Bodycount – Teil 3

Zu alledem kommt noch, so Max Cant, dass in Bodycount die Gegner nicht erst in die Spielwelt kommen, wenn der Held schon um die Ecke steht. Feindliche Patrouillen sollen schon sehr viel eher eingesetzt werden, so dass sie ihre Routen frühzeitig abklappern. Erst das soll die Überschneidung mehrerer Trupps möglich machen, so dass sie temporär ziemlich harte Brocken werden – oder erwähnte Granatenopfer. Da darüber hinaus das Terrain durch die möglichen Veränderungen nie das komplett gleiche ist, ist das Spiel in jedem Durchgang ein wenig anders und bietet bei gleichen Gegnern neue Herausforderungen.

Futuristisch, komplex, aber noch nicht fertig

Das Szenario klingt erstmal relativ simpel, soll aber wohl eine gewisse Komplexität mitbringen und damit nicht ganz so austauschbar wie in anderen Fun-Shootern sein. Es ist dabei zwar futuristisch und realitätsnah gehalten, aber nicht in bekannten Krieg angesiedelt, sondern beschreibt einen ganz eigenen Konflikt. Bisher wurde die Story nur grob umrissen, doch der Held hat schon gewisse Charakteristika verpasst bekommen:


Er soll der typische junge Draufgänger sein, wie man ihn aus zahllosen Actionfilmen kennt und dessen Entwicklung zum ernstzunehmenden Mann man durch den Konflikt hindurch begleitet. Diverse Charaktere säuseln ihm dabei durch einen Knopf ins Ohr und schicken ihn im Auftrag eines “Netzwerkes” immer wieder auf gefährliche Missionen, wo es gilt, bestimmte “Ziele” aus dem Weg zu räumen. Im Verlauf des Spiels soll die Story dann komplexer werden und man als Spieler kaum mehr weiß, wem man trauen kann und wem nicht.

Weg mit dem Staub aus der Wüste

Diese Entwicklung soll sich auch stark im Design der Welt zeigen. Auch hier war es den Entwicklern wichtig, nicht das zu machen, was sie an anderen Spielen nervt, nämlich etwa das hundertste Kriegsspiel in staubigen Gefilden zu machen, die alle gleich aussehen. Den Spieler verschlägt es so etwa nach Afrika, wo aber viele helle Grün-Töne regieren, während später alles bläulich-depressiv wird um abschließend in höllischem Lila, Rot und Orange zu gipfeln.


Auch wird man nicht nur durch 3.-Welt-Verschnitte rennen, sondern etwa auch kolonial erscheinende Bauten sehen. Das Artwork einer Gasse hätte so auch aus eine grafisch stark aufpolierten Prof. Layton kommen können. Allgemein ist der Stil dabei immer relativ realitätsnah gehalten, doch mit ein paar Überzeichnungen versehen.

Besonders gebrochen wird dabei von den augenscheinlich guten, in klassisch amerikanischem Militärstil zu den übertechnologisierten, mächtigen Bewohnern der riesigen schwarzen Türme, die mit ihrer kantigen schwarzen Technologie Furcht und Schrecken sähen.

Serious Sam mit zerstörbarer Deckung?

Wirklich viel zu sehen war aber auch davon nicht in der Demo. Allgemein war das ein sehr früher Blick auf das Spiel, der viele Fragen unbeantwortet lässt – oft auch, weil es dafür bisher nur grobe Konzepte gibt. Wirklich revolutionär und herausragend hat Bodycount jetzt noch nicht da gestanden, aber für eine ernsthafte Einschätzung ist es natürlich viel zu früh. Im schlechtesten Fall wird das Spiel ein neues Serious Sam mit zerstörbarer Deckung und in einem anderen Szenario – nur wäre das auch kein großer Unterschied mehr, denn in solchen Spielen ist Deckung suchen sowieso überbewertet.


Bodycount wird nur für Xbox 360 und PlayStation 3 erscheinen. Ein Releasedatum steht noch nicht fest, angedacht ist aber wohl der nächste Winter.