Entwickler, Ideen und die Schere - Features, die nie den Goldstatus erreicht haben

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(Christian) Für jedes Spiel, das entwickelt werden soll, gibt es am Anfang ein Design-Konzept, in dem die Ideen, die Storyline und die Abläufe des Spiels festgehalten werden. Diese Informationen benutzen die Entwickler auch, um der Presse den Titel schmackhaft zu machen und den Speichelfluss der Leser zu erhöhen. Allerdings ist nicht immer alles Gold was glänzt und in den Endprodukten tauchen manche Features nicht auf.

Entwickler, Ideen und die Schere  - Features, die nie den Goldstatus erreicht haben

Vor kurzer Zeit haben wir über “virales Marketing” berichtet und wie diese Marketing-Strategie funktioniert. Den Entwicklern wird in manchen Fällen, wo Features im Endprodukt nicht anzutreffen sind, diese Strategie vorgeworfen. Es heißt dann, die Entwickler hätten das Spiel gehyped, um den Spielern den Titel schmackhaft zu machen. Sollte die Idee den Spielern gefallen, verbreitet die Neuigkeit sich wie ein Lauffeuer über die Foren und Community-Seiten und durch die Vorfreude soll das Spiel besser verkauft werden.

Es gibt natürlich auch andere Gründe, die dazu führen, dass ein Feature verworfen wird. So manche Idee klingt sehr gut auf dem Papier, ist allerdings nicht umsetzbar oder das Budget lässt die Umsetzung schlussendlich nicht zu. Die Designer sind da womöglich selbst sehr enttäuscht, da sie durch diese Gründe manche sehr interessante Meilensteine nicht in ihre Spiele einbringen können.

Nicht zu vergessen, kann es vorkommen, dass die bereits umgesetzte Idee nach einer Testphase an der Zielgruppe, einfach den Anforderungen nicht gerecht wird oder die Entwickler durch den Zeitdruck verschiedene Elemente nicht mehr einbauen können, da die Deadline und somit der Release-Termin vor der Tür steht. Leider bleiben so meistens sehr schöne Details auf der Strecke, die man noch Monate zuvor von den Machern präsentiert bekommen hat.

Nicht immer werden Features gestrichen, weil diese nicht umsetzbar oder zu teuer sind, Oft entfallen angekündigte Inhalte, um den Spielfluss nicht negativ zu beeinträchtigen. Ein nettes Gimmick, das die Mechanik und den Fluss des Spiels beeinträchtigt, worunter letztendlich die Spielerfahrung leidet, soll auch ruhig und mit gutem Gewissen aus dem Konzept genommen werden. Die Qualität muss natürlich stets im Vordergrund stehen.

In der Branche selbst gehen die Meinungen auseinander. So finden einige Entwickler wie beispielsweise der “Bioshock”-Designer JP Breton, dass die Games-industrie behutsamer mit den Ankündigungen und den Versprechungen umgehen sollte.

Wie man sehen kann ist es ein schmaler Pfad, den Spieler im Vorfeld zu begeistern und für sich zu gewinnen, ohne ihn später mit einer Enttäuschung weit davon zu jagen.

Aber wie sieht es aus, wenn die Fans die sich auf das Spiel freuen enttäuscht werden? Bleiben diese dennoch dem Entwickler treu? Schneiden die Entwickler sich nicht selber ins eigene Fleisch, da sie in Kauf nehmen den Grad an Beliebtheit zu verlieren?

Ausführlich behandeln das Thema Nils und Eddy heute um 21 Uhr, unter anderem im Gespräch mit Daniel Matschijewsky, Redakteur bei der “Gamestar”, in “GIGA – The Show”. Was denkt ihr hierzu? Wir sind auf eure Meinungen gespannt!

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