Klimax“, was, soweit ich das beurteilen kann, einfach heißt, dass Bayonetta wie wild um sich ballert. Ach so, und wenn ich gegnerischen Angriffen mit ZR im richtigen Moment ausweiche, aktiviere ich die Hexenzeit, wodurch die Gegner für einen Moment auf Zeitlupentempo verlangsamt werden.

Zwei Dinge sind mir schon mal klar: Hier waren anscheinend wirklich große Matrix-Fans am Werk. Und: Ich brauche ein Notizbuch für dieses Spiel. Ich hab‘ noch nichts gemacht und bin jetzt schon völlig überfordert.

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Ich muss gestehen: Wenn Bayonetta ihre diversen Gegner platt macht, sieht das schon ziemlich stylisch aus.

Ich muss allerdings auch gestehen: Ich weiß nicht, in wie weit ich mir dafür auf die Schulter klopfen darf. Meine Strategie besteht hauptsächlich darin, auf die Knöpfe zu hämmern wie der Energizer Bunny. Dabei kommt zwar ’ne Reihe cooler Moves raus, aber ich glaube, das liegt mehr am Spiel-Design als an mir. Bock macht’s aber trotzdem.

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Schon wieder ’ne Filmsequenz? Bayonetta, willst du mich eigentlich auf den Arm nehmen?

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Kein Witz: Langsam wird’s mir echt zu blöd. Die Filmsequenzen sind toll gemacht und die Story ist sicher spannend, aber ich habe in der letzten Dreiviertelstunde vielleicht zehn Minuten aktiv gespielt. Für ein Videospiel ist mir das entschieden zu wenig. Bin ich da zu old-school?

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Ich darf wieder aktiv werden. Bayonetta steht jetzt auf der Tragfläche eines fliegenden Flugzeugs – fragt nicht, im Kontext ergibt das irgendwie Sinn, glaube ich – und muss wieder ein paar angriffslustige Engel verkloppen.

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Was zur Hölle ist ein „Folter-Angriff“, Bayonetta, und warum kommst du erst jetzt damit um die Ecke? Hatten wir nicht gerade dieses ausführliche Tutorial?

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Okay, diese Folter-Angriffe sind ziemlich mega. Ich habe gerade einen Engel in eine eiserne Jungfrau verfrachtet und vom Flugzeug gekickt und einen anderen per spontan heraufbeschworener Guillotine enthauptet. Das ist alles so unglaublich japanisch – aber auch so unglaublich witzig!

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Und schon ist der Spaß auch wieder vorbei. So wie ich das sehe, muss ich drei Folter-Angriffe in etwas über vier Minuten hinkriegen, sonst stürzt das Flugzeug in ein Gebäude – was den Insta-Tod bedeutet.

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Ich schätze, es spricht sehr für Bayonetta, dass diese Kampfszene immer noch nicht ganz langweilig geworden ist – aber wenn ich noch einmal diese Flugzeug abstürzen sehe, dann schreie ich.

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AAAAARRRGH! Verflucht noch mal! Früher konnte man wenigstens halbwegs unbesorgt den Controller an die Wand werfen vor Wut. Mit der Switch trau‘ ich mich das nicht.

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Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft mir dieses verdammte Flugzeug jetzt schon abgestürzt ist. Und immer kurz bevor ich meinen dritten Folter-Angriff anbringen kann. Bayonetta macht sich doch lustig über mich.

Es hilft alles nichts – ich muss mir die Tutorials nochmal reinziehen. Oh Gott, hab‘ ich das gerade wirklich geschrieben?

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So, da sind wir wieder. Wenigstens lassen diese ellenlangen Filmszenen sich überspringen. Hoffen wir mal, dass diesmal mehr hängen geblieben ist von den Tutorials.

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YES! Geschafft! Wir haben es geschafft, Bayonetta! Wir sind nicht abgestürzt! Folter-Angriff for the win! Und jetzt? ‚Ne Filmsequenz? Ehrlich? Muss ich?

Mir scheint, dass Bayonettas Abenteuer gerade erst so richtig anfängt – und ich will es auf jeden Fall mit ihr erleben. Das Spiel hat einen ganz eigenen Stil, irgendwo zwischen Sailor Moon und Matrix, mit einer Prise Underworld oben drauf. Das wird nicht jedem Gefallen. Mich konnte Bayonetta letzten Endes überzeugen – allerdings hebe ich mir das nächste Kapitel der Geschichte lieber für später auf. Die Filmsequenzen sind viel zu gut gemacht, um augenrollend abzuwarten, bis sie endlich vorbei sind. Ich will sie lieber genießen. Morgen.

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